21. Oktober 2014 / 20:44 Uhr

Nachfolger für Iman Bi-Ria gesucht

Nachfolger für Iman Bi-Ria gesucht

Stefan Freye
Ein feiner Fußballer: Iman Bi-Ria vom Bremer SV. USER-BEITRAG
Ein feiner Fußballer: Iman Bi-Ria vom Bremer SV. © Tobias Wenzel
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Der zweifache Amateurfußballer des Jahres stellt sich diesmal nicht zur Wiederwahl

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Iman Bi-Ria mag diese Wahl. Er hat sie ja auch zwei Mal in Folge gewonnen und darf sich „Bremer Amateurfußballer des Jahres“ nennen. Aber nun möchte der Torjäger des Bremer SV, dass endlich mal ein anderer Kicker in den Genuss des Titels kommt. Alternativen zum Seriensieger gibt es schließlich genug.

Die Ansage war deutlich und sie kam spontan. „Im nächsten Jahr trete ich nicht mehr zur Wahl an“, hatte Iman Bi-Ria im vergangenen Dezember die Zuschauer in der ÖVB-Arena wissen lassen – gleich nachdem er im Rahmen des großen Lotto-Hallenturniers zum zweiten Mal in Folge zum Bremer Amateurfußballer des Jahres gewählt worden war.

„Es gab einige Menschen, die das damals für arrogant hielten, aber so war es bestimmt nicht gemeint“, erinnert sich der 30-jährige Torjäger vom Bremer SV. Ihm sei es um etwas ganz anderes gegangen. Die Wahl zum Amateurfußballer des Jahres ist für ihn nämlich in mehrfacher Hinsicht eine ganz tolle Sache. Schließlich ist der Titel mit viel Aufmerksamkeit verbunden (Bi-Ria: „Man ist auch bei anderen Vereinen gefragt“), und es gibt einen attraktiven Preis zu gewinnen. Die beiden mit einem Namensschild versehenen Plätze im Weserstadion haben Iman Bi-Ria nun bereits seit fast zwei Jahren viel Freude bereitet, obwohl Werders Heimspiele zuletzt nicht gerade ein Vergnügen waren.

„Die ganze Atmosphäre im Stadion, und dann hast du auch noch deine eigenen Plätze“, erklärt der Stürmer, warum es ihm „immer Spaß“ gemacht hat. Richtig beeindruckend fand Bi-Ria auch die lebensgroßen Pappaufsteller, die von den fünf Nominierten angefertigt wurden. Mittlerweile hat er bereits zwei von ihnen zu Hause. All diese Dinge machen für den BSV-Kicker den Reiz dieser Wahl aus – und jetzt gönnt sie Iman Bi-Ria mal einem anderen Bremer Fußballer.

Allerdings weiß der Stürmer auch, dass seine Verzichtserklärung in etwa so wirkungsvoll ist wie ein Sonnenbad am Weserstrand in diesen Tagen. Es kommt nämlich gar nicht darauf an, ob Bi-Ria möchte oder nicht. In erster Linie geht es um die Vorschläge. Der amtierende Fußballer des Jahres ist sich dessen auch durchaus bewusst. „Ich befürchte schon, dass mich wieder einige nominieren, aber ich hoffe, dass sie es nicht tun“, sagt Iman Bi-Ria lachend. Denn am Ende – wenn die Jury angesichts der Nominierungen nicht vorbeikommt am Torjäger – würde er sich natürlich auch ein drittes Mal zur Wahl stellen.

Vorher will er aber alles dafür tun, dass es so weit nicht kommt. „Ich überlege gerade, wen ich nominiere“, sagt Iman Bi-Ria. Er denkt dabei an seine Mannschaftskollegen vom amtierenden Doublesieger Bremer SV, der sich beispielsweise im DFB-Pokalspiel gegen den Zweitligisten Eintracht Braunschweig klasse verkauft hatte.

HIER geht es zum Formular für die Vorschläge der Kandidaten

Aber die Auswahl ist noch deutlich größer. Schließlich kann jeder Amateurkicker vorgeschlagen werden, auch der ungewöhnlich faire Kreisligaspieler oder der Goalgetter aus der Alten Herren. Alles in allem kommen also ein paar Tausend Spieler infrage für den Titel „Amateurfußballer des Jahres“. So gesehen hat Iman Bi-Ria recht: Es muss nicht immer derselbe sein.

Und das waren unsere fünf Kandidaten aus dem letzten Jahr:

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