Will in Zukunft mehr Zeit für die Familie haben: Torwart Marco Kracht (31) vom PSV Ribnitz-Damgarten. Will in Zukunft mehr Zeit für die Familie haben: Torwart Marco Kracht (31) vom PSV Ribnitz-Damgarten. © Foto: Victoria Kuhn
Will in Zukunft mehr Zeit für die Familie haben: Torwart Marco Kracht (31) vom PSV Ribnitz-Damgarten.

Nächster Abgang: PSV-Elf verliert Marco Kracht

Der Torwart spricht über seinen Wechsel zu Kreisoberligist Wöpkendorf und nennt Gründe für den Abstieg der Ribnitz-Damgartener aus der Landesliga

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Bei Fußball- Landesliga-Absteiger PSV Ribnitz-Damgarten kündigt sich vor dem letzten Saisonspiel am Sonnabend (15.00 Uhr) bei Empor Richtenberg ein immer größerer Umbruch an. In dieser Woche gab der langjährige Torwart Marco Kracht seinen Abschied von den Bernsteinstädtern bekannt. Der 31-Jährige wechselt zur neuen Saison zur SG Wöpkendorf in die Kreisoberliga. Im Interview blickt Kracht zurück auf seine Zeit beim PSV, erklärt seinen Abschied, lobt die Mannschaft der vergangenen Jahre für den großen Aufwand, den viele Spieler betrieben haben, und nennt Gründe für den Abstieg.

_Haben Sie den Abstieg schon verarbeitet?
_Marco Kracht: Der Abstieg ist bitter. Aber wir müssen es akzeptieren, dass wir als erste Männermannschaft nicht zu den besten neun Teams der Landesliga Nord gehören und deshalb das Saisonziel verpasst haben. Das Leben geht ja trotzdem weiter.

Sie sind nach Niko und Tilo Treptow, Marcus Hanke, Marc Kuster, Markus Kunze, Lars Bastian und Tom Schneider bereits der achte Abgang. Spielte es bei Ihrer Entscheidung eine Rolle, dass das Team auseinander geht?
Kracht: Es ist schade, dass so viele Leistungsträger und Weggefährten den Verein verlassen werden. Aber es hat mit meiner Entscheidung nur indirekt zu tun. Ich möchte in Zukunft mehr Zeit für meine Familie und speziell für unsere Tochter haben. Außerdem wohnen wir in Dettmannsdorf. Das sind die Hauptgründe für meinen Wechsel. Trotzdem möchte ich weiter auf dem Großfeld spielen, deshalb käme die Freizeitliga noch zu früh.

Wie schwer fällt Ihnen der Abschied?
Kracht: Sehr schwer, deshalb habe ich mir für die Entscheidung auch viel Zeit gelassen. Ich möchte mich bei allen Beteiligten des PSV der vergangenen Jahre herzlich bedanken. Es war eine tolle Zeit!Jetzt freue ich mich, in Zukunft für unsere Gemeinde zu spielen.

Was bleibt hängen aus Ihrer Zeit beim PSV Ribnitz-Damgarten?
Kracht: Hervorheben muss ich das tolle Mannschaftsgefüge der vergangenen Jahre. Fast alle Spieler waren lange Zeit bereit, lange Anfahrtswege zum Training und Spiel auf sich zu nehmen, obwohl sie auswärts wohnen. Der Zusammenhalt war super. Es hat Spaß gemacht, in diesem Team zu spielen. Die schönsten Momente waren die erfolgreichen Jahre unter Trainer André Hofhansel, als wir zweimal Zweiter wurden, und die Testspiele vor vielen Zuschauern gegen den FC Hansa Rostock.

_Warum hat es diesmal nicht zum Klassenverbleib gereicht?
_Kracht: Wir haben viel zu oft krasse individuelle Fehler gemacht. Das zog sich wie ein roter Faden durch die ganze Saison. Dazu kamen manchmal fehlende Einstellung – das muss ich zugeben – und immer wieder personelle Probleme aufgrund von verletzungs- oder arbeitsbedingten Ausfällen und Sperren. Andere Mannschaften waren in der Breite auch besser aufgestellt als wir.

Gibt es für die Aussetzer eine Erklärung?
Kracht: Individuelle Fehler sind oft nicht zu erklären. Bei dem einen oder anderen lag es vielleicht an der fehlenden Fitness. Aber das können andere Leute besser beurteilen. Ich finde es jedenfalls sehr traurig, dass eine Stadt wie Ribnitz-Damgarten wahrscheinlich nur noch ein Team stellen kann. Vielleicht liegt es auch an den Bedingungen. Der erste Platz im Stadion Am Bodden ist zwar ein Teppich. Da macht der Platzwart ganz tolle Arbeit. Negativ ist allerdings, dass es keinen Kunstrasen gibt. Der würde allen Mannschaften im Verein sehr helfen – gerade im Herbst und Winter.

Was trauen Sie der PSV-Elf in der Spielzeit 2017/18 zu?
Kracht: Das kann ich nicht beantworten. Dafür müsste ich wissen, wie die neue Mannschaft aussehen und die Landesklasse-Staffel zusammengesetzt sein wird. Es wird für den PSV Ribnitz-Damgarten auf alle Fälle ein Neuanfang mit einem guten Trainerteam. Ich wünsche allen Beteiligten dabei maximalen Erfolg!

Interview: Tommy Bastian

Infos zur Person:
Marco Kracht kehrte zu Beginn der Saison 2011/12 zu seinem Heimatverein PSV Ribnitz-Damgarten zurück. Er hatte schon in der Jugend in der Bernsteinstadt gespielt, ehe zur C-Jugend zum FC Hansa wechselte. Später spielte der Torwart auch für den FSV Bentwisch (u. a. 2 Jahre U-19-Regionalliga), den Malchower SV und den SV 47 Rövershagen.

Region/Mecklenburg Vorpommern ezimport PSV Ribnitz-Damgarten (Herren) PSV Ribnitz-Damgarten SG Empor Richtenberg (Herren) SG Empor Richtenberg-PSV Ribnitz-Damgarten (17/06/2017 17:00) Verbandsliga Mecklenburg-Vorpommern Herren Kreis Nordvorpommern-Rügen

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