Dynamos Sport-Geschäftsführer Ralf Minge möchte keinen Leistungsträger mehr abgeben.  Dynamos Sport-Geschäftsführer Ralf Minge möchte keinen Leistungsträger mehr abgeben.  ©
Dynamos Sport-Geschäftsführer Ralf Minge möchte keinen Leistungsträger mehr abgeben. 

Minge blockt Anfrage für Duljevic ab – Bosnier bleibt bei Dynamo

Verteidiger Noah Awassi kann den Verein verlassen / Zukunft von Andreas Lambertz noch offen 

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Marbella. Der Finne Eero Markkanen wird nach seiner Arbeitsverweigerung nicht mehr für Dynamo spielen. Ersatz für den Angreifer oder einen anderen Neuzugang wird es in der Winterpause aber wahrscheinlich nicht mehr geben. „Im Moment sind die Aussichten sehr gering“, sagte Sport-Geschäftsführer Ralf Minge am Mittwoch im Trainingslager. Die vergleichsweise entspannte Situation im „Lazarett“ – derzeit hat abgesehen von den Langzeitverletzten nur Marvin Schwäbe leichte Knieprobleme –, ist nur ein Grund dafür.

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Wintertransfers hätten „eine hohe Sensibilität“, bekräftigte Minge nicht zum ersten Mal. Ein neuer Spieler müsse nicht nur sportlich und finanziell passen, sondern auch charakterlich. Bei Markkanen habe man nach Pascal Testroets Ausfall schnell handeln, „eine Abkürzung nehmen“ müssen: „Die sportlichen Vorzeichen waren gut, aber wir haben gesehen: Es gehört mehr dazu.“ Nur selten habe man so ein Glück wie beispielsweise bei Philip Heise, der einst auch im Winter kam, aber schon länger mit dem Verein in Kontakt gestanden hatte. Ein Umstand, der auch für Marcel Franke gilt, der nicht erst im Dezember mit Dynamo wieder in Verbindung kam. Er ist als Rückkehrer mit Wurzeln in Dresden sowieso ein Sonderfall, wusste genau, worauf er sich bei Dynamo einlässt. Bei Franke ist Minge auch sehr zuversichtlich, dass sich die Leihgabe aus Norwich anders als der Finne sehr schnell integriert. „Das bei Marcel war eine glückliche Situation, dass das auch so frühzeitig klar war“, ergänzte Minge.

Keine Abgänge außer Markkanen und Awassi

Bei Dynamo nicht geschafft hat es außer Markkanen auch Noah Awassi. Der junge Innenverteidiger, der letztes Jahr noch in Marbella dabei war, soll abgegeben werden. Der 19-Jährige (Vertrag bis Sommer) trainiert derzeit bei Rot-Weiss Essen zur Probe, könnte bei ernstem Interesse von RWE auch sofort gehen. Minge betonte: „Wir werden ihm keine Steine in den Weg legen.“ Vom 17 Jahre alten Kevin Ehlers, der diesmal in Spanien dabei ist, erhoffe man sich für die nächsten Jahre mehr. Awassi habe seine Chance bekommen, sei auch in Marbella schon mitgewesen, doch es habe bei ihm für die 2. Bundesliga nicht gereicht. Er müsse jetzt anderswo so hochklassig wie möglich spielen: „Es bringt nichts, jemanden am ausgestreckten Arm verhungern zu lassen.“

Haris Duljevic (r.) im Testspiel gegen den Bremer Boubacar Barry. Hinten läuft Philip Heise. Haris Duljevic (r.) im Testspiel gegen den Bremer Boubacar Barry. Hinten läuft Philip Heise. © Jochen Leimert

Außer Markkanen und Awassi werde es aber keine Abgänge mehr bis zum Sommer geben. Gerüchte, wonach der Hamburger SV die Fühler nach Haris Duljevic ausgestreckt haben soll, wollte Minge nicht dementieren: „Wir waren mit Haris über Brano Arsenovic auch im Urlaub im Austausch. Es ist klar, dass er mit seinen Leistungen auf sich aufmerksam gemacht hat.“ Eine Anfrage habe es gegeben, „aber ganz konkret nicht“. Belastbares sei nicht gekommen, „auch weil wir von vornherein gesagt haben: Das ist für uns kein Thema – egal was da auf dem Tisch liegt“. Duljevic tue es gut, wenn er bei Dynamo bleibt: „Er hat im Sommer keine Vorbereitung gehabt. Er hat zuvor in der bosnischen Liga gespielt, wo er freischaffender Künstler war.“ Allein taktisch müsse er noch einiges lernen.

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Gespräche mit den Spielern werden an der Costa del Sol aber allemal geführt: „Hier hat man die Zeit, hier hat man die Ruhe. Sicherlich kreuzt der eine oder andere Berater hier auf, was Standard geworden ist wegen der Ballung an Profivereinen.“ Reden will Minge auch mit Andreas Lambertz über dessen Zukunft: „Das ist ja extrem komplex bei ihm.“ Dass Lambertz (Vertrag bis 30.6.) so lange wie möglich spielen wolle, hatte „Lumpi“ erst vor wenigen Tagen selbst erklärt. Doch Minge weiß nicht, ob Lambertz der Familie wegen schon wieder nach Düsseldorf ziehen möchte, um beispielsweise dort in der U23 als Routinier Führungsaufgaben zu übernehmen. Er würde den 33-Jährigen wohl noch ein Jahr behalten, weil der ein echter Typ sei: „Er ist ja nicht selbstmordgefährdet, wenn er mal auf der Bank sitzt.“

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