23. September 2018 / 18:16 Uhr

Mick Schumacher vor Formel-3-Titel: Nächste Gala in Spielberg 

Mick Schumacher vor Formel-3-Titel: Nächste Gala in Spielberg 

Redaktion Sportbuzzer
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Mick Schumacher hat in der Formel 3 vor den letzten drei Saisonrennen einen großen Vorsprung auf seinen Rivalen und steht vor dem Titel.
Mick Schumacher hat in der Formel 3 vor den letzten drei Saisonrennen einen großen Vorsprung auf seinen Rivalen und steht vor dem Titel. © imago/HochZwei/Suer
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Er ist die große deutsche Hoffnung im Motorsport: Mick Schumacher hat nach Glanzleistungen am Wochenende im österreichischen Spielberg die besten Chancen auf den Titel in der Formel 3. Es wäre der erste Titelgewinn des Sohns von Michael Schumacher in einer Rennserie.

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Er stieg wieder auf seinen Rennwagen und freute sich mit geballten Fäusten. Mick Schumacher ist auf dem besten Weg zu seinem ersten großen Titel, auch wenn er den Sieg-Hattrick wie auf dem Nürburgring um nicht mal eine Sekunde verpasste. Zweimal Erster, im letzten der drei Rennen auf dem Red Bull Ring in Spielberg Zweiter - Schumacher lieferte am Samstag und Sonntag die nächste Gala ab.

Binnen nicht mal 36 Stunden eroberte er die Führung in der EM-Wertung und baute sie vor dem Final-Wochenende Mitte Oktober auf dem Hockenheimring fast vorentscheidend aus. Mit 329 Punkten liegt er 49 Zähler vor dem britischen Red-Bull-Junior Daniel Ticktum. „Ich schaue nicht auf den Tabellenstand, sondern konzentriere mich auf jedes einzelne Rennen“, betonte Mick Schumacher aber, der mit seinem Prema-Team bereits die Teamwertung gewinnen konnte.

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Schumacher-Initialzündung ausgerechnet in Spa

Am 13. und 14. Oktober wird sich entscheiden, ob der Sohn von Formel-1-Rekordweltmeister Michael Schumacher (49) erstmals auch eine Rennserie als Fahrer gewinnen wird. Im Kart hatte er sich bei EM und WM jeweils mit Platz zwei zufrieden geben müssen, in der italienischen und deutschen Formel 4, in der Ralf Schumachers 16 Jahre alter Sohn David am Samstag den Gewinn der Rookie-Meisterschaft feierte, hatte Mick Schumacher vor zwei Jahren 2016 ebenfalls jeweils den zweiten Platz belegt.

Nach durchschnittlichen bis guten Ergebnissen an den ersten vier Rennwochenenden der aktuellen Formel-3-Serie sorgte sein Sieg in Spa-Francorchamps für eine Initialzündung. Ausgerechnet auf der Strecke, die auch für seinen Vater immer eine besondere Bedeutung in dessen Karriere hatte und auf der Mick vor über einem Jahr mal einen Weltmeister-Wagen seines Vaters hatte steuern dürfen.

Mick Schumacher: "Die Pace war da, das Auto war grandios"

Acht der vergangenen zwölf Rennen gewann Mick Schumacher vor dem letzten Lauf in Spielberg. Fünf Siege gelangen ihm in Serie. „Die Pace war da, das Auto war grandios“, lobte er am Sonntag beim Sender n-tv sein Prema-Powerteam: „Danke an alle, die hinter mir stehen.“ Geschlagen geben musste er sich am Sonntag einzig seinem russischen Teamkollegen Robert Schwartmann. 0,815 Sekunden fehlten Schumacher nur zum Sieg, nachdem er seine Pole beim Start nicht hatte verteidigen können.

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Fünf Siege nacheinander schaffte zuletzt in der dritthöchsten Rennserie der Kanadier Lance Stroll gegen Ende der Saison 2016. Danach stieg er in die Formel 1 auf. Theoretisch könnte auch Mick Schumacher schon im kommenden Jahr in der Königsklasse antreten, wenn er so weitermacht. Die nötigen Punkte für die Superlizenz hätte er bei einem Gesamtsieg in der Formel 3 und durch seinen zweiten Platz in der Formel 4 zusammen. „Inzwischen hat er Erfahrungen gesammelt, sich weitergebildet und für eine große Zukunft aufgestellt“, sagte DTM-Chef und Ex-Formel-1-Pilot Gerhard Berger.

Schumacher überholte bereits am Samstag in der Gesamtwertung den Red-Bull-Fahrer Ticktum. Der Brite wurde am Sonntag kurz vor Ende des ersten Rennens in einen Unfall verwickelt, als er um Platz sieben kämpfte. Letztlich kam er nicht mal ins Ziel und ging leer aus, Schumacher, der das Ticktum-Aus bedauerte, sackte ein weiteres Mal 25 Punkte ein. Übermütig wollten sie bei Prema aber noch nicht werden. „Wir müssen vorsichtig bleiben und von Rennen zu Rennen schauen“, meinte Teamchef Rene Rosin.

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