11. September 2018 / 19:22 Uhr

Nach dem Rücktritt: Dimitrios Gaintatzis will "Iraklis-Familie erhalten bleiben" 

Nach dem Rücktritt: Dimitrios Gaintatzis will "Iraklis-Familie erhalten bleiben" 

Mark Bode
Iraklis-Trainer Dimitrios Gaintatzis.
Dimitrios Gaintatzis ist nicht länger Trainer des SV Iraklis Hellas. © Bork
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"Es hilft keinem, wenn ich vor wichtigen Spielen nicht da bin." Dimitrios Gaintatzis spricht darüber, warum er als Trainer des SV Iraklis Hellas zurückgetreten ist. Das Sportliche habe (fast) keine Rolle gespielt. Aber: "Ich habe die Landesliga ein wenig unterschätzt."

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Die Nachricht hat alle im Verein überrascht: Dimitrios Gaintatzis warf am Montagabend als Trainer beim Landesligisten SV Iraklis Hellas hin. „Die aktuelle berufliche Situation lässt es nicht zu, einen Landesligisten angemessen zu trainieren“, sagt der 50-Jährige, der eine leitende Funktion bei einem Logistikunternehmen bekleidet.

​Das Sportliche spielt (fast) keine Rolle

Der sportlich durchwachsene Saisonstart des Aufsteigers sei nicht der Grund gewesen, dass er nach dem sechsten Spieltag die Reißleine zog. „Das hat gar keine Rolle gespielt“, sagt Gaintatzis deutlich. Er fügt allerdings mit einem Lachen hinzu: „Wenn wir jetzt 15 Punkte gehabt hätten und auf einer Euphoriewelle gewesen wären, hätte ich die Situation vielleicht anders beurteilt.“

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Der Vorstand und die Mannschaft waren von der Entscheidung ihres Trainers, der mit Pausen insgesamt 14 Jahre im Verein war, überrascht. „Wir sind gut befreundet und ich habe Verständnis für seine Entscheidung“, sagt der sportliche Leiter Stavros Herheletzis. Gaintatzis hat aufgrund seiner beruflichen Verpflichtungen seit Saisonbeginn oft das Training versäumt. „Die Mannschaft braucht ihren Trainer. Es hilft keinem, wenn ich vor wichtigen Spielen unterwegs und nicht da bin.“ Das war öfter der Fall.

​"Ich bleibe der Iraklis-Familie erhalten."

Er gibt offen zu, die Belastung in der Landesliga „ein wenig unterschätzt“ zu haben. „Die Vorbereitung war schon sehr intensiv mit Einheiten an nahezu jedem Tag. Während der Saison trainiert Iraklis dreimal in der Woche. Gaintatzis betont: „Wir gehen als Freunde auseinander. Und ich bleibe der Iraklis-Familie erhalten.“

Er wird in der Ü40-Mannschaft kicken und kündigte an, in Zukunft auch „das eine oder andere Spiel“ auf dem Sportplatz verfolgen zu wollen. Seinem Nachfolger sagt er zu: „Wenn Hilfe von mir erwünscht wird und ich etwas zu dem Kader sagen soll, mache ich das natürlich auch sehr gerne.“

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Wann ein neuer Trainer präsentiert wird, ist derzeit völlig offen. Bei Herheletzis sind bereits am Dienstagvormittag die ersten Anrufe von interessierten Trainern eingegangen. „Wir werden aber nichts über das Knie brechen, auch wenn wir natürlich schnellstmöglich den Neuen präsentieren wollen“, sagt er. Denn neben Gaintatzis hat auch Co-Trainer Fotios Bellos aufgehört. „Er hat das nur gemacht, weil Dimitrios als Trainer da war“, begründet Herheletzis den Abgang des Assistenten.

​"Diesmal werden wir uns nach außen öffnen."

Bisher habe der Verein immer in den eigenen Reihen einen neuen Trainer gefunden. „Diesmal werden wir uns nach außen öffnen“, sagt Herheletzis. Heißt: Der Neue muss auch nicht griechischer Herkunft sein. „Wir sind multi-kulti, das ist gar kein Problem“, so der sportliche Leiter. Was der zukünftige Coach aber mitbringen muss: „Er muss uns menschlich überzeugen und in das Konzept des Vereins passen. Er muss offen, kommunikativ und ein harter Hund sein.“ Als Altersobergrenze nennt Herheletzis 55 Jahre.

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