22. Mai 2018 / 17:55 Uhr

Nach 28 Jahren: Dietmar Müller hängt Trainerjob an den Nagel

Nach 28 Jahren: Dietmar Müller hängt Trainerjob an den Nagel

Knut Hagedorn
An der Seitenlinie immer voll dabei: Dietmar Müller. 
An der Seitenlinie immer voll dabei: Dietmar Müller. 
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Kreisoberliga Oberhavel/Barnim: Oranienburger beendet mit Engagement in Zehlendorf auch seine lange Laufbahn an der Seitenlinie.

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Am 16. Juni endet eine Ära. Dietmar Müller wird dann nicht nur sein letztes Spiel an der Seitenlinie für seinen aktuellen Verein Post SV Zehlendorf in der Fußball-Kreisoberliga bestreiten, sondern gänzlich seine Trainertätigkeit beenden – nach 28 intensiven Jahren. Oranienburger FC Eintracht, SV Zehdenick, Birkenwerder BC, Falkenthaler Füchse und den FSV Germendorf trainierte der heute 63-jährige Oranienburger erfolgreich in den letzten zwei Jahrzehnten. Müller ist eine prägende Figur des Kreisfußballs.

Kretschmann wird Nachfolger

Wer Dietmar Müller einmal an der Seitenlinie als Trainer erlebt hat, der weiß, was pure Emotionen und Leidenschaft bewirken können. Müller pusht seine Mannschaften über 90 Minuten hinweg, zeigt dabei selbst immer vollsten Einsatz. Dennoch hat er für sich den Entschluss gefasst, nach acht Jahren nicht nur Post Zehlendorf am Saisonende zu verlassen, sondern gänzlich vom Trainerdasein Abschied zu nehmen. „Dieser Entschluss ist in den vergangenen Wochen in mir gereift. Aber noch befasse ich mich damit nicht, wir haben noch eine Aufgabe vor uns, wir wollen noch die Klasse halten“, so der 63-Jährige energisch. „Ich bin der Letzte, der aufgibt. Bis zum letzten Spieltag werden wir die Flamme am Lodern halten“, kündigt Müller selbstbewusst an.

Mit Kay Kretschmann, der aktuell noch im Team der Postler aktiv ist, steht Müllers Nachfolger bereits fest. „Ich denke, dass diese Wahl eine gute ist, Kay hat auch als Spieler die Mannschaft immer angeführt und war einer der Wortführer. Ich traue ihm auch die Trainerrolle absolut zu.“ Mit acht Jahren Amtszeit ist Müller der dienstälteste Trainer der höchsten Kreisspielklasse, auch für ihn selbst war dieser Zeitraum der längste als Trainer. Zuvor trainierte Müller den FSV Germendorf fünf Jahre als dauerhafteste Station.

Bilder aus der Laufbahn von Dietmar Müller

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Müller: "Noch sind wir nicht abgestiegen"

„Es waren tolle acht Jahre in Zehlendorf, ich hatte ein super Verhältnis zu all meinen Spielern und konnte immer intensiv mit ihnen zusammenarbeiten. Sicherlich habe ich viel von ihnen gefordert, aber sie haben auch immer viel an mich zurückgegeben“, berichtet der Coach, der zudem noch als Schiedsrichter im Fußballkreis aktiv ist. Dass seine Trainertätigkeit mit einem Abstieg enden könnte, sieht Müller eher sportlich. „Noch sind wir nicht abgestiegen. Vier Spiele liegen noch vor uns. Aber man darf immer nicht vergessen, welche Rahmenbedingungen in Zehlendorf im Vergleich zu anderen Vereinen herrschen. Da ist es Jahr für Jahr eine herausragende Leistung der Mannschaft gewesen, die Spielklasse zu halten. Wir haben uns in den vergangenen Jahren stabilisiert, trotz erheblicher personeller Probleme.“

Rückblickend bleiben Dietmar Müller vor allem die Trainingslager mit seinen Jungs in Erinnerung, aber auch das Kreispokalfinale 2014. „Auch wenn wir das Endspiel  gegen den FC Kremmen verloren haben, war das Erreichen des Finals eine super Geschichte, die kaum einer erwartet hättet. Auch unsere Trainingslager waren voll gepackt mit klasse Momenten und Eindrücken.“ Dann will er aber nicht mehr über sich und seine Zukunft reden – Dietmar Müller halt. „Wir spielen Samstag gegen Tabellenführer Forst Borgsdorf. Da sind wir krasser Außenseiter, wollen aber dennoch versuchen, etwas zu holen.“

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