Dag Ruediger im Zweikampf mit Christian Gross. Dag Ruediger im Zweikampf mit Christian Gross. © Joachim Sielski
Dag Ruediger im Zweikampf mit Christian Gross.

Nach Niederlage in Osnabrück: Arminia Hannover hofft nun auf die "DFB-Pokal Hintertür"

Arminia Hannovers Pokaltraum ist nach der Niederlage beim VfL Osnabrück vorerst ausgeträumt. Doch der Oberligist hat immer noch eine Chance sich für den DFB-Pokal zu qualifizeren.

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Vieles an diesem Abend war neu für sie, auch die Mixed-Zone. Zwischen Spielertunnel und Kabinentrakt gibt es im Profifußball einen abgesperrten Bereich, in dem die Journalisten mit den Spielern Interviews führen können.

Und während in dieser Zone die Kicker des VfL Osnabrück bereits ihren lokalen Medienvertretern Rede und Antwort standen, schlichen sich die Spieler des SV Arminia Hannover an diesem Bereich vorbei. Bastian Fielsch, Torhüter des SVA, blieb dann aber doch stehen und sprach über die 0:2-Niederlage seiner Mannschaft im Landespokal-Halbfinale.

Eine Premiere für alle

"Die Atmosphäre in diesem Stadion war eine ganze besondere", sagte Fielsch, der genau wie seine Mannschaftskollegen zum ersten Mal in einem solch großen Stadion wie an der Bremer Brücke Fußball spielte. Dass er auswärts bei einem Drittligisten viel Arbeit bekommen würde und sich auch mehrfach mit starken Paraden auszeichnen konnte, war vorhersehbar.

"Naja, dass wir kein Offensivfeuerwerk abfackeln werden, war ja eigentlich klar", sagte der Arminia-Keeper mit einem Augenzwinkern. Ein wenig Nervosität sei vor der Partie vorhanden gewesen. "Aber als das Spiel dann lief, hat es keinen Unterschied gemacht, ob man auf einem Bolzplatz kickt oder in einem Tradtionsstadion wie hier in Osnabrück."

Bildergalerie VfL Osnabrück - Arminia Hannover

Der Oberligist wirft alles rein

16667 Zuschauer passen in das Stadion des VfL, 3041 Besucher waren da - und nicht nur die 100 mitgereisten Fans des SV Arminia Hannover spendeten dem Oberligisten Beifall nach Beendigung der Partie. Allein an der Person Sotorios Panagiotidis konnte man beispielhaft festmachen, wie sich der Underdog wehrte und gegen die einzukalkulierende Niederlage stemmte.

Der SVA-Abwehrchef grätschte mit oft letztem Einsatz Bälle weg, warf sich in Schüsse und blockte diese und war lange Zeit der Turm in der Schlacht. Arminias Trainer Murat Salar sprach nach der Partie davon, "dass meine Jungs ein leidenschaftliches Spiel geboten haben - wir wollten dem Gegner das Leben schwer machen, das ist uns gelungen".

Und nach dem Pokalfight auf dem Rasen gab es noch Nettigkeiten bei der anschließenden Pressekonferenz. "Wir wünschen dem VfL alles Gute für den weiteren Saisonverlauf", sagte Salar. Der Osnabrücker Trainer Joe Enochs versprach im Gegenzug: "Wir werden alles dafür tun, dass Arminia noch eine weitere Chance erhält."

Osnabrück macht das 2:0 gegen Arminia Hannover.

Arminia hofft auf die Hintertür

Worum geht es? Mit dem Einzug ins Pokalfinale des Niedersächsischen Fußballverbandes (NFV) hat der VfL für die nächste Saison die Teilnahme am DFB-Pokal sicher, der SVA nicht. Zumindest vorerst. Denn es gibt noch eine Hintertür. Sollten die Osnabrücker in der 3. Bundesliga mindestens den 4. Platz am Saisonende belegen, qualifizieren sich sich über die Punktrunde für den DFB-Pokal.

Dann würden die Hannoveraner gegen den anderen Halbfinalverlierer, den BSV Rehden, einen weiteren Teilnehmer für den bundesweiten Pokalwettbewerb ermitteln. Ab sofort sind die "Blauen" also Fans der "Lila-Weißen", am Sonnabend spielt Osnabrück (aktuell Tabellensiebter mit 49 Punkten) gegen den VfR Aalen (2./ 53).

Apropos Aalen: Der VfR bekommt wegen eines Insolvenzantrags aller Voraussicht nach neun Punkte abgezogen, was aber noch nicht in letzter Instanz geklärt ist. Vielleicht klappt es also doch noch mit Arminia und dem DFB-Pokal. Und weil es dort natürlich eine Mixed-Zone gibt, haben sich die Spieler bis dahin daran gewöhnt.

Region/Hannover Arminia Hannover (Herren) VfL Osnabrück (Herren) Oberliga Niedersachsen (Herren)

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