Das Leben der Schiedsrichter wird auf und neben des Platzes immer gefährlicher. Immer wieder wird die Gewaltbereitschaft der Spieler und Zuschauer spürbar. Das Leben der Schiedsrichter wird auf und neben des Platzes immer gefährlicher. Immer wieder wird die Gewaltbereitschaft der Spieler und Zuschauer spürbar. © Felix König
Das Leben der Schiedsrichter wird auf und neben des Platzes immer gefährlicher. Immer wieder wird die Gewaltbereitschaft der Spieler und Zuschauer spürbar.

Nach Prügelattacke gegen Schiedsrichter: 17 Spieler gesperrt!

Während eines Kreisklassenspiels zwischen AKM Lübeck und dem Kronsdorfer SV II wurde der Schiedsrichter der Partie attackiert. Er musste ins Krankenhaus. Nun reagiert das Kreisgericht - und zwar drastisch.

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Die Attacke gegen einen Lübecker Schiedsrichter nach dem Kreisklassenspiel AKM gegen Kronsforder SV II (1:3), nach der der Referee mit mehreren Verletzungen kurzzeitig im Krankenhaus behandelt werden musste, hat ein schnelles und drastisches Nachspiel gefunden. Während die Polizei noch ermittelt, weil der Täter flüchtig und angeblich unbekannt ist, hat das Kreissportgericht Lübeck sofort reagiert. Nur zwei Tage nach dem hässlichen Vorfall hat es einen Beschluss gefasst: Alle 17 AKM-Spieler, die auf dem Spielberichtsbogen für das betroffene Match aufgeführt sind, wurden mit sofortiger Wirkung gesperrt - und zwar solange, bis der Klub den Namen des Schlägers preisgibt. Das Gericht geht davon aus, dass dieser den AKMern bestens bekannt ist, möglicherweise aus ihren Reihen stammt und vor drohenden Konsequenzen geschützt werden soll. Beugesperre gegen einen ganzen Kader könnte man das nennen.

Grund: "Unterlassene Hilfeleistung"

Das Gericht beruft sich auf § 14 der Rechtsordnung des SHFV, in der eine solche Maßnahme spontan und ohne Anhörung der Beteiligten "zur Aufrechterhaltung der sportlichen Disziplin" rechtens ist. Zweiter Grund für die Kollektivstrafe sei "unterlassene Hilfeleistung". Denn mehrere AKM-Spieler hätten die Attacke des Angreifers, der im Übrigen laut Schiedsrichterbericht Fußballschuhe getragen haben soll, unmittelbar verfolgt, ohne einzugreifen. Erst als der Schiri hilflos am Boden lag, habe es Reaktionen gegeben. Die Flucht des Angreifers habe aber niemand verhindert.

AKM Lübeck wird am Wochenende kaum eine Mannschaft stellen können. Gleich 17 Spieler wurden gesperrt. AKM Lübeck wird am Wochenende kaum eine Mannschaft stellen können. Gleich 17 Spieler wurden gesperrt. © Wolfgang Maxwitat

Für AKM ergeben sich nun auch sportlich  Konsequenzen. Noch besteht die vage Möglichkeit, B-Klassenmeister zu  werden, denn der Klub vom Koggenweg liegt nur vier Punkte hinter  Tabellenführer Olympia Bad Schwartau zurück. Deckt man den Täter nun  weiter, dürfte es schwierig werden, eine Mannschaft am kommenden Sonntag aufzubieten. Denn die Spieler wurden zwar gesperrt, ihre Spiele aber  nicht abgesetzt. So dürfte es am Sonntag um 11.45 Uhr auf dem Kasernenbrink gegen Rapid II schwer möglich sein, eine konkurrenzfähige Mannschaft zu stellen.

Region/Lübeck Kreis Lübeck AKM Lübeck (Herren) AKM Lübeck Lübecker Schiedsrichter

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