27. August 2018 / 19:02 Uhr

Nach Pleite gegen Fortuna Köln: Panik bei Eintracht Braunschweig

Nach Pleite gegen Fortuna Köln: Panik bei Eintracht Braunschweig

Alex Leppert
Stephan Fuerstner und Henrik Pedersen hoffen auf eine Trendwende bei Eintracht Braunschweig.
Stephan Fuerstner und Henrik Pedersen hoffen auf eine Trendwende bei Eintracht Braunschweig. © Matthias Kern/Getty
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Das Entsetzen nach der 0:2-Pleite gegen Fortuna Köln ist groß: Spielt Eintracht Braunschweig in der 3. Liga etwa gegen den Abstieg? Trainer Henrik Pedersen hat "großes Vertrauen" in seine Jungs.

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Das war mal so richtig ernüchternd: Nach dem 0:2 gegen Fortuna Köln herrschte im Stadion von Eintracht Braunschweig Fassungslosigkeit. Der Fußball-Drittligist hatte eher wie ein Abstiegs- als ein Aufstiegskandidat gespielt. Nun ist die Panik im Umfeld groß.

​Ein "großer Rückschritt"

Das Team von Trainer Henrik Pedersen steht mit drei Zählern aus fünf Partien auf dem vorletzten Platz. Spielt Ihre Mannschaft nun etwa gegen den Abstieg, Herr Pedersen? Der Däne will auf diese Frage angesichts der begrenzten Aussagekraft der aktuellen Tabelle eigentlich gar nicht antworten. Dann sagt er aber doch: „Wenn wir einige Spiele gewinnen, werden wir nicht sofort aufsteigen. Und nach ein paar Niederlagen werden wir nicht sofort absteigen.“

Die Noten der Eintracht-Spieler gegen Fortuna Köln:

Marcel Engelhardt: Zu Beginn mit Licht (gute Paraden) und Schatten (schlechte Faustabwehr, zu kurze Pässe). Beim 0:1 machtlos. Note: 4. Zur Galerie
Marcel Engelhardt: Zu Beginn mit Licht (gute Paraden) und Schatten (schlechte Faustabwehr, zu kurze Pässe). Beim 0:1 machtlos. Note: 4. ©
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Für Pedersen liegt die Ursache für die Niederlage und über weite Phasen trostlose Vorstellung vor allem in den Köpfen der Spieler. „Wir sollten aufhören, Erwartungen zu haben in der Form, dass wir gewinnen, nur weil wir vorher gut gespielt haben“, sagt der 40-Jährige und ergänzt mit Blick auf die völlig verpatzte Anfangsphase: „Wenn Menschen unsicher werden, werden sie passiv. Und dann kümmern sie sich nur noch um sich selbst. Jeder hat allein gespielt.“

Schönreden will der Eintracht-Coach ganz sicher nichts. Er sagt auch: „Es ist der erste Rückschritt, seitdem wir angefangen haben – und es war kein kleiner, sondern ein großer Rückschritt.“ Und weiter: „Ich habe die Mannschaft zum ersten Mal nicht richtig wiedererkannt. Wir waren weit weg von unserer Basisleistung.“

​"In blinden Aktionismus zu verfallen bringt nichts.“

Auch Kapitän Stephan Fürstner ist selbstkritisch: „Uns haben gegen einen so tiefstehenden Gegner einfach die Ideen gefehlt, wir haben keine Lösung gefunden.“ Einen Grund, vom bisherigen Konzept abzuweichen, sieht er aber nicht: „Die Marschroute haben wir uns festgesetzt – und dabei bleiben wir auch. Das muss man auch ergebnisunabhängig machen. Man muss sich eine Identität, eine Philosophie erspielen.“

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Fürstner, mit 30 Jahren zugleich der Älteste im Kader, erteilt allen, die jetzt radikale Lösungen verlangen, eine klare Absage: „Wir müssen ruhig bleiben. In blinden Aktionismus zu verfallen bringt nichts.“ Und in Richtung Zuschauer: „Es ist nachvollziehbar, dass die Fans ihren Unmut äußern. Nichtsdestotrotz müssen wir zusammenstehen. Wir brauchen die Fans, um über uns hinauszuwachsen. Das geht nur gemeinsam.“

Die Kader-Gemeinschaft wird wahrscheinlich bald größer: Bis zum Transferschluss am Freitag soll noch eine Offensivkraft kommen, die finalen Gespräche laufen. Doch auch so ist Pedersen weit davon entfernt, die Qualität der Mannschaft in Frage zu stellen. „Ich habe großes Vertrauen in meine Jungs“, sagt er. Viele im Umfeld haben dies nicht mehr uneingeschränkt. Siege wären das beste Argument, zumindest erst mal jegliche Abstiegsangst schon im Keim zu ersticken.

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Der Saisonstart war durchwachsen, bei der Eintracht gibt es noch einige Baustellen. Aber auch viele positive Punkte, auf denen aufgebaut werden kann. ©
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