Jens Rehhagel ©

Nach elf Jahren: Hannover 96 trennt sich von Jens Rehhagel

Bei Hannover 96 geht das Stühlerücken weiter: Nun muss auch der Leiter des Nachwuchsleistungszentrums gehen. Sein Nachfolger steht bereits fest.

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Die neuen Steine stehen bald im neuen Nachwuchsleistungszentrum. Aber alle führenden Köpfe sind jetzt weg. 96 trennte sich am Montag vom Talente-Chef Jens Rehhagel. Der Sohn von „König Otto“ leitete das NLZ elf Jahre lang.

Alle Chefs sind weg

Jetzt soll plötzlich Schluss sein, wenn das neue NLZ an der Eilenriede steht? „Es ist für beide Seiten in Ordnung“, erklärte Rehhagel der Neuen Presse diplomatisch, „für mich ist das der richtige Zeitpunkt, mal was Neues zu machen.“

Tatsächlich hatte sich Rehhagel die Entscheidung nicht ausgesucht. Mit der Trennung führt 96 mit Geschäftsführer Martin Bader den Trend nur fort. Alle Chefs weg, überall wurden Posten neu besetzt.

Michaty und Krüger mussten bereits gehen

Zuerst feuerte 96 Nico Michaty ohne Not vor dem Auslaufen seines Vertrags. Für ihn übernahm Jan-Moritz Lichte, der frühere Co-Trainer von Michael Frontzeck, die sportliche Leitung.

Dann musste der erfahrene „Welttrainer“ Michael Krüger gehen, für Krüger übernahm Mike Barten die neu gebildete Reserve. Krüger äußerte sich verärgert: „Als echter Roter bin ich enttäuscht.“

Prinz wird Nachfolger

Ein weiterer Boss im NLZ ist inzwischen Profitrainer: Daniel Stendel. Er machte unter Rehhagel Trainer-Karriere. Der promovierte Sportwissenschaftler war Stendels Förderer. Unter Rehhagel kam die U 19 ins Finale um die deutsche Meisterschaft (2014) und holte im Mai den DFB-Pokal der Junioren.

Die U 17 von Trainer Steven Cherundolo stieg allerdings aus der Bundesliga ab. Unterm Strich aber eine erfolgreiche Zeit für die Jugend unter Rehhagel. Kritisiert wurde die geringe Durchlässigkeit zu den Profis, die aber letztlich an den früheren Profitrainern scheiterte – bis Stendel Cheftrainer wurde.

Rehhagels Nachfolger wird Dominic Prinz, zuletzt Teammanager, dann kurz wie unter Jörg Schmadtke Assistent der Geschäftsführung. Bader hat inzwischen fast alle wichtigen Stellen mit seinen Leuten besetzt. Die früheren Talent-Bosse – Rehhagel, Michaty und Krüger – sind jetzt alle weg.

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