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Mihajlovic-Verletzung trübt Kantersieg des Güstrower SC

Johannes Weber
Enrico Karg (l.) schiebt in dieser Situation zum 1:0 für den Güstrower SC ein. Martin Röpke (2.v.l.) kann die Chance nicht mehr vereiteln. © Johannes Weber

Barlachstädter besiegen am Freitagabend den TSV 1860 Stralsund mit 8:0. Enrico Karg trifft dreimal und widmet ein Tor seinem verletzten Teamkollegen.

Nach seinem Treffer zum 6:0 rennt Enrico Karg in Richtung Trainerbank. Der Kicker des Güstrower SC lässt sich das Trikot mit der Rückennummer 21 zuwerfen und breitet das Dress seines Mitspielers Sava Mihajlovic beim Torjubel aus. Karg widmete sein zweites von drei Toren beim 8:0 (2:0)-Erfolg am Freitagabend gegen den TSV 1860 Stralsund dem 29-Jährigen, der dem GSC wohl etwas länger fehlen wird. Eine genaue Diagnose steht noch aus.

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So lief das Spiel: Der Liveticker zum Nachlesen

Es war die verhängnisvolle 41. Minute, in der der Schock passierte. Nach einem Zweikampf mit einem Stralsunder blieb Mihajlovic auf dem Boden liegen, konnte nicht mehr weitermachen. Der Offensivmann, der in den vergangenen beiden Spielzeiten jeweils Verbandsliga-Torschützenkönig (43 und 34 Treffer) geworden war, musste am Knie verletzt ins Krankenhaus gebracht werden. „Der Sieg ist gerade nebensächlich, viel wichtiger ist, wie es Sava geht. Als ich gesehen habe, wie er da auf der Pritsche lag, da fiel es mir in der Halbzeitpause schwer, den Jungs überhaupt was zum Spiel zu sagen", schildert GSC-Trainer Holger Scherz.

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Bildergalerie: Verbandsliga - Güstrower SC gegen TSV 1860 Stralsund

Enrico Karg war mit drei Toren der treffsicherte Schütze des Güstrower SC gegen den TSV 1860 Stralsund. © Johannes Weber
Enrico Karg (l.) setzt sich gegen den Stralsunder Paul Scholz durch. © Johannes Weber
Marvin Bartelt traf per Foulelfmeter zum 5:0 für den GSC. © Johannes Weber
Enrico Karg (l.) gegen Steffen Pompe vom TSV am Ball. © Johannes Weber
Lukas Möller (r.) gegen den Stralsunder Arne-Eric Wedel. © Johannes Weber
Paul Fichelmann (r.) behauptet sich gegen Stralsunds Christoph Vit. © Johannes Weber
Paul Fichelmann (2.v.l.) spielt den Pass, der zum 1:0 für den GSC führt. © Johannes Weber
Enrico Karg (l.) schiebt in dieser Situation zum 1:0 für den Güstrower SC ein. Martin Röpke (2.v.l.) kann die Chance nicht mehr vereiteln. © Johannes Weber
Jubel nach dem 1:0 bei Ole Schuller, Enrico Karg und Paul Fichelmann. (von links) © Johannes Weber
Jubel nach dem 1:0 bei Ole Schuller (v.), Enrico Karg und Marvin Bartelt (r.). © Johannes Weber
Ole Schuller zieht ab, trifft zunächst den Pfosten und danach zum 2:0 für den GSC. © Johannes Weber
Steffen Pompe klärt die Situation für den TSV 1860 Stralsund. © Johannes Weber
Ole Schuller und Paul Fichelmann (h.) nehmen den Stralsunder Marten Bergmann in die Zange. © Johannes Weber
TSV-Trainer Robin Baarhs ärgert sich über die hohe Niederlage. © Johannes Weber
Da war Sava Mihajlovic noch auf dem Feld mit dem Ball unterwegs. Wenig später musste der Offensivmann verletzt ausgewechselt werden. © Johannes Weber
Lukas Möller (M.) bei einer Offensivaktion des GSC. © Johannes Weber
Der Schreckensmoment: Sava Mihajlovic wurde auf dem Feld behandelt und konnte nicht mehr weiterspielen. © Johannes Weber
Während der Verletzungsunterbrechung sprach TSV-Trainer Robin Baarhs (l.) mit seinen Spielern Christoph Vit (r.) und Hannes Niemann. © Johannes Weber
Jubel beim Güstrower SC nach dem 3:0 durch Lukas Möller. © Johannes Weber
Alexander Gernetzki musste gegen den Güstrower SC achtmal hinter sich greifen. Gerade das 0:4 war aus seiner Sicht sehr bitter. © Johannes Weber
Und wieder einer drin: Das 5:0 durch Marvin Bartelt per Foulelfmeter. Stralsunds Keeper Alexander Gernetzki hat keine Abwehrchance. © Johannes Weber
Arne-Eric Wedel (r.) dribbelt dem Güstrower Niklas Köster davon. © Johannes Weber
Enrico Karg bei seinem Torjubel zum 6:0. Er hält das Trikot mit der Rückennummer 21 hoch und widmet den Treffer seinem verletzten Teamkollegen Sava Mihajlovic. © Johannes Weber
Yannic Brockmann für den TSV 1860 Stralsund am Ball. © Johannes Weber
Björn Plate (r.) beim Dribbling. © Johannes Weber
Jonas Reister (l.) wird nach seinem Treffer zum 7:0 von Enrico Karg hochgetragen. © Johannes Weber
Holger Scherz (l.) nach der Partie im Gespräch mit seinem Schützling Michael Hintze. © Johannes Weber

