02. Dezember 2018 / 12:46 Uhr

Müller und Schubert sind Dynamo Dresdens Lichtblicke in der Selbstfindung

Müller und Schubert sind Dynamo Dresdens Lichtblicke in der Selbstfindung

dpa
Markus Schubert und Jannik Müller sind für das Spiel der SG Dynamo Dresden unverzichtbar
Markus Schubert und Jannik Müller sind für das Spiel der SG Dynamo Dresden unverzichtbar © © Dennis Hetzschold
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Der 24-jährige Abwehrspieler hat nach seiner langen Verletzungspause sofort wieder zu alter Stärke gefunden und ist eine wichtige Stütze für das Team von Trainer Maik Walpurgis. Eigengewächs Markus Schubert hat sich zur unumstrittenen Nummer Eins im Tor der Schwarz-gelben entwickelt. Gegen den FC St. Pauli hielt er den Punkt fest. 

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Hamburg. Seine Leidenszeit ist wieder vorbei. Nun kann Dynamo Dresdens Jannik Müller endlich wieder strahlen. „Ich bin einfach froh, dass ich wieder gesund bin und schmerzfrei Fußball spielen darf“, sagte der 24 Jahre alte Abwehrspieler des Fußball-Zweitligisten am Samstag nach dem 1:1 beim FC St. Pauli.

Drei Monate musste Müller aufgrund eines operativen Eingriffs am Sprunggelenk pausieren, konnte sich nach dem Trainerwechsel hin zu Maik Walpurgis überhaupt noch nicht präsentieren. Dennoch schenkte der Dynamo-Coach dem Innenverteidiger vergangene Woche gegen den FC Ingolstadt direkt von Beginn an das Vertrauen. Und Müller dankte es mit einer soliden Leistung. „Er ist ein unglaublich intelligenter Spieler auf der letzten Ebene, hat ein Näschen für Situationen. Das hat man im Training auch schon gesehen, dass er einfach ein unglaublich gutes Auge hat und dabei die Bälle und Situationen gut antizipiert“, sagte Walpurgis über seinen Schützling.

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FC St. Pauli - Dynamo Dresden 1:1 ©
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In seinem zweiten Spiel nach dem Comeback erzielte Müller in Hamburg seinen ersten Saisontreffer. Und der hätte nicht viel wichtiger sein können, denn es war der Ausgleich vier Minuten vor Ende der regulären Spielzeit. „Ich bin nur überaus glücklich, dass ich so schnell wieder spielen durfte. Auch einen riesen Dank an den Trainer, dass er mir das Vertrauen geschenkt hat“, sagte der 1, 87 Meter große Defensiv-Allrounder bescheiden. „Der soll mal die nächsten drei Wochen auch noch schöne Wochenenden haben, dann freuen wir uns alle“, meinte Walpurgis.

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Markus Schubert – Der 20-jährige Schlussmann verbrachte keinen angenehmen Nachmittag. Schon in der ersten Minute musste er Kinsombis Schuss entschärfen, dann verschätzte er sich bei Kinsombis hoher Flanke und Mühling konnte locker zum 0:1 einköpfen. Den Ball muss er aber haben, wenn er rauskommt. Kurz vor Schluss rettete er indes stark gegen Mörschel und verhinderte so das mögliche 0:3. Note: 4 Zur Galerie
Markus Schubert – Der 20-jährige Schlussmann verbrachte keinen angenehmen Nachmittag. Schon in der ersten Minute musste er Kinsombis Schuss entschärfen, dann verschätzte er sich bei Kinsombis hoher Flanke und Mühling konnte locker zum 0:1 einköpfen. Den Ball muss er aber haben, wenn er rauskommt. Kurz vor Schluss rettete er indes stark gegen Mörschel und verhinderte so das mögliche 0:3. Note: 4 ©

Die haben es in sich, denn mit Holstein Kiel, dem SC Paderborn und dem wiedererstarkten MSV Duisburg warten auf die Sachsen bis zur Winterpause nicht minder ambitionierte Teams. In dieser Phase, in der mit Kapitän Marco Hartmann und Linus Wahlqvist zwei Stammspieler ausfallen und in der Dynamo sich selbst ein wenig sucht, ist Rückkehrer Müller einer der Lichtblicke. Mit 22 Zählern finden sich die Sachsen im Mittelfeld der Tabelle wieder. Ein immer wiederkehrendes Problem treibt ihnen jedoch Sorgenfalten auf die Stirn: die ständige Unkonzentriertheit nach dem Wiederanpfiff für die zweite Halbzeit. Auf St. Pauli schlug sie sich nach 120 Sekunden letztlich sogar in einem Gegentreffer nieder.

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„Wenn wir wüssten, woran das liegt, hätten wir es schon abgestellt“, erklärte Torhüter Markus Schubert. Der 20-Jährige ist ein weiterer Lichtblick im Dynamo-Spiel, gehörte zum wiederholten Male zu den Besten seines Teams und rettete gegen St. Pauli in der Nachspielzeit den einen Punkt mit einer Glanztat. „Den habe ich ganz gut gehalten, aber dafür steht ja auch ein Torhüter da“, erklärte der Junioren-Nationalspieler cool. Sportgeschäftsführer Ralf Minge sagte ihm unlängst nach, er würde „Eiswürfel pinkeln“.

Schubert steht wohl ganz oben auf der Agenda des 58-Jährigen, denn der Vertrag des Torhüters läuft Ende der Saison aus, ein Spieler seiner Klasse ist heiß begehrt. Fünfmal blieb er in dieser Saison bereits ohne Gegentor, am kommenden Wochenende gegen Kiel soll das sechste folgen. „Da haben wir aus der letzten Saison noch eine Rechnung auf“, sagte Schubert. Im April verloren die Sachsen gegen die „Störche“ vor heimischer Kulisse mit 0:4.

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