DFB-Chefscout Urs Siegenthaler ist von Mehmet Scholl hart kritisiert worden. © dpa/Andreas Gebert

Nach Fernseh-Attacke: Siegenthaler spottet über Scholl

DFB-Chefscout Urs Siegenthaler hat gelassen, aber auch mit Unverständnis und Spott auf die Attacke von ARD-Experte Mehmet Scholl reagiert.

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"Ich weiß nicht, was ich Herrn Scholl getan habe", sagte der 68 Jahre alte Schweizer der Bild-Zeitung: "Jeder kann erzählen, was er will - frei und unbefangen. Sich so zu äußern, ist Scholls gutes Recht. Ich kenne ihn allerdings persönlich nicht."

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Zur sachlichen Kritik des Ex-Nationalspielers sagte er nur: "Vor 1000 Jahren haben die Menschen die Erde auch nicht als Kugel gesehen." Er meinte damit offenbar, dass Scholl bei den Entwicklungen des Fußballs nicht auf der Höhe der Zeit ist.

Auch "Kaiser" Franz Beckenbauer gab Siegenthaler und Bundestrainer Joachim Löw Rückendeckung. "Es gehört zum modernen Fußball, dass man mehrere Systeme einsetzt", sagte der frühere DFB-Teamchef und heutige Bild-Experte: "Es wäre geradezu fahrlässig von Jogi Löw gewesen, sich nicht auf Italien einzustellen."

Siegenthaler gilt gewöhnlich als Mann der leisen Töne, arbeitet im Hintergrund. In der Öffentlichkeit findet der Schweizer kaum statt.

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Scholl hatte Siegenthaler "und Konsorten" als Fehler-Einflüsterer bei Joachim Löw ausgemacht und vor fast 30 Millionen TV-Zuschauern darüber geschimpft, dass dieser Löw falsche Tipps gebe. ""Der Herr Siegenthaler möge bitte seinen Job machen, morgens liegen bleiben, die anderen zum Training gehen lassen und nicht mit irgendwelchen Ideen kommen", hatte Scholl gesagt.

Für markige Sprüche ist Scholl bekannt. So attackierte er 2012 bei der EM Mario Gomez mit den Worten:  "Ich hatte zwischendrin Angst, dass er sich wund gelegen hat, dass man ihn wenden muss." Später entschuldigte er sich dafür.

(SID)

Region/National

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