30. August 2018 / 20:55 Uhr

Nach Pleite bei RB Leipzig: Luhansk-Trainer will zurücktreten

Nach Pleite bei RB Leipzig: Luhansk-Trainer will zurücktreten

Matthias Roth
30.08.2018, Sachsen, Leipzig: Fußball: Europa League - Qualifikation, RB Leipzig - Sorja Luhansk, 4. Runde, Rückspiele in der Red-Bull-Arena. Sorjas Trainer Jurij Vernydub coacht von der Seitenlinie aus. Foto: Jan Woitas/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Sorjas Trainer Jurij Vernydub coacht von der Seitenlinie aus. © dpa
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Die Niederlage des ukrainischen Teams bei den Roten Bullen hat offenbar personelle Konsequenzen.

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Leipzig. Hammer in der Pressekonferenz nach dem Spiel gegen RB Leipzig. Als die meisten Journalisten noch in der Mixedzone die Stimmen der siegreichen Spieler einsammelten, verkündete Luhansk-Trainer Yuri Vernydub in einem fast leeren Medienraum eine folgenschwere Entscheidung. "Ich werde nach unserer Rückkehr mit dem Präsidenten sprechen und meinen Rücktritt anbieten. Ich denke, dass es neues Blut und neue Energie braucht", sagte der ukrainische Coach.

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Das war eine Überraschung für alle Beobachter der Partie. Luhansk bot eine beherzte Partie und stand bis zum Strafstoß in der 90. Minuten schon in der Gruppenphase der Europa League. Vernydub ließ sich davon allerdings nicht mehr umstimmen. "Ich möchte mich bei allen Spieler bedanken, ich möchte mich beim Verein bedanken, ich bedanke mich für die Zeit, die ich neun Jahre hier verbracht habe bei Luhansk. Ich denke, es ist Zeit eine Pause einzulegen. Ich habe mein Ziel, unsere Aufgabe nicht erfüllt. In der ukrainischen Liga läuft es auch nicht gut", sagte der 52-Jährige. Die Niederlage gegen RB war allerdings nur noch der letzte Tropfen vor der Trennung. Am Rande des Spiels war auch von Unstimmigkeiten im Verein zu hören.

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RB-Coach Ralf Rangnick war von der Entscheidung seines Kollegen überrascht. "Wenn ich ehrlich bin, tut mir sein Schritt leid. Ich kann es auch nicht nachvollziehen, viel besser kannst du mit der Mannschaft hier nicht spielen. Die genauen Hintergründe kenne ich aber nicht", so der Coach.

Bevor sich Vernydub, der als Spieler auch für den Chemnitzer FC aktiv war, sich endgültig verabschiedete, haderte er mit dem Elfmeter und outete sich als RB-Bewunderer. "Der Elfer ist so eine Sache. Wir hatten eine ähnliche Situation in der Liga. Da ist der Ball vom Boden gegen die Hand des Gegenspielers geprallt und wir haben keinen Strafstoß bekommen. Heute hat der niederländische Schiedsrichter auf den Punkt gezeigt", meinte der Ukrainer. Besonders bitter: der Ball sprang an die Hand von Trainersohn Vitaly.

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Vater Yuri fand zum Abschluss nur lobende Worte für RB. "Ich wünsche Ihnen alles Gute in der Europa League und der Bundesliga. Die Spiele von Leipzig werde ich weiter verfolgen. Mir gefallen eure Spieler und ich hoffe, dass sie zu richtigen Stars werden", sagte Vernydub, stand auf und beendete damit wohl seine letzte Pressekonferenz als Trainer von Luhansk.

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