29. August 2018 / 15:59 Uhr

Nach Arnold-Abgang: Eintracht Braunschweig wird Management-Struktur umkrempeln

Nach Arnold-Abgang: Eintracht Braunschweig wird Management-Struktur umkrempeln

Alex Leppert
Behält Eintracht-Geschäftsführer Soeren Oliver Voigt nach der Entlassung von Marc Arnold den Durchblick?
Behält Eintracht-Geschäftsführer Soeren Oliver Voigt nach der Entlassung von Marc Arnold den Durchblick? © imago/Hübner
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Aus und vorbei: Nach zehn Jahren als Sportlicher Leiter von Eintracht Braunschweig muss Marc Arnold gehen. Die Trennung überrascht nicht unbedingt, der Zeitpunkt aber schon: Zwei Tage vor dem Ende der Transferperiode wird der 47-Jährige freigestellt. Arnolds Aufgaben übernehmen vorerst Trainer Pedersen sowie Geschäftsführer Voigt. Denn die Management-Struktur wird völlig umgekrempelt.

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„Nach den Entwicklungen in der vergangenen Saison und dem Abstieg sind wir überzeugt davon, dass wir auch in diesem Bereich neue Impulse setzen müssen“, heißt es in der Begründung von Präsident und Aufsichtsrats-Vorsitzendem Sebastian Ebel. Pedersen haben den neuen Kader „bereits aktiv gestaltet und so ein Team geformt, das in absehbarer Zeit zusammenwachsen und in die Erfolgsspur finden wird“, so Ebel weiter.

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Arnold stand schon länger auf der Abschussliste

Der stellvertretende Aufssichtsratschef Christian Krentel sprach davon, dass „frischer Wind“ nötig gewesen sei und betonte: „Das hat mit der laufenden Saison nichts zu tun.“ Die Sitzung des Aufsichtsrats am Dienstagabend, in der beschlossen wurde, Arnolds 2019 auslaufenden Vertrag nicht zu verlängern, war somit offenbar nur eine Formsache. Danach sei man einvernehmlich der Auffassung gewesen, dass es nicht sinnvoll sei, „wenn er ins Büro kommt und dort irgendwelche Tätigkeiten ausübt“, so Krentel.

Aus seinen und den Aussagen von Voigt („Es gibt natürlich Verantwortlichkeiten“) wird klar, dass Arnold schon im Mai auf der Abschussliste stand – unter anderem wegen des Abstiegs der Profis und der Nachwuchsteams, die in seinen Verantwortungsbereich fielen. Offenbar hatte er überhaupt nur deshalb noch weitermachen dürfen, weil die Vereinsführung einen brauchte, der den Neustart mit in die Wege leitet. Möglicherweise hat Arnold das schon die ganze Zeit gewusst oder geahnt.

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Das englische Modell: Pedersen und Voigt übernehmen

Nun probiert es die Eintracht mit einem in Deutschland ungewöhnlichen Modell – nämlich dem vieler englischer Vereine, in denen der Trainer zugleich auch Manager ist. Coach Pedersen, der mit seinem Team bisher hinter den Erwartungen zurückblieb, bekommt somit noch mehr Verantwortung und dürfte bei weiter ausbleibenden Erfolgen plötzlich selbst in die Schusslinie geraten.

Unter anderem ist der Däne jetzt zusätzlich für das Nachwuchsleistungszentrum zuständig, dem auch die U23 zugeschlagen wird. Er bekommt dafür wahrscheinlich einen weiteren Trainerassistenten zur Seite gestellt. Voigt hingegen ist derjenige, in dessen Bereich Budgetgestaltung und Verhandlungen mit Beratern fallen. Einen neuen Spieler wollen die Braunschweiger spätestens am Donnerstag präsentieren.

Eintracht schlägt einen neuen Weg ein

„Wir hatten viel mehr Höhen als Tiefen“, wird Arnold in einer Mitteilung des Vereins zitiert. Da heißt es weiter: „Dennoch wäre ich den eingeschlagenen Weg gemeinsam mit dem neuen Trainer und der Mannschaft, die wir in Abstimmung mit dem Aufsichtsrat gemeinsam zusammengestellt haben, gerne weitergegangen. Denn ich bin von diesem Weg überzeugt. Er wird mit der Unterstützung der Fans zurück in die 2. Bundesliga führen.“ Dies aber nicht mehr mit Arnold – und der Weg ist künftig auch ein anderer.

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