17. Mai 2016 / 23:44 Uhr

Mit aufreibender Dramaturgie ins Leipziger-Cup-Finale

Mit aufreibender Dramaturgie ins Leipziger-Cup-Finale

Carsten Gottlieb
1. FC Lok Leipzig U15 schlägt Chemie Leipzigs U17 6:5 nach Elfmeterschießen im AKS USER-BEITRAG
1. FC Lok Leipzig U15 schlägt Chemie Leipzigs U17 6:5 nach Elfmeterschießen im AKS © M. Ulbricht
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1. FC Lok Leipzig U15 schlägt Chemie Leipzigs U17 6:5 nach Elfmeterschießen im AKS

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Leutzsch. In einem dramatisch verlaufenden Elfmeterschießen setzte sich die C1 des 1. FC Lok Leipzig im Pokalhalbfinale des B-Junioren Leipziger-Cups gegen die Gastgeber der BSG Chemie Leipzig im AKS mit 6:5 n.E. durch. Im Finale erwartet die U15 aus Probstheida nun die U17 von Eintracht Leipzig-Süd.

Wie schon in den letzten Partien der B2 aus Probstheida standen die U15-Junioren der Blau-Gelben auf dem Feld des AKS. Und der junge Jahrgang nahm von Anfang an das Heft des Handelns in die Hand und spielten sich schon in der Anfangsminuten erste Torchancen hervorragend heraus, deren beste aber am Pfosten endete. In der 30. Minute wurde eine Kombination über den rechten Flügel, die im ersten Versuch geblockt worden war, mit dem zweiten Versuch erfolgreich abgeschlossen.

Im Bestreben die frühe Entscheidung zu erzwingen, unterliefen den Blau-Gelben aber immer wieder zu leichte Ballverluste, die Chemie die Möglichkeiten eröffneten, für Entlastung zu sorgen. Vor allem mit Freistößen, die meist hoch in unseren Strafraum geschlagen wurden, erzeugte Chemie seinerseits viel Gefahr. Einer dieser Standards war auch der Höhepunkt der zweiten Halbzeit, als Chemie die Latte des Tors der Probstheidaer traf. Ab der 68. Minute bewegten die folgenden sieben Minuten das Spiel: In jeden Minute bekam ein Spieler der Probstheidaer die gelbe Karte, da eine Brustannahme als Handspiel wahrgenommen wurde.

Vier Minuten später bekam dieser Spieler beim Auswechseln die gelb-rote Karte, da er vermeintlich zu langsam das Feld verließ. Chemie nutzte diese numerische Überlegenheit in der 74. Minute zum Ausgleich, beraubte sich aber eine Minute später des Vorteils, weil auch ein Chemiker mit Gelb-Rot vom Platz mußte. Trainer Noack bemerkte dazu, dass er sich vom Schiedsrichter etwas mehr Fingerspitzengefühl gewünscht hätte, da zwei Platzverweise, die für aus seiner Sicht in einem Halbfinale vergleichsweise kleine Vergehen verteilt worden waren, zu sehr in die die Statik des Spiels engriffen. Die anschließende Verlängerung sah keine der beiden Mannschaften im Vorteil, so dass das Elfmeterschießen entscheiden mußte.

Vor der Kurve mit ca. 70 lautstarken Chemieanhängern verschossen die Blau-Gelben den ersten Versuch und die B1 von Chemie ging mit 2:0 in Front. Doch bei den folgenden fünf Schüssen blieben die U15 Spieler von Lok eiskalt und trafen. Da die Chemiker beim dritten und sechsten Schuss zu hoch zielten, zog die C1 des 1. FC Lok Leipzig unter großem Jubel der Eltern und mitgereisten Lok-Fans in das B-Juniorenfinale um den Leipziger-Cup am 11.06.2016 in Abtnaundorf ein.

Insgesamt empfand Trainer T. Noack das Weiterkommen als hochverdient und unnötig spannend. Die im Chemie-Bericht beschriebenen Vorteile für den Gastgeber habe er nur in ihrer kurzen Überzahlphase gesehen, könne aber ansonsten jene Darstellung mittragen. Er sei sehr stolz auf seine Mannschaft und ihre Mentalität, die diesen Finaleinzug ermöglichte.

Der Spielbericht aus Sicht der BSG Chemie ist hier nachzulesen.

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