22. Februar 2018 / 20:35 Uhr

Nach abgesagter Podiumsdiskussion: Fanhilfe bezichtigt Hannover 96 der Lüge

Nach abgesagter Podiumsdiskussion: Fanhilfe bezichtigt Hannover 96 der Lüge

Tobias Manzke
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Stimmungsboykott, das ist nicht neu bei Hannover 96. Bereits während der Saison 2014/15 boykottierten Teile der aktiven Fanszene aus Wut über die Nicht-Verlängerung ihrer Dauerkarten über mehrere Monate die 96-Spiele in der Bundesliga. Grundtenor: Ohne Stimme - keine Stimmung!
Kehrt jetzt die Stille zurück in die HDI-Arena? © zur Nieden
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Am 26. Februar wollte die 96-Clubführung mit Vertretern der aktiven Fanszene sprechen. Daraus wird nun nichts. Hannover 96 hat die Veranstaltung am Donnerstagnachmittag abgesagt. Die Fanhilfe Hannover kritisiert die Absage - und bezichtigt 96 der Lüge.

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Es sollte der große Friedensgipfel am kommenden Montag werden, zwischen der Fanszene und Hannover 96, moderiert von Pfarrer Heiner Plochg. Daraus wird nichts – zumindest nicht am Montag. Der 96-Vorstand sagte die Podiumsdiskussion, nach der sich entscheiden sollte, ob der bis Ende Februar ruhende Stimmungsboykott fortgesetzt wird, gestern ab.

„Der Vorstand von Hannover 96 e. V. lehnt ein Gespräch mit drei der fünf Fanvertreter ab“, hieß es in der offiziellen Mitteilung. Der Hintergrund: Gegen einen der Teilnehmer „besteht ein vom Deutschen Fußball-Bund verhängtes deutschlandweites Stadionverbot, außerdem ist er wegen grob vereinsschädigenden Verhaltens aus dem Hannover 96 e. V. ausgeschlossen worden“.

Choreos, Spruchbänder, Schweigen: Die Proteste bei Hannover 96 in Bildern.

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Ein weiterer ist laut dem Club Kläger in einem laufenden Rechtsverfahren gegen 96, ein weiterer hat „Anzeigen gegen Vertreter von Hannover 96 erstattet“. Daher hatte der Verein nach eigener Aussage den Fanbeirat „frühzeitig“ darüber unterrichtet „und gebeten, drei neue Podiumsteilnehmer aufzustellen“. Dies geschah allerdings nicht. 96 will nun alle „116 offiziellen Fanclubs anschreiben und für den 12. März zu einem Informations- und Dialogabend einladen“.

Die Fanhilfe kritisierte die Absage – und bezichtigt 96 der Lüge. „Keiner der Fanvertreter auf dem Podium hat eine Anzeige gegen Vertreter von Hannover 96 gestellt. Hannover 96 sagt hier schlicht die Unwahrheit“, heißt es in einem offiziellen Statement. Des Weiteren wird 96 ein „krudes Rechtsverständnis“ vorgeworfen, weil eine Person ohne Verurteilung „nach geltendem Recht als unschuldig zu gelten“ hat. Offen ist, ob der Stimmungsboykott mit der neuen Entwicklung schon am Sonnabend wieder in Kraft tritt. Eine Einigung scheint erst mal wieder in weite Ferne gerückt zu sein.

Das waren die Choreos der Fans von Hannover 96 der letzten Jahre:

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