11. Juni 2018 / 15:27 Uhr

Mörsens Frauen feiern die Double-Party

Mörsens Frauen feiern die Double-Party

Thorin Mentrup
Jubel über den Pokalsieg: Die SG Mörsen-Scharrendorf feierte in Neuenkirchen den zweiten Titel der Saison.
Jubel über den Pokalsieg: Die SG Mörsen-Scharrendorf feierte in Neuenkirchen den zweiten Titel der Saison. © Thorin Mentrup
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Nach der Meisterschaft gewinnt das Team auch den Kreispokal

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Was sehr einseitig begann, entwickelte sich am Ende doch noch zu einem wahren Pokalkrimi – und dank der späten Treffer von Laura Nobis und von Johanna Wilkens jubelte die SG Mörsen-Scharrendorf über eine perfekte Saison: Nach der Meisterschaft in der Fußball-Kreisliga gewann das Team von Trainer Martin Nobis auch den Kreispokal und holte aufgrund des 4:2 (2:0)-Erfolges über die SG Bruchhausen-Vilsen/Martfeld das Double.

      

Als Laura Nobis in der 89. Minute das 3:2 markierte, gab es auf der Mörsener Bank kein Halten mehr. Alle Spielerinnen stürmten zur Angreiferin, die die Hände vor dem Gesicht zusammenschlug, zu Boden sank und ihre Freude herausschrie. Ihr Tor war das entscheidende in einem in der zweiten Hälfte packenden Finale, das aus Mörsener Sicht nie und nimmer so spannend hätte werden dürfen. „Ich stand kurz vor dem Herzstillstand“, sagte der sichtlich aufgewühlte Martin Nobis kurz nach dem Schlusspfiff.

      

In der ersten Hälfte hatte nur der Meister gespielt und lag durch den verwandelten Foulelfmeter Jana Scharrelmanns, nachdem Johann Wilkens von Verena Hasselmann zu Fall gebracht worden war (6.), sowie den Treffer Wilkens‘ nach Vorarbeit von Jule Zender bereits nach zwölf Minuten scheinbar sicher mit 2:0 in Front. Alles lief auf einen Mörsener Kantersieg hinaus. Bruchhausen-Vilsen/Martfeld fand zunächst überhaupt nicht ins Spiel und hatte große Probleme mit der Offensivabteilung des Meisters. Vor allem Jasmin Hake und Wilkens wirbelten die Vilser Defensive immer wieder durcheinander. Der dritte Treffer schien nur eine Frage der Zeit zu sein. Am nächsten kamen ihm Laura Nobis und
Emma Beckmann, die jeweils am Pfosten scheiterten.

      

Die Aufholjagd beginnt

      

Ein erstes offensives Lebenszeichen der Vilserinnen sandte Julia Maier, als sie mit einem Fernschuss Jasmin Reinhardt im Mörsener Tor prüfte (57.). Dass dieser Versuch die Aufholjagd des bis dato deutlich unterlegenen Kreisliga-Vierten einläutete, das hatten wohl nur wenige erwartet. „Die Mädels haben einen unglaublichen Kampfgeist“, lobte Vilsens Coach Wilm Schenk seine Elf, die plötzlich Morgenluft schnupperte: Ronja Sudmeyer machte die Partie mit dem Anschlusstreffer wieder spannend (59.).

      

Auf einmal wackelten die Mörsenerinnen, weil sie es weiter versäumten, das dritte Tor nachzulegen. So scheiterte Jasmin Hake an Natalie Lohmann (64.). Auf der anderen Seite markierte Heinke-Sarah Pohl mit einer wahren Willensleistung das 2:2 (70.). Auf einmal stand das Pokalfinale Spitz auf Knopf. Vilsen wurde immer mutiger, musste aber stets auf der Hut sein vor Mörsens Offensivqualität. Denn die besseren Möglichkeiten hatte weiter der Favorit: Nach Hakes Solo verpasste Nobis in der Mitte die Hereingabe um Zentimeter (71.), dann verpasste Scharrelmann das 3:2 nur knapp (83.). Erst Nobis erlöste ihre Mannschaft: Nach starker Wilkens-Vorarbeit ließ sie gleich zwei Gegenspielerinnen ins Leere laufen und schloss flach und ganz überlegt ab (89.).

      

Der Jubel war gerade erst verklungen, da brandete er ein weiteres Mal und noch lauter auf, als Emma Beckmann nach einem langen Ball der entblößten Vilser Abwehr davonlief und zu Wilkens querlegte, die das 4:2 markierte – das furiose Finale eines packenden Endspiels, das besonders den Mörsenerinnen noch lange in Erinnerung bleiben wird: „Wir haben den Titel verteidigt und das Double geholt. Das ist das perfekte Ende der Saison. Wir haben einfach eine gute Truppe“, freute sich Martin Nobis, nachdem er die Mörsen-Fahne im Kreise seiner Spielerinnen geschwenkt hatte, die ihre Botschaft laut in den vorabendlichen Neuenkirchener Himmel herausriefen: „Die Nummer eins im Kreis sind wir!“

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