08. Dezember 2018 / 10:42 Uhr

"Mentalität gefragt": Hannover 96 setzt auf starke Emotionen

"Mentalität gefragt": Hannover 96 setzt auf starke Emotionen

Jonas Szemkus
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Niclas Füllkrug engagierte sich in der vergangenen Woche lautstark im Training und übernimmt immer mehr eine Führungsrolle bei Hannover 96. 
Niclas Füllkrug engagierte sich in der vergangenen Woche lautstark im Training und übernimmt immer mehr eine Führungsrolle bei Hannover 96.  © Florian Petrow
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Die Profis von Hannover 96 brauchen nach dem schwachen Auftritt gegen Hertha BSC mehr Stabilität. Damit es am Sonntag (15.30 Uhr) in Mainz mit dem ersten Auswärtssieg seit über einem Jahr klappt, setzt Trainer André Breitenreiter auf starke Emotionen und viel Mentalität.

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Der Manager steht hinter Trainer André Breitenreiter, der Präsident hat eine Jobgarantie ausgesprochen, die Fans sagen der Mannschaft trotz des Ärgers um 50+1 die volle Unterstützung zu. Eigentlich alles schön bei 96. Außer auf dem Platz und in der Tabelle. In Mainz muss am Sonnatg (15.30 Uhr) mal was her. Gern Punkte, mindestens aber eine gute Leistung. Dafür ist dem Coach besonders die Mentalität wichtig.

Erst im Training, am Sonntag in Mainz?

Breitenreiter ließ in dieser Woche mal etwas anders trainieren. Spaßige Wettkämpfe inklusive, für noch mehr Kommunikation und etwas Selbstvertrauen: „Wir wollen gemeinsam in die Lockerheit zurückfinden. Uns als Mannschaft kleine Ziele setzen und die erreichen, um das Positive im Kopf zu vermitteln.” Erst im Training, am Sonnatg in Mainz? Breitenreiters Plan: „Wir bringen die Mannschaft auf den Platz, die am stabilsten ist. Unabhängig von der Qualität ist dann auch Mentalität gefragt. Wir haben nur als Team eine Chance.”

Das 96-Training vom 5.Dezember:

Hand in Hand: Die 96-Mannschaft lässt den Ball laufen. Zur Galerie
Hand in Hand: Die 96-Mannschaft lässt den Ball laufen. ©
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Krisen-Gipfel mit Heldt, Breitenreiter und Kind

Die Profis brauchen mehr Stabilität als beim kraftlosen 0:2 gegen Hertha, die Situation des 96-Trainers ist derweil trotz Krise noch recht stabil. Von Klubchef Martin Kind gab’s eine Jobgarantie. Egal, was in Mainz passiert, Breitenreiter soll Trainer bleiben. Erst mal bis Weihnachten. Kommende Woche steht ein Sechs-Augen-Gespräch mit Trainer, 96-Boss und Manager an. Horst Heldt: „Ich bin fest davon überzeugt, dass wir unsere Ziele erreichen werden – mit André.”

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96-Fanszene plant kreative Proteste

Die 96-Fanszene hat das „Krisengespräch“ schon hinter sich. Wegen 50+1 und der Absage der angepeilten au­ßerordentlichen Mitgliederversammlung. Die Entscheidung: kreative Proteste – aber kein neuer Stimmungsboykott. Das freut den Trainer. „Es macht mich sehr glücklich, diesen Rückhalt zu spüren”, sagt Breitenreiter. „Unsere Fans haben ein sehr gutes Gespür für unsere aktuelle Situation. Wenn sie sich trotz der eigenen schweren Situation entscheiden, die Mannschaft weiter zu unterstützen und bedingungslos da zu sein, dann macht mich das ein Stück weit stolz”, betont er, „wir haben nur gemeinsam eine Chance, diese schwierige Phase zu überstehen und wieder erfolgreich zu sein. Emotional ausgedrückt, finde ich das wirklich super.”

Diese vier 96-Profis müssen in der Krise vorangehen:

Zu denen, die jetzt die Kollegen zuallererst mitreißen und mitziehen sollen, gehört <b>Pirmin Schwegler</b>. „Unseren Chef im Mittelfeld“ nennt Breitenreiter ihn. Nach vier Spielen, in denen Schwegler wegen einer Fußverletzung fehlte, hat er beim 0:2 gegen Hertha für ein halbe Stunde mitgemischt. In Mainz sollte es erstmals wieder für die Startelf reichen.
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Zu denen, die jetzt die Kollegen zuallererst mitreißen und mitziehen sollen, gehört Pirmin Schwegler. „Unseren Chef im Mittelfeld“ nennt Breitenreiter ihn. Nach vier Spielen, in denen Schwegler wegen einer Fußverletzung fehlte, hat er beim 0:2 gegen Hertha für ein halbe Stunde mitgemischt. In Mainz sollte es erstmals wieder für die Startelf reichen. ©

Eine gute Basis, um endlich abzuheben?

Emotionen und Mainz – das passt zusammen für 96. Vergangene Saison gab’s zwei Siege. Beim Hinrundenstart gewann Hannover in Mainz mit 1:0, beim 3:2-Sieg im Rückspiel schoss Niclas Füllkrug drei Tore. „Klar ist das noch in den Köpfen der Spieler, dass wir die zweimal geschlagen haben. Und dass wir mit einem Sieg in Mainz in die Saison gestartet sind, was uns Flügel verliehen hat.” Vielleicht ist es erneut eine gute Basis, um endlich abzuheben. Das hofft jedenfalls Manager Heldt. Der feiert am Spieltag 49. Geburtstag. Sein Wunsch: „Dass wir ein gutes Spiel machen – und natürlich gewinnen.”

Bilder: Sieben Jahrzehnte Fans von Hannover 96

Bilder aus sieben Jahrzehnten 96-Fans. Zur Galerie
Bilder aus sieben Jahrzehnten 96-Fans. ©
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