André Sommerfeld (am Ball) Mörsen-Scharrendorf Eine Szene mit Symbolcharakter: Mörsens André Sommerfeld kommt zu Abschluss, doch trifft das Tor nicht. © Udo Meissner
André Sommerfeld (am Ball) Mörsen-Scharrendorf

Mörsens Abschied vom Aufstieg

Kreisligist verliert unglücklich mit 1:2 gegen den TuS Kirchdorf und weist nun sieben Zähler Rückstand auf die Spitze auf

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Ratlosigkeit herrschte bei den Fußballern des SV Mörsen-Scharrendorf nach der 1:2 (0:1)-Pleite im Kreisliga-Spitzenspiel gegen den TuS Kirchdorf. Denn wie die Gastgeber auftraten, stimmte. Sie boten den mehr als 100 Zuschauern ein ansehnliches Spiel, erarbeiteten sich Chancen auf jede erdenkliche Weise: Querpässe, Flanken, Standards, Dribblings, hie und da auch mal ein langer, hoher Ball. Alle Mühen blieben jedoch vergeblich. Die Querpässe, eigentlich punktgenau gespielt, fanden keinen Abnehmer. Die Kopfbälle, etwa von Amadeus Stucke in den Winkel platziert, fischte TuS-Keeper Fabian Ackermann noch aus der Luft. „Wir haben gekämpft, geackert – aber uns nicht belohnt“, meinte der ernüchterte SVMS-Coach Friedhelm Famulla nach der Partie.

Und die Kirchdorfer? Die waren eigentlich abgemeldet, überließen den Mörsenern weitgehend das Feld. Vielleicht waren sie auch etwas verdutzt ob des druckvollen Spiels des Rivalen. Dennoch waren sie es, die ohne eine wirkliche Chance den Führungstreffer erzielten. Als Möglichkeit wäre höchstens Daniel Picksmeiers Freistoß aus 40 Metern anzuführen, den SVMS-Schlussmann Hendrik Neumann noch über die Latte lenkte (23.). Es war dann die Unachtsamkeit der
Hausherren, die zum 0:1 führte: Einen flapsigen Rückpass konnte Neumann gar nicht mehr gegen den heraneilenden Laurids Breuer klären, warf sich also dazwischen – und fällte den Angreifer. Das bedeutete die Gelbe Karte und Strafstoß, den Christoph Albers problemlos verwandelte (36.).

Auch im zweiten Durchgang mühten sich die Hausherren redlich, verbuchten bereits in der 46. Minute die erste Chance. Und wieder aus dem Nichts mussten sie das 0:2 hinnehmen. Den ersten Schuss parierte SVMS-Keeper Neumann noch, musste sich aber im Nachgang nach Querpass und Schuss von Albers geschlagen geben (73.). Im Gegenzug bäumten sich die Mörsener noch einmal auf. Als Kirchdorfs Tim Nachtigall nach verlorenem Zweikampf am eigenen Strafraum gerade wieder aufstand und mit seinen Kollegen Foulspiel reklamierte, schaltete Mirsad Stublla schnell – denn der Pfiff blieb aus. Er schnappte sich das Spielgerät und zog aus 16 Metern ab, das 1:2 (76.). In der Schlussphase drängten die Gastgeber noch einmal auf den Ausgleich und ermöglichten den Kirchdorfern so auch noch Konterchancen, Tore fielen aber nicht mehr.

„Das war‘s“, sagte Famulla mit Blick auf den Aufstiegskampf. Sieben Punkte, die der TuS Kirchdorf nun Vorsprung auf seine Mannschaft hat, dürften in sechs
verbleibenden Spielen kaum aufzuholen sein. „Wir sind jetzt schon geknickt. Wir waren die bessere Truppe und haben so viele Chancen nicht genutzt“, gab er nach der unglücklichen Niederlage zu. Die Gesamtsituation sei dennoch zufriedenstellend, denn die Mannschaft stehe noch immer besser da, als zu Saisonbeginn gedacht: „Wir beißen uns weiter durch und wollen unter die besten fünf Teams kommen. Das Ziel ist so gut wie erfüllt.“ Dass die Mörsener noch auf besagten fünften Platz abrutschen, scheint in der aktuellen Situation unwahrscheinlich. Zehn Punkte Vorsprung haben sie auf den TV Neuenkirchen, der diese Position derzeit belegt. Als Verfolger gilt nur der TSV Weyhe-Lahausen, der mit drei Punkten Rückstand auf Rang vier lauert.

Region/Bremen Bezirk Hannover Kreis Diepholz SV Mörsen-Scharrendorf-TUS Kirchdorf (13/04/2017 21:30) SV Mörsen-Scharrendorf (Herren) TUS Kirchdorf (Herren)

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