13. Februar 2018 / 12:45 Uhr

Schiedsrichter-Eklat: Referees verlassen nach Bedrohungen Hallenturnier - Strafe vom Sportgericht 

Schiedsrichter-Eklat: Referees verlassen nach Bedrohungen Hallenturnier - Strafe vom Sportgericht 

Jan Jüttner
Symbolbild 
Symbolbild  © imago
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Zwei Unparteiische verließen nach massiven Pöbeleien und Beleidigungen ein Amateur-Hallenturnier in Bruchköbel. Nun wurden sie vom Sportgericht für ihr unsportliches Verhalten bestraft. 

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Schiedsrichter werden immer wieder zur Zielscheibe im Fußball-Sport. Auch während des Hallenturniers des Amateur-Klubs VfB Großauheim in Bruchköbel (Hessen) wurden zwei Referees von Zuschauern und Spielern massiv beleidigt und bedroht.

"Hoyzer, verpiss Dich“, soll eine Gruppe von Spielern des turnieraustragenden Vereins laut op-online.de zu einem der Unparteiischen gesagt haben. Eine Anspielung auf den Schiedsrichter-Skandal um den ehemaligen Schiedsrichter Robert Hoyzer, der absichtlich Profi-Spiele manipulierte um Wettgewinne zu erzielen.

"Wir warten auf dich vor der Halle"

Desweiteren bedrohten Spieler einer Mannschaft nach dem verlorenen Halbfinale einen der Referees mit den Worten: "Wir warten auf dich vor der Halle." Im zweiten Halbfinale kam es zum endgütligen Eklat. Schiedsrichter Freese wurde während des zweiten Halbfinalspiels abermals beleidigt: „Ich habe mir nicht jedes Wort gemerkt, das der von sich gegeben hat. Es rotierte in meinem Kopf. Ich fühlte mich stark unter Druck gesetzt und nicht mehr sicher in der Halle. Da bin ich vom Feld und dann aus der Halle gegangen." Dies berichtet_ op-online.de_.

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Sein Kollege Euler schloß sich ihm an und beide verließen das Turnier. Die Turnierleitung ließ danach den unpassenden Kommentar: "Die Schiedsrichter haben keine Lust mehr, das Sportstudio ruft" über die Lautsprecher ertönen.

Sportgericht spricht Strafe aus

Die nachvollziehbare Aktion der Schiedsrichter hat aber ein Nachspiel. Referee Euler erhielt "wegen Nichtantretens zu einer Spielleitung eine Geldstrafe in Höhe von 30 Euro". Günter Klein-Alstädde vom Sportgericht erklärte: "Das Spiel wurde nicht korrekt abgebrochen. Der Schiedsrichter hätte beide Spielführer zu sich kommen lassen und ihnen erklären müssen, dass das Spiel abgebrochen ist. Und zuvor hätte er alle Möglichkeiten ausschöpfen müssen, um einen Abbruch zu verhindern."

Einige Spieler wurden ebenfalls mit Geldstrafen wegen unsportlichen Verhaltens bedacht. Doch für Schiedsrichter Euler offenbar kein Trost: „Nach drei Stunden Psychoterror haben wir eher emotional als rational entschieden, wenn man jetzt vom Opfer zum Täter wird, stellen wir uns schon die Frage, warum tun wir uns das noch an.“

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