Seine Elf begann gegen das Stralsunder Team spielbestimmend und erzielte bereits nach 15 Minuten den ersten Treffer. Enrico Karg traf auf Vorlage von Paul Fichelmann. Wenig später legte Ole Schuller das 2:0 nach. Erst knallte er das Spielgerät an den Pfosten, den Nachschuss brachte der Mittelfeldmann im TSV-Kasten unter. Nach dem zweiten Gegentor steigerten sich die Gäste und hatten durch Marten Bergmann (39.) auch eine gute Schusschance. Kurz danach passierte das Unglück für Mihajlovic. Seine Teamkameraden gaben nach dem Seitenwechsel allerdings eine eindrucksvolle Antwort.

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Lukas Möller (48.) und Henrik Löhning (51.) erhöhten für den GSC auf 4:0. Gerade das Tor von Löhning war ein Treffer der kuriosen Marke. Der Neuzugang, der vom Bölkower SV gekommen war, brachte kurz hinter der Mittellinie einen hohen Ball in den Stralsunder Strafraum. Der junge TSV-Keeper Alexander Gernetzki unterschätzte das aufprallende Spielgerät. Der weit vor seinem Kasten agierende Schlussmann musste mitansehen, wie der Ball über seinen Kopf ins Gehäuse sprang. „Es war wichtig, dass wir die beiden Tore kurz nach der Pause gemacht haben", meinte Scherz.

Die Güstrower spielten sich danach gegen immer mehr nachlassende Stralsunder viele weitere Möglichkeiten heraus. Marvin Bartelt (65.) per Foulelfmeter, zweimal Enrico Karg (71., 84.) und der 18-jährige Jonas Reister (81.) sorgten mit ihren Toren für den 8:0-Endstand. Gerade über den Treffer des letztgenannten Akteurs freute Trainer Scherz sehr. „Ich habe vor der Saison gesagt, dass ich den jungen Spielern aus dem eigenen Nachwuchs die Chance geben werde. Mit Jonas und Niklas Köster waren heute zwei A-Junioren wieder dabei", so der 48-Jährige.

Durch den Kantersieg setzten sich die GSC-Kicker mit drei Siegen aus drei Spielen vorerst an die Tabellenspitze der Verbandsliga. Am kommenden Sonnabend (14 Uhr) folgt für die Barlachstädter die Partien in der zweiten Landespokalrunde beim MSV Groß Miltzow (Landesklasse II). Der TSV Stralsund muss einen Tag später um 11 Uhr beim Schweriner SC (Landesklasse IV) antreten.

Güstrower SC: Döscher - Bartelt, Plate, Hintze, Löhning (71. Bildhauer) - Boy - Karg, Schuller, Fichelmann, Möller (61. Köster) - Mihajlovic (42. Reister).
TSV Stralsund: A. Gernetzki - Wedel, Röpke, Pompe, Scholz (61. Rieck) - Bergmann (65. Brockmann), Vit - Gurlt, Hartz, Niemann (61. Negash) - Kutz.
Tore: 1:0 Karg (15.), 2:0 Schuller (23.), 3:0 Möller (48.), 4:0 Löhning (51.), 5:0 Bartelt (65./Foulelfmeter), 6:0 Karg (71.), 7:0 Reister (81.), 8:0 Karg (84.).
Schiedsrichter: Hannes Ventzke (Ventschow).
Zuschauer: 113.

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