11. September 2018 / 18:05 Uhr

Die Motoballer des 1. MSC Seelze jubeln: „Hammer. Wahnsinn. Unglaublich.“

Die Motoballer des 1. MSC Seelze jubeln: „Hammer. Wahnsinn. Unglaublich.“

Nicola Wehrbein
Die Meistermannschaft mit dem Pott: Spielertrainer Vygandas Zilius stemmt stolz die Trophäe in die Höhe.
Die Meistermannschaft mit dem Pott: Spielertrainer Vygandas Zilius stemmt stolz die Trophäe in die Höhe. © Nicola Wehrbein
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Es ist vollbracht: Der 1. MSC Seelze schlägt im Spitzenspiel der Motoball-Bundesliga Nord seinen ärgsten Verfolger, das sind die MSF Tornado Kiers­pe, mit 6:5 – und macht sein Meisterstück perfekt. Es ist bereits das vierte am Stück.

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Die Jubelschreie dürften weithin zu hören gewesen sein. Spielertrainer Vygandas Zilius stemmte stolz den Pokal in die Höhe, die Korken knallten. Und sogar einen Meisterkuchen gab es – allerdings ohne Kerzen, die waren irgendwo auf der Strecke geblieben. Doch das störte an diesem besonderen Tag niemanden im Seelzer Team.

​80 Minuten Kampf, Tempo, Emotionen

Dieses Top-Duell der punktgleichen Mannschaften bot Spannung, Kampf, Tempo und Emotionen pur über die gesamten 80 Minuten Spielzeit. Kevin Friedrich brachte die taktisch sehr diszipliniert agierenden Gäste in Front (2. Minute). Die Seelzer verzeichneten in der Anfangsphase nur drei Aluminiumtreffer. Es war wie verhext. Dovydas Zilius umkurvte schließlich die gesamte Tornado-Abwehr – ein fürwahr klasse Tänzchen auf der Maschine – und erzielte den Ausgleich (13.).

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Im zweiten Abschnitt sorgte Vygandas Zilius für das 2:1 (21.), Marcel Meier egalisierte postwendend (22.). Und es ging weiter hin und her. Die etwa 500 Zuschauer sahen ein intensives Spiel. Immer wieder krachten die Motorräder ineinander, einige Male hoben die Spieler bei diesen Zweikämpfen förmlich ab und landeten unsanft auf dem Boden. Verletzungen trug jedoch niemand davon. Stefan Schwarz (25.) und Vygandas Zilius (32.) trugen sich als nächste Spieler in die Torschützenliste ein. Friedrich verkürzte (34.), bevor Dovydas Zilius den 5:3-Halbzeitstand markierte (40.).

Ein Remis hätte dem Primus aus Seelze aufgrund der deutlich besseren Tordifferenz gereicht. Auch wenn der Vorsprung zur Pause nicht beruhigend war, so schien doch nicht mehr viel passieren zu können. Zumal Dovydas Zilius nach dem Seitenwechsel das 6:3 gelang (60.) – die vermeintliche Vorentscheidung.

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Aber die Gäste spielten auch noch mit. Und wie. Im finalen Viertel versuchten die Tornados mit allen Kräften, das Spiel doch noch zu drehen. Meier (68.) und Louis Heller (77.) überwanden den herausragenden Heim-Keeper Je­rome Hahne. Bei diesem 6:5 blieb es. Was für eine enge Kiste. Bei Spielschluss lagen sich Vygandas und Dovydas Zilius, Leon Bobbert, Schwarz, Jürgen Freter, Mario Zimmermann sowie die Torleute Hahne und Phil Stolte strahlend in den Armen.

​"Ich bin total happy."

Anschließend fuhr das starke Team die wohlverdiente meisterliche Ehrenrunde. Der Spielertrainer konnte sein Glück kaum in Worte fassen: „Hammer. Wahnsinn. Unglaublich. Ich bin total happy. Und stolz auf meine Mannschaft. Die Konkurrenz hat uns diese Saison höchstens einen Mittelfeldplatz zugetraut. Und jetzt das.“ Und vielleicht geht ja sogar noch mehr. Am 23. September geht es für den frisch gekürten Nordmeister in die Play-offs mit den Südligisten um die deutsche Meisterschaft. Der Gegner heißt dann entweder MSC Philippsburg oder MSC Comet Durmersheim.

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