06. Juli 2018 / 16:41 Uhr

Mit sieben Neuen: Platz vier wäre „ein Traum" für den TuS Harenberg

Mit sieben Neuen: Platz vier wäre „ein Traum" für den TuS Harenberg

Jens Niggemeyer
Die Spieler besprechen die letzten Anweisungen vor dem Start in die neue Saison.
Die Spieler besprechen die letzten Anweisungen vor dem Start in die neue Saison. © Paul Berten
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In der Nachbetrachtung der abgelaufenen Saison hat Trainer Biank zwei Baustellen ausgemacht: Zum einen die Anfälligkeit der Defensive, zum anderen der zu schmale Kader. An beiden Problemen wurde gearbeitet. Und auch  die Torhüterfrage wurde kreativ gelöst.

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Nach Rang fünf in der Premieren-Saison als Fußball-Bezirksligist hat Bernd Biank für das zweite Jahr vor allem zwei Ziele: „Wir wissen nicht genau, was auf uns zukommt, weil einige neue Gegner dabei sind“, sagt der Coach des Tus Harenberg.

„Deshalb ist unser primäres Ziel der Klassenerhalt.“ Die zweite Vorgabe jedoch zeigt, dass Biank seiner Mannschaft einiges zutraut: „Wir gehen in jedes Spiel mit der Absicht, das Ding auch zu gewinnen.“ Und weil es ja immer den Wunsch und Plan gibt, sich zu verbessern, fügt der Trainer noch hinzu: „Platz vier wäre ein Traum.“

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Breiterer Kader steht zur Verfügung

Die personellen Voraussetzungen dafür sieht Biank als gegeben an: „Wir haben jetzt einen größeren und qualitativ besseren Kader als im letzten Jahr.“ Es gebe dadurch einen härteren und leistungsfördernden Konkurrenzkampf - und er habe deutlich mehr Optionen. 

„Außerdem sind wir diesmal für mögliche englische Wochen besser gerüstet.“ Diese Lehren habe er aus der Vorsaison gezogen: „Eigentlich bin ich ja eher für einen kleinen Kader, aber die Belastungen in der letzten Saison waren schon heftig.“

Zwei Abgänge, Sieben Neue

Den Abgängen von Keeper Armin Tvrtkovic (TSV Pattensen) und Mittelfeldspieler Amir Hossein Haji Morad (FC Lehrte) stehe insgesamt sieben „Neue“ gegenüber:

Steffen Hauk (TuS Garbsen), Richard Becker (vereinslos) und Frank Faber (SC Lohnde 96), die beiden Rückkehrer Tufan Akcar (VfB Wülfel) und Muhammed-Ali Gökcay (BV Werder Hannover) sowie die Youngster Henry Schlonsok und Nikolaj Braun (beide eigene A-Junioren) verpassen dem Kader nach Meinung von Biank noch mehr Qualität.

„Und mit den Langzeitverletzten Lukas Lichtenstein und Alexander Brandes kommen ja quasi noch zwei weitere Neuzugänge dazu“, freut sich Biank. Mit 25 Spielern habe der Kader eine imposante Stärke erreicht.

„Wir werden aber jeden brauchen“, prognostiziert Biank. „Und meine Aufgabe wird es sein, alle bei Laune zu halten. Da werden manchmal schwierige Entscheidungen zu treffen sein.“

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Kurioser Personalwechsel zwischen den Pfosten

Einziges Problem: Auf der Torwartposition gibt es eine etwas kuriose Rochade. Nachdem mit Armin Tvrtkovic die Nummer eins den Verein verlassen hat, soll mit Patrick Schulz künftig ein Feldspieler das Tor hüten.

„Er ist eigentlich Innenverteidiger, hat das aber vor fünf Jahren schon mal gemacht, und zwar gut“, sagt Biank. „Unser Torwarttrainer Marco Di Michele wird den Jungen entsprechend fit kriegen. Das haut schon hin.“

Der Coach glaubt sogar an einen positiven Nebeneffekt: „Die Jungs werden versuchen, unserem Keeper zu helfen, und sich bemühen, den Gegner so weit weg vom Tor fernzuhalten wie möglich“, erhofft sich Biank eine konzentriertere Defensivarbeit.

„Das ist schon auch Kopfsache: Wenn du weißt, hinter steht einer in der Kiste wie Armin, der auch schon mal Hundertprozentige wegfischt, spielst du manchmal sorgloser.“

Grundsätzlich sei er zuversichtlich: „Wir mussten Patrick auch nicht überreden. Er hat Talent dafür, macht das gern, stellt sich in den Dienst der Mannschaft.“ Und für den Notfall habe man mit Di Michele einen starken Ersatz. „Das klappt.“

Am Defensivverhalten haperte es

Insgesamt liege das Augenmerk ohnehin auf einer Optimierung der Arbeit gegen den Ball, auf einer besseren Balance zwischen Risiko und Absicherung.

„Wir haben einfach zu viele Gegentore bekommen. Wir müssen kompakter und geordneter, dürfen uns nicht mehr so einfach rauslocken und bei Kontern so leicht überrumpeln lassen.“

Deshalb baue er die Innenverteidigung um: „Neuer Abwehrchef wird Pascal Biank, denn er weiß, wie man den Laden zusammenhält und führt. Daneben können zum Beispiel Steffen Hauk, Tufan Akcar, Frank Faber oder Marc Heidorn spielen. Wir haben da fünf, sechs Optionen.“

Er sei überzeugt davon, dass als Ergebnis weniger „Einschläge“ zu verzeichnen sein werden. Die Schießbude werde geschlossen. Vorne allerdings soll es weiterhin kräftig knallen: „In der Offensive haben wir einfach extrem viele Optionen, sind sehr flexibel und einfach immer für mehrere Tore gut.“

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Kürzere Auswärtsfahrten

Und mit kreativen Kickern wie Richard Becker und Henry Schlonsok habe die Abteilung Attacke noch an Klasse und Esprit gewonnen. Das Angriffsspiel gelte es, weiter zu verfeinern. „Vor allem müssen wir unsere Chancenverwertung verbessern. Da hat die Mannschaft noch viel zu viel liegen gelassen.“

Taktisch werde sich nicht viel ändern. „Wir haben ein, zwei Systeme, die gut zu den Jungs passen. In denen fühlen sie sich wohl.“

Wie die neue Konkurrenz in der Liga einzuschätzen sei, wisse er noch nicht. Teams wie TuS Davenstedt, TSV Stelingen, MTV Ilten, den TSV Godshorn und den FC Stern Misburg schätze er stark ein, „aber wahrscheinlich müssen wir erst mal sechs, sieben Spieltage abwarten – und dann schauen wir mal“, so Biank.

„Dann wird sich ein erstes Bild ergeben, wer wie stark einzuschätzen ist.“ Positiv sei aber auf jeden Fall eines: „Von den Fahrten her wird es eine viel angenehmere Saison.“

Folgende Testspiele sind geplant:

Samstag, 14. Juli, ab 13 beim SC Hemmingen-Westerfeld
Sonntag, 15. Juli, gegen die eigene zweite Mannschaft
Sonntag, 22. Juli, ab 13 Uhr beim SV Victoria Lauenau

„Und das Bezirkspokalspiel am Sonntag, 29. Juli, gegen den TSV Barsinghausen zähle ich auch noch dazu", so Biank.

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