10. September 2018 / 13:23 Uhr

Motorrad-Skandal: Rufe nach lebenslanger Sperre wegen Griff in Bremse

Motorrad-Skandal: Rufe nach lebenslanger Sperre wegen Griff in Bremse

Redaktion Sportbuzzer
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Romano Fenati steht nach einem böswilligen Manöver heftig in der Kritik
Romano Fenati steht nach einem böswilligen Manöver heftig in der Kritik © Getty/Twitter/Montage
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Aus Rache für ein geblocktes Überholmanöver greift Moto2-Pilot Romano Fenati seinem Kollegen Stefano Manzi bei voller Fahrt in die Bremse - und bekommt eine milde Strafe. Zahlreiche Motorrad-Stars fordern jetzt schärfere Konsequenzen für Fenati. Sein Team schmeißt ihn indes raus.

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Beim Moto2-Lauf der Motorrad-WM-Serie im italienischen Misano kommt es am Sonntag zu einem handfesten Skandal: Der Italiener Romano Fenati bringt seinen Landsmann Stefano Manzi in Lebensgefahr, indem er bei einem Duell auf der Gegengeraden in dessen Vorderradbremse greift - und das bei einer Geschwindigkeit von über 200 Stundenkilometern! Einzig Manzis schnelle Reaktion verhindert schlimmeres. Er kommt zwar ins Schlingern, kann sich aber stabilisieren.

Der Grund für das bösartige Manöver: Es soll wohl ein Racheakt für einen vorherigen Zweikampf gewesen sein. Dort hatte Manzi Fenati nicht passieren lassen, weswegen er ins Kiesbett ausweichen musste. Den Griff in die Bremse rechtfertigt das wohl lange nicht.

Fenati wurde daraufhin mit der schwarzen Flagge aus dem Rennen geholt. Die Rennleitung stufte den Zwischenfall als "verantwortungslose Fahrweise" ein. Die Strafe danach fiel allerdings äußerst niedrig aus: Nur zwei Rennen muss Fenati aussetzen.

Immerhin zog sein Team nach dem Vorfall Konsequenzen: Am Montag gaben die Marinelli Snipers bekannt, dass Fenati nicht mehr für sie fahren wird. "Mit extremem Bedauern müssen wir feststellen, dass seine unverantwortliche Handlung das Leben eines anderen Fahrers in Gefahr gebracht hat und in keinster Weise entschuldigt werden kann", heißt es in der Erklärung des Teams.

Kollegen reagieren empört auf milde Strafe

Zahlreiche Kollegen aus der Motorrad-Szene reagierten auf die milde Strafe mit Empörung: "Ich denke, er sollte nie wieder ein Motorrad-Rennen fahren dürfen. Er hätte zurück in die Garage gehen sollen und sein Team hätte ihn direkt durch die Hintertür werfen sollen", forderte unter anderem der britische Moto2-Star Cal Crutchlow, der hinzufügte:  "Das kann man einem anderen Fahrer nicht antun. Wir setzen unser Leben schon genug aufs Spiel."

Mick Schumacher fährt Runden im DTM-Mercedes auf dem Nürburgring.

Bizarre Pointe: Für die kommende Saison hatte Fenati bereits einen Vertrag bei Manzis Team Forward unterschrieben. Der Chef des dann bei Forward einsteigenden Teams MV Augusta erklärte jedoch auf Instagram, er werde "alles dagegen tun, das zu stoppen."

Bereits vor zwei Jahren hatte der 22-Jährige für Schlagzeilen gesorgt, als er während des Rennens in Spielberg (Österreich) von Valentino Rossi aus dem Moto3-Team geworfen wurde. Insider berichteten damals, dass es innerhalb des Teams zu Handgreiflichkeiten gekommen sei.


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