05. Februar 2019 / 13:49 Uhr

Mike Kutzner schmeißt beim FSV Blau-Weiß Rheinsberg hin

Mike Kutzner schmeißt beim FSV Blau-Weiß Rheinsberg hin

Marius Böttcher
Mike Kutzner (obere Reihe, 2.v.r.) hat das Handtuch geworfen.
Mike Kutzner (obere Reihe, 2.v.r.) hat das Handtuch geworfen. © Verein
Anzeige

Kreisliga Ost Prignitz/Ruppin: Der Trainerfuchs kritisiert die Ignoranz einer Vielzahl von Spielern und verlässt den Verein.

Buzzer deine Meinung!
  • Fail
    -
    Fail
  • Läuft
    -
    Läuft
  • Krass
    -
    Krass
  • WTF
    -
    WTF
  • Kopf Hoch
    -
    Kopf Hoch
  • Peinlich
    -
    Peinlich
Anzeige

Paukenschlag in der Kreisliga Ost: Mike Kutzner ist nicht mehr Trainer bei den Fußballern des FSV Blau-Weiß 90 Rheinsberg. Bereits in der vorigen Woche informierte der Trainerfuchs die Vereinsführung darüber, die Entscheidung sei jedoch schon zwischen Weihnachten und Neujahr gereift. „Ich will klarstellen, dass mein Handeln nichts mit dem Verein Blau-Weiß Rheinsberg zu tun hat“, sagte Kutzner, der einzig und allein von der Mannschaft enttäuscht ist: „Diese Ignoranz einer Vielzahl von Spielern gegenüber Leuten, die ehrenamtlich unglaublich viel investieren, stimmt mich traurig. Fußball ist ein Mannschaftssport und wenn der Spaß nicht mehr gegeben ist, dann läuft was falsch.“

Das sind die wichtigsten Wintertransfers Brandenburgs 2018/19

Die Sportbuzzer-Wechselbörse Zur Galerie
Die Sportbuzzer-Wechselbörse ©
Anzeige

2014 übernahm Kutzner das Traineramt beim FSV und formte in den letzten fast fünf Jahren „aus einem Scherbenhaufen eine Truppe“. Vor allem in der Hinrunde der aktuellen Saison ging es in Rheinsberg bergauf – mit 17 Punkten stehen die Blau-Weißen auf einem soliden sechsten Platz. Zudem steht Thaer Damir, einer von mehreren Geflüchteten, die sich unter der Leitung Kutzners toll ins Gefüge integrierten, mit 16 Treffern auf Platz zwei der Torjägerliste. Nun aber steht der Verein urplötzlich ohne Trainer da. „Mir fehlt ganz einfach der letzte Wille bei den Spielern, niemand will sich mehr quälen. Es ist keine Leidenschaft, keine Mentalität mehr zu erkennen“, zieht der Coach einen Vergleich mit dem Rücktritt von Olaf Otte beim Oberhavel-Kreisoberligisten FV Liebenwalde. Dieser übte ebenfalls Kritik an der „heutigen Generation von Amateurfußballern“.

Wer in der Rückrunde das Zepter an der Seitenlinie in Rheinsberg in der Hand hat, ist noch nicht bekannt. „Wie gesagt, ich verlasse den Verein nicht im Groll, habe tolle Leute kennenlernen dürfen. Zudem wünsche ich Blau-Weiß die nötigen Punkte, um den Klassenerhalt perfekt zu machen“, so Kutzner.

Die aktuellen TOP-THEMEN

Mehr Fußball aus der Region

Mehr Fußball vom Sportbuzzer

Anzeige
Sport aus Brandenburg
Sport aus aller Welt