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Löw sucht seinen Mittelstürmer: Das sind die DFB-Kandidaten

Robert Hiersemann
André Schürrle, Niclas Füllkrug und Davie Selke sind Stürmer, die für den DFB-Angriff in Frage kommen könnten. Aber auf wen setzt Bundestrainer Joachim Löw? © imago/Getty/Montage

Die Ergebnisse der deutschen Nationalmannschaft stimmen wieder, doch ein großes Problem stellt sich nach wie vor: Vor dem Tor fehlt oft ein richtiger Mittelstürmer. Der SPORTBUZZER stellt alle Kandidaten auf der Position vor!

Erleichterung pur. Nach den nervenaufreibenden letzten Wochen und Monaten startete die deutsche Nationalmannschaft mit zwei Positiv-Erlebnissen in die Zeit nach der desaströs verlaufenen WM in Russland. Erst das 0:0 gegen Weltmeister Frankreich, dann der 2:1-Sieg gegen Peru. Die Ergebnisse stimmen wieder. Doch ein Problem konnte bisher nicht behoben werden: Das deutsche Team erzielt zu wenige Tore.

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Und die Diskussion um die Suche nach einem richtigen Mittelstürmer ist längst neu entflammt. Zu Recht?

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Im Jahr 2018 erzielten die DFB-Stars nur acht Tore in neun Länderspielen. Viermal blieb man komplett ohne eigenen Treffer. Und die acht Tore wurden allesamt von unterschiedlichen Spielern erzielt. Das kann man als Stärke, als Flexibilität in der Offensive auslegen, oder aber als Schwäche, weil Deutschland ein echter Knipser fehlt. Der letzte deutsche Vollstrecker war Miroslav Klose, der sich bei der WM 2014 zum erfolgreichsten WM-Torschützen aller Zeiten ballerte. Seitdem klafft im Angriff eine gewaltige Lücke.

Der SPORTBUZZER hat die Kandidaten zusammengestellt und fragt euch, wen Löw in den kommenden Spielen – Mitte Oktober in den Niederlanden und Frankreich – als Sturmspitze spielen lassen sollte? Das sind die Kandidaten!

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Diese Kandidaten gibt es: Wer soll für Deutschland stürmen?

Niclas Füllkrug: Spielte eine starke letzte Saison für Hannover 96 und erzielte dabei 14 Tore