23. April 2017 / 21:11 Uhr

Nach „Heimsieg“ in Bremen: Hansa hakt Abstiegskampf ab

Nach „Heimsieg“ in Bremen: Hansa hakt Abstiegskampf ab

Sönke Fröbe
Christopher Quiring ballt jubelnd die Fäuste. Mit einem Stolper-Tor gegen Werder-Keeper Michael Zetterer (l.) hat Hansas Offensivmann in der Nachspielzeit zum 2:0 getroffen.
Christopher Quiring ballt jubelnd die Fäuste. Mit einem Stolper-Tor gegen Werder-Keeper Michael Zetterer (l.) hat Hansas Offensivmann in der Nachspielzeit zum 2:0 getroffen. © Lutz Bongarts
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Rund 3500 Rostocker Fans bejubeln de verdienten Erfolg im Weserstadion. Andrist und Quiring treffen.

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Bremen. Es war der sechste Auswärtssieg der Rostocker in dieser Saison, doch die 93 Minuten im Bremer Weserstadion fühlten sich an wie ein Heimspiel. Mindestens 3500 Hansa-Anhänger unter den 4485 Zuschauern bereiteten am Sonnabend den stimmungsvollen Rahmen für einen glanzlosen 2:0 (0:0)-Erfolg der Brand-Elf gegen Werder Bremen II. So sachlich wie die Rostocker die wichtigen drei Punkte einfuhren, blieben sie auch nach dem Abpfiff. „Die Jungs sind seit ein paar Wochen wieder richtig gut drauf, von daher freuen wir uns, aber eine Riesenerleichterung empfinde ich jetzt nicht“, ließ Christian Brand wissen.

Immerhin: Den Abstiegkampf hakte der Hansa-Trainer nach dem verdienten Erfolg gegen harmlose Bremer höchst offiziell ab. „Ich kann mir nicht vorstellen, dass wir in der jetzigen Verfassung noch absteigen“, sagt der 44-Jährige, dessen Team zuletzt zehn von zwölf möglichen Punkten holte. „Wir haben nur noch den Blick nach oben. Es sind noch zwölf Punkte zu vergeben, die wollen wir alle holen“, kündigte der Coach mit Blick auf das Restprogramm mit je zwei Heim- (Wiesbaden, Erfurt) und zwei Auswärtsspielen (Kiel, Chemnitz) an. Rechnerisch ist Hansa zwar noch nicht durch, weil Paderborn gegen Lotte gewonnen hat – aber zehn Punkte Vorsprung auf Abstiegsplatz 17 sollten für einen sorglosen Saisonausklang reichen.

Zumal sich die Rostocker auch in Bremen abermals deutlich gefestigt präsentierten. Gegen die ersatzgeschwächten Werderaner glänzten sie zwar nicht, hatten das Spiel aber vor allem in der zweiten Halbzeit weitgehend unter Kontrolle. „Es war wichtig, dass wir die letzten Partien konzentriert angegangen sind. Dadurch bekommt man eine gewisse Sicherheit und gewinnt solche Spiele“, sagte Christopher Quiring, der in der dritten Minute der Nachspielzeit den kuriosen Schlusspunkt setzte: Nach einem Konter stolperte der alleine auf Werder-Schlussmann Zetterer zustürmende Ex-Unioner den Ball förmlich zum entscheidenden 2:0 ins Netz. „Sah komisch aus, aber Hauptsache der Ball war drin!“, meinte Quiring nach seinem vierten Saisontor.

Christian Brand haderte allenfalls damit, dass sein Team so lange brauchte, um alles klar zu machen. „Die Jungs waren sehr konzentriert und haben alle gut mitgearbeitet, besonders in der zweiten Halbzeit. Wir hätten das Spiel allerdings früher mit zwei, drei Toren für uns entscheiden müssen“, sagte Brand mit Blick auf einige gute Möglichkeiten, die Hansa nicht nutzen konnte. Vor allem Stephan Andrist hatte Pech, als sein Schuss an den Pfosten klatschte (43.). Nach einem weiteren Aluminiumtreffer von Bremens Schmidt (45.) legte Andrist zu Beginn des zweiten Durchgangs den Grundstein für den Hansa-Sieg: Der Schweizer zog aus 14 Metern mit rechts ab und traf flach in die lange Ecke. Das zehnte Saisontor des Offensivspezialisten, der zu den 14 Rostocker Spielern gehört, deren Verträge am 30. Juni auslaufen. Ob Hansas erfolgreichster Torschütze bleibt, ist noch unklar. „Wir versuchen, das alles ruhig abzuarbeiten“, hielt Brand sich bedeckt.

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