12. März 2018 / 17:13 Uhr

Muss der VfL Wolfsburg wieder in die Relegation? Bazoer winkt ab

Muss der VfL Wolfsburg wieder in die Relegation? Bazoer winkt ab

Pascal Mäkelburg
Riechedly Bazoer
Er ist wieder gefragt: Lange hatte Riechedly Bazoer beim VfL Wolfsburg keine große Rolle gespielt, aber unter dem neuen Trainer Bruno Labbadia ist das anders.
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Unter Martin Schmidt noch gänzlich vergessen, bei Bruno Labbadia plötzlich Stammspieler: Wenn in der prekären Situation, in der sich der VfL befindet, überhaupt von Gewinnern nach dem Trainerwechsel gesprochen werden kann, dann ist Riechedly Bazoer ein solcher.

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Der Mittelfeldspieler des Wolfsburger Fußball-Bundesligisten hat die schlimmste Zeit seiner bisherigen Karriere überwunden und schickt sich an, seine Position in der ersten Elf zu verteidigen.

Es liegen deprimierende Monate hinter dem 21-Jährigen. Nach seinem Wechsel für 11,9 Millionen Euro von Ajax Amsterdam zum VfL im Winter 2017 gehörte er nach kurzer Eingewöhnungszeit zum festen Bestandteil im Mittelfeld – unter den VfL-Trainern Valérien Ismaël und Andries Jonker war er erste Wahl.
Doch als Jonker entlassen wurde, änderte sich Bazoers Situation schlagartig. Der damals neue Trainer Schmidt ließ den Niederländer links liegen. Gleich im ersten Spiel unter dem Schweizer stand der Nationalspieler (sechs Partien für die Elftal) nicht einmal im Kader. In den insgesamt 18 Bundesliga-Spielen unter Schmidt kam Bazoer gerade einmal auf 16 Einsatzminütchen. Auf eine Begründung für die Degradierung wartet er bis heute: „Der Coach hat mit mir nicht gesprochen.“ Diese sieben Monate taten Wolfsburgs Nummer 6 weh. „Ja, es war die schwerste Zeit in meiner bisherigen Laufbahn. Ich kannte es vorher gar nicht, nicht zu spielen.“

In der Winterpause gab es dann einige Wechselmöglichkeiten. Bazoer schlug sie aber aus. Weil er „ein Kämpfer ist und niemand, der aufgibt“. Kampfgeist, den Labbadia später honorierte. „Ich bin in der schwierigen Zeit stärker geworden“, sagt Bazoer. „Ich habe damals viele Erfahrungen gesammelt. Mir wurde deutlich, dass ich immer weiter hart trainieren und den Fokus hochhalten muss. Im Fußball geht alles manchmal so schnell. Irgendwann kommt schon meine Chance, dachte ich immer.“

Und sie kam tatsächlich! Wie es das Schicksal so wollte, fehlte mit Maximilian Arnold ausgerechnet ein Konkurrent auf Bazoers Position im ersten Spiel unter Labbadia Gelb-gesperrt. Der neue Trainer setzte anders als Schmidt auf das niederländische Talent. Selbst dann, als Arnold zurückkam. Am Samstag beim 0:3 bei 1899 Hoffenheim war er erste Wahl. „Ich war schon etwas überrascht, dass ich spielen durfte. Aber es war eine Bestätigung für meine harte Arbeit im Training. Ich bin Bruno Labbadia sehr dankbar dafür, dass er mir die Chance gibt.“

Seinen zurückerkämpften Stammplatz will Bazoer nicht mehr hergeben. Er verspricht, weiterhin Vollgas zu geben: „Ich bin mir sicher, dass wir nicht wieder in die Relegation müssen, wenn wir als Team zusammenhalten. Und davon bin ich überzeugt.“

Bilder vom Spiel des VfL Wolfsburg bei der TSG Hoffenheim (26. Spieltag)

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