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Mit Dotchev soll’s aufwärtsgehen

Hansa stellt neuen Trainer vor. Der 51-Jährige soll ein schlagkräftiges Team formen und bis 2019 in die 2. Liga aufsteigen.

Pavel Dotchev kam gestern Nachmittag gut gelaunt ins Ostseestadion. Braun gebrannt und im sommerlichen Outfit mit himmelblauem Hemd, grauer Stoffhose und dunkelblauen Slippern stellte der neue Cheftrainer des FC Hansa Rostock sich und seine Ambitionen vor.

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„Ich weiß, dass die Erwartungen sehr groß sind, aber das motiviert mich noch mehr, hier eine erfolgshungrige Mannschaft mit Siegermentalität zu formen, die jedes Spiel für sich entscheiden will“, sagte der 51-Jährige. „Ich möchte keine großen Sprüche klopfen, aber wir haben Ansprüche und möchten erfolgreich sein.“

Sechs Tage nachdem Hansa Trainer Christian Brand beurlaubt hatte, begründete Sportchef René Schneider, warum die Wahl auf Dotchev fiel: „Auf mehreren langjährigen Stationen hat er nachhaltige Arbeit geleistet. Dabei gelang ihm auch bereits zweimal der Aufstieg in die 2. Bundesliga. Damit passt er perfekt in unser Anforderungsprofil.“ Schneider machte keinen Hehl daraus, dass es neben Dotchev vier weitere Kandidaten gegeben habe. Einer war Karsten Neitzel, Ex-Coach von Holstein Kiel (die OZ berichtete).

Dotchevs Ziel in Rostock ist klar definiert. „Spätestens 2019, gern schon früher“ (René Schneider) wollen die Hanseaten die Rückkehr in die finanziell deutlich lukrativere 2. Bundesliga feiern.

Der Vertrauensbonus für den in Sofia geborenen Bulgaren mit deutschem Pass ist gewaltig. So groß, dass er mit einem Zweijahresvertrag bis 30. Juni 2019 ausgestattet wurde. So lange wird auch Christian Brand auf Hansas Gehaltsliste stehen, sollte es nicht zum angestrebten Vergleich und der Zahlung einer Abfindung kommen.

Dotchevs Ära als Hansa-Trainer wird auf der Tribüne beginnen. Das Drittliga-Finale beim Chemnitzer FC (heute, 13.30 Uhr/Liveticker auf dem SPORTBUZZER) und das Endspiel um den Landespokal am kommenden Donnerstag gegen den MSV Pampow in Neustrelitz wird er nicht von der Trainerbank, sondern vom Spielfeldrand aus beobachten. Er glaube, dass es motivierend wirken könne, wenn der neue Cheftrainer zuschaut. Nach einem Telefonat mit Christian Brand will der Trainer „viele Gespräche mit vielen Spielern“ führen. Dabei wird er auch mit Profis verhandeln, die beim FC Hansa bereits verabschiedet worden sind. „Es ist alles denkbar“, sagte der Fußballlehrer, der vor allem auf erfolgsorientierte, hungrige Spieler setzt, die zwei, drei Jahre zusammenbleiben sollen. „Ich brauche motivierte Leute, die etwas erreichen wollen, bei denen ich eher gegensteuern muss und keine, die in Rostock lecker Fisch essen wollen.“

Wie es mit den Co-Trainern Uwe Ehlers und Stefan Karow weitergehen wird, ließ der neue Coach offen. „Wir machen erst mal so weiter, und wenn es passt, dann wird es so bleiben.“ Drei Monate nach seinem Rückzug beim FC Erzgebirge Aue wird Dotchev nun nach Rostock umziehen. Seine Frau wird in Paderborn bleiben.

Während für Dotchev beim Spiel in Chemnitz die Arbeit beginnt, endet sie für CFC-Trainer Sven Köhler. Der Vertrag des 51-Jährigen beim mit schweren finanziellen Problemen kämpfenden Verein endet am Saisonende und wird nicht verlängert.

Region/Mecklenburg Vorpommern F.C. Hansa Rostock (Herren) F.C. Hansa Rostock Chemnitzer FC F.C. Hansa Rostock (Herren) Chemnitzer FC (Herren) Chemnitzer FC-F.C. Hansa Rostock (20/05/2017 15:30) 3. Liga
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