09. Dezember 2018 / 16:33 Uhr

Nach Zimmermann-Aus in Jena: FC Carl Zeiss holt Trainer Kwasniok

Nach Zimmermann-Aus in Jena: FC Carl Zeiss holt Trainer Kwasniok

dpa
Lukas Kwasniok ist neuer Trainer des FC Carl Zeiss Jena.
Lukas Kwasniok ist neuer Trainer des FC Carl Zeiss Jena. © dpa
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Einen Tag nach der Trennung von Mark Zimmermann hat der FC Carl Zeiss Jena schon einen neuen Trainer. Ab sofort ist Lukas Kwasniok Cheftrainer der Jenaer. 

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Lange hat man sich beim FC Carl Zeiss Jena nicht mit der Trainersuche aufgehalten. Nur einen Tag nach der Trennung von Identifikationsfigur Mark Zimmermann präsentierte der Thüringer Fußball-Drittligist am Sonntag mit Lukas Kwasniok einen neuen Cheftrainer. Der 37-Jährige erhält in Jena einen Vertrag bis Sommer 2021, der für die 2. Bundesliga und die 3. Liga Gültigkeit besitzt.

„Lukas Kwasniok folgt als Trainer dem FCC-Urgestein Mark Zimmermann, der viel für den Club geleistet und Spuren hinterlassen hat. Das ist eine herausfordernde Situation. Dementsprechend ist auch unser Anforderungsprofil für den neuen Trainer - und das erfüllt Lukas Kwasniok nach Einschätzung aller Gremien und Verantwortlichen zu 100 Prozent“, sagte Jenas Geschäftsführer Chris Förster am Sonntag. Der neue Mann bringe neben seinen fachlichen Qualitäten auch die nötige Dynamik, Leidenschaft und Freude mit, diese Herausforderung anzunehmen und gemeinsam mit der Unterstützung Aller zu meistern, betonte Förster.

Der gebürtige Pole Kwasniok zog 1988 mit seiner Familie nach Karlsruhe, wo er alle Nachwuchsklassen des Karlsruher SC durchlief und 18 Länderspiele für deutsche U-Auswahlmannschaften absolvierte. Im Männerbereich spielte er später für den KSC, Arminia Bielefeld und den SV Sandhausen. Danach trainierte er im KSC-Nachwuchsleistungszentrum die U17- und U19-Teams. Die Ausbildung zum Fußballlehrer bestand er mit der Bestnote 1,0, was ihn sofort zu einem gefragten Mann machte. Als der FC Erzgebirge Aue und später Dynamo Dresden neue Übungsleiter suchten, stand der Name Kwasniok auch ganz weit oben.

Cheftrainer-Posten ist für Kwasniok eine Herausforderung

Seine erste Trainerstation im Profi-Fußball sieht Kwasniok als Herausforderung. „Die Situation ist in der Tat herausfordernd, aber sie ist eben auch sehr reizvoll. Der FC Carl Zeiss Jena ist ein guter Name im deutschen Fußball, hat eine leidenschaftliche Fanszene, eine große Geschichte und einer herausfordernde Gegenwart. Dieser möchte ich mit viel Freude, Leidenschaft und Fleiß stellen. Ich bin überzeugt davon, dass die Mannschaft die Qualität dazu hat, die Klasse zu halten“, bemerkte der neue Cheftrainer.

Am Samstag war die Zeit für Mark Zimmermann nach der 1:2-Niederlage gegen den SV Meppen und dem Sturz auf Rang 18 abgelaufen. „Es ist und bleibt das oberste Ziel, für den FC Carl Zeiss Jena, die Klasse zu halten. Und dieses Ziel ist gefährdet und bedurfte einer Entscheidung, auch wenn diese sehr schwerfällt“, sagte Förster.

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Zimmermann gehört zum Verein. Der gebürtige Thüringer spielte bis 1998 beim FC Carl Zeiss, ehe er dann bis 2004 für Unterhaching, Stuttgarter Kickers, Alemannia Aachen und den FC Sachsen Leipzig aktiv war. Dann ging es bis zum Karriereende 2008 wieder zurück zum Heimatverein.

Und auch seine Trainer-Laufbahn fand bislang ausschließlich an den Kernbergen statt. Zunächst als Co-Trainer bei der zweiten Mannschaft und an der Seite von Henning Bürger, René van Eck, Wolfgang Funk, Marc Fascher, Jürgen Raab, Heiko Weber und Lothar Kurbjuweit bei den Profis, zwischendurch als Interimstrainer für zwei Spiele und als U19-Coach. Im Sommer 2016 wurde er schließlich Cheftrainer, stieg mit den Blau-Weißen in die 3. Liga auf und hielt als Neuling die Klasse. Nun ist seine Zeit vorbei.

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