10. November 2018 / 08:00 Uhr

Mit Raute nur gegen die Roten: Diesmal ging’s für den VfL Wolfsburg nicht auf

Mit Raute nur gegen die Roten: Diesmal ging’s für den VfL Wolfsburg nicht auf

Andreas Pahlmann
Der VfL Wolfsburg muss den Gegentreffer zum 0:1 hinnehmen.
Der Plan der "Wölfe" ging dieses Mal nicht auf. © imago/regios24
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Mit Yunus Malli in der Startelf und mit Offensiv-Feuerwerk nach der Pause: Der VfL Wolfsburg verliert das Niedersachsen-Derby mit 1:2.

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Die Flutlicht-Serie im Niedersachsen-Derby ist gerissen, der VfL hat zum ersten Mal seit sechs Jahren wieder ein Abendspiel gegen Hannover 96 verloren. Dass das 1:2 (0:1) einer überaus unterhaltsamen Partie entsprang, war für den Wolfsburger Fußball-Bundesligisten kein Trost. Linton Maina und Ihlas Bebou trafen vor 35.800 Zuschauern.

Nicht aufgegangen: Malli für Mehmedi

Taktisch agierte der VfL wie zehn Tage zuvor beim 2:0-Sieg im DFB-Pokal an gleicher Stelle. Weil Admir Mehmedi – vor eineinhalb Wochen noch Torschütze und „Man of the Match“ – mit Wadenproblemen seitdem ausfällt, durfte diesmal Yunus Malli ran. Er agierte als Zehner der Mittelfeld-Raute. Für den türkischen Nationalspieler war es erst der dritte Startelf-Einsatz in dieser Saison.

Denn die Raute, von Trainer Bruno Labbadia in Freundschaftspartien immer mal wieder getestet, kam in dieser Saison beim VfL bisher nur in den Spielen gegen Hannover zum Pflichtspiel-Einsatz – und nur in diesem System kann Malli seine Stärken hinter zwei Spitzen einbringen. Labbadia: „Wir haben uns für Malli und für das System entschieden, weil Yunus die Spitzen gut einsetzen kann und wir mit der Dreierkette dahinter auch stabiler stehen.“

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Wäre Mehmedi fit gewesen, hätte Malli wieder die Bank gedroht – kein Wunder, dass bereits über seine Zukunft spekuliert wird, ein Winter-Transfer scheint möglich. Schon vor der Saison soll es Anfragen aus England, der Türkei und Spanien gegeben haben – die festgeschriebene Ablöse von 40 Millionen Euro (!) dürfte aber abschreckend gewirkt haben. Onkel und Berater Ilhan Malli deutete damals allerdings gegenüber dem SPORTBUZZER schon an: „Wir werden schauen, was passiert...“

Fast-Tor durch Malli - Arnolds Urteil

Und es wäre am Freitagabend fast eine Menge passiert – denn ausgerechnet Malli erzielte die vermeintliche VfL-Führung, die aber den Videobeweis nicht überlebte – Yannick Gerhardt hatte den Ball zuvor mir der Hand gespielt. So gab’s dann den Halbzeit-Rückstand, zwei Auswechslungen – und eine Rückkehr zum 4-3-3, in dem Malli in zentraler Mittelfeld-Position mit seinen Nebenleuten ein Offensiv-Feuerwerk abbrannte, das dummerweise von zwei Elfmetern unterbrochen wurde, je einem auf jeder Seite.

Davor und danach vergab der VfL Chancen, die für mindestens zwei Siege hätten reichen müssen, und so stand am Ende die Erkenntnis: Ob mit oder ohne Raute – gegen die Roten ging’s für den VfL diesmal nicht auf. Warum nicht? VfL-Mittelfeldmann Maximilian Arnold hatte eine ziemlich präzise Antwort: „Erst haben wir zu viele individuelle Fehler gemacht und Hannover eingeladen, dann haben wir in der zweiten Halbzeit einfach unsere Chancen nicht genutzt.“

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