02. Februar 2018 / 16:58 Uhr

Michael Schumacher: Kartbahn wird abgerissen!

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Redaktion Sportbuzzer
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Ein Stück Motorsportgeschichte wird abgerissen. Die legendäre Kartbahn in Kerpen, wo Formel-1-Legende Michael Schumacher einst seine Runden drehte, muss weichen.
Ein Stück Motorsportgeschichte wird abgerissen. Die legendäre Kartbahn in Kerpen, wo Formel-1-Legende Michael Schumacher einst seine Runden drehte, muss weichen. © imago/Horst Galuschka/Montage
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Ein Stück Motorsportgeschichte wird es bald nicht mehr geben. Die legendäre Kartbahn in Kerpen, wo Michael Schumacher und sein Bruder Ralf zu Topstars ausgebildet wurden, wird jetzt offiziell abgerissen. Der Grund ist schmutzig.

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Das Ende der berühmten „Schumi-Kartbahn“ in Kerpen wegen des Braunkohle-Tagebaus ist besiegelt. Der Kart-Klub Kerpen will das vorliegende Entschädigungsangebot von RWE Power annehmen, sagte ein Klub-Sprecher am Freitag. Das hätten die Mitglieder am Donnerstagabend auf ihrer Jahreshauptversammlung beschlossen.

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RWE benötigt Gelände für Braunkohletagebau

Die früheren Formel-1-Piloten Michael und Bruder Ralf Schumacher hatten auf dem „Erftlandring“ einst ihre Karrieren gestartet. Seit Jahren ist bekannt, dass das Gelände für den rheinischen Braunkohletagebau Hambach gebraucht werden soll. „Vor vielen Jahrzehnten war ja klar, dass hier mal die Braunkohle kommt, das wussten wir alle. Irgendwann holt das einen ein, und dann geht das alles viel zu schnell“, sagt der Bruder des siebenfachen Weltmeisters Michael. Natürlich gehe man nicht gerne. „Aber man hat eine Verantwortung für die Region. Man muss einfach sehen, dass diese Region vom Braunkohleabbau lebt.“

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Jahrelang hatten Betreiber und RWE Power vergeblich nach einem Ersatzgelände gesucht - RWE „über das Normalmaß hinaus“, wie Schumacher betont. Nachdem keine Option mehr auf dem Tisch liegt - auch nicht in den Nachbarkommunen - ist für RWE Power das Thema durch. Die Übergabe des Areals an RWE Power ist für Oktober 2020 geplant. Ralf Schumacher hatte im Januar der Deutschen Presse-Agentur gesagt, er gebe die Suche nach einem Alternativstandort noch nicht auf.

Für Rennsport-Freude ist der „Erftlandring“ ein Stück Zeitgeschichte. Schumacher geht es aber um die Zukunft des deutschen Rennsports. Der Rennsport brauche Kartbahnen: „Ohne Kartfahrer gibt es keine Rennfahrer.“ Die Bedingungen in anderen Ländern für den Renn-Nachwuchs seien deutlich besser als in Deutschland.

Über den Gesundheitszustand Michael Schumachers nach seinem schweren Ski-Unglück Ende 2013 ist weiterhin nicht viel bekannt. Er befindet sich weiterhin in Reha im Kreise seiner Familie im gemeinsamen Haus in der Schweiz.

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