19. April 2018 / 21:47 Uhr

Mitgliederversammlung: Vorstand und Aufsichtsrat von Hannover 96 nicht entlastet

Mitgliederversammlung: Vorstand und Aufsichtsrat von Hannover 96 nicht entlastet

Redaktion Sportbuzzer
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Uwe Krause neben 96-Clubchef Martin Kind.
Vorstand Uwe Krause steht neben 96-Clubchef Martin Kind bei der Mitgliederversammlung. © dpa
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Überraschende Entwicklung bei der Jahreshauptversammlung von Hannover 96. Die Mitglieder verweigern Vorstand und den Aufsichtsrat die Entlastung.

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Niederlage für 96-Präsident Martin Kind. Die Mitgliederversammlung hat den Vorstand und den Aufsichtsrat von Hannover 96 überraschend nicht entlastet. 

Die Entscheidungen fielen knapp aus und mussten ausgezählt werden: Nur 543 Mitglieder wollten den Vorstand entlasten, 548 nicht. Beim Aufsichtsrat stimmten 554 Mitglieder gegen die Entlastung, 533 dafür.

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Das heißt vereinfacht: Die Mitglieder behalten sich vor, Schadensersatz vom Vorstand und Aufsichtsrat zu verlangen. Der Vorstand kann weiterarbeiten. Die Mitgliederversammlung vertraut den beiden Gremien nicht.

Bei der Aussprache war es zuvor zu heftigen inhaltlichen Auseinandersetzungen gekommen. Unter anderem ging es um den geplanten Übernahme-Antrag von Kind. Der 96-Boss will für die Anteile an der Management GmbH 12.750 Euro zahlen - zu wenig aus Sicht der Opposition. "Ich kann nicht empfehlen, den Vorstand zu entlasten", sagte 96-Aufsichtsrat Ralf Nestler, der zu den Kind-Gegner zählt. Er zitierte aus einem Wirtschaftsgutachten von Baker Tilly, wonach die Anteile einen Wert von zehn Millionen Euro haben.

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Mehr noch: Nestler bezichtigte Vorstandsmitglied Uwe Krause der Lüge: "Herr Krause hat bewusst nicht die Wahrheit gesagt. Der Aufsichtsrat ist nicht informiert. Und das kann nicht sein." Krause hatte zuvor gesagt, dass der Aufsichtsrat den Antrag auf Ausnahmegenehmigung von der 50+1-Regel nicht habe sehen wollen.

Versammlungsleiter Helmut Hartung warf Nestler ebenfalls vor, nicht mit richtigen Fakten zu arbeiten. "Das Landgericht hat entschieden, dass das Gutachten von Baker Tilly nicht aussagekräftig ist. Sie sind Jurist und ich kann nicht verstehen, wie sie die Versammlung vorsätzlich desinformieren."

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