12. September 2018 / 09:15 Uhr

Nach Marteria: Hansa Rostocks Ostseestadion wird wieder grün

Nach Marteria: Hansa Rostocks Ostseestadion wird wieder grün

Kai Rehberg
Im Ostseestadion wird nach dem Marteria-Konzert der Rasen teilweise erneuert.
Im Ostseestadion wird nach dem Marteria-Konzert der Rasen teilweise erneuert. © Kai Rehberg
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„Wenn der Rasen länger als drei Tage keine Luft bekommt, erstickt er und wird braun.“

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Wo Rostock-Rapper Marteria vor wenigen Tagen das ausverkaufte Ostseestadion zum Kochen brachte, wird seit gestern der Rasen ausgetauscht. Weil der Bühnen-Bereich vor der Südtribüne am längsten abgedeckt war (rund eine Woche) muss das Grün dort und an einer weiteren Stelle in der anderen Spielhälfte ausgewechselt werden.Das hat ein eigens beauftragter Rasen-Sachverständiger festgestellt. Er hatte das Spielfeld vor und nach der Hansa-Heimpartie gegen Würzburg am 25. August dokumentiert und mit dem Zustand nach dem Doppel-Konzert eine Woche später verglichen. Die Kosten für die Erneuerungsarbeiten trägt wie vorher vereinbart der Konzertveranstalter Mawi Concert aus Leipzig. Nach dem Stadion-Auftritt von Helene Fischer im Juni 2015 hatte Hansa noch selbst für die Rasen-Reparatur aufkommen müssen.

„Wenn der Rasen länger als drei Tage keine Luft bekommt, erstickt er und wird braun. Dann kann man nicht mehr darauf spielen“, erklärt Jürgen Mülders von der Firma Peiffer aus Willich. Das gleiche Unternehmen aus Nordrhein-Westfalen hatte vor einem Jahr den neuen Rollrasen in der Arena verlegt.

Rund 4000 Quadratmeter müssen diesmal ausgetauscht werden, das ist knapp die Hälfte der gesamten Fläche. Gestern schälten im Stadion zwei Peiffer-Mitarbeiter sowie drei Angestellte vom Garten- und Landschaftsbau Rostock die alten Flächen maschinell ab. Die Reste sind nicht mehr verwendbar und werden kompostiert. Gleichzeitig bereiten die Mitarbeiter in der Peiffer-Zweigstelle in Alt Zachun (südlich von Schwerin) das neue Grün vor. Es ist die gleiche Sorte wie im Vorjahr: „Peiffer Sports“, eine Mischung aus robusten Rispen- und Weidelgrassorten. Der Rasen wird in 15 Meter lange und 1,20 breite Streifen geschnitten, gerollt und sofort mit dem Lkw nach Rostock transportiert. 10 Wagenladungen verlegen die Grün-Fachleute heute im Stadion.

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Dass auf dem Rasen nur drei Tage später gegen 1860 München gespielt werden kann, daran hat Jürgen Mülders keinen Zweifel. „Völlig normal“ sei die kurze Zeit zwischen Verlegung und Spiel. „Die Rasen-Sohle ist drei bis vier Zentimeter dick und schwer genug. Das reicht aus, um darauf zu spielen“, sagt der Vorarbeiter des europaweit tätigen Unternehmens. Ob im Berliner Olympiastadion, in Stuttgart, Hoffenheim, Hamburg, Leverkusen oder zuletzt in Prag und Basel – überall liegt Peiffer-Rasen.

Damit die neuen „Grünstreifen“ auch in Rostock gut anwachsen, wünscht sich Mülders für die ersten Tage Trockenheit und nur wenig Regen. „Die Zuschauer werden noch einen leichten Farbunterschied feststellen, aber von der Qualität ist es der gleiche Rasen.“

Nach der guten Resonanz auf die diesjährigen Open Airs im Ostseestadion (Schlagerparty, Westernhagen, Marteria) wird es 2019 eine Fortsetzung geben. Dann komplett in der Sommerpause, wie Hansa-Eventmanager Oliver Schubert sagte: „Erste Gespräche und lose Anfragen gibt es bereits.“

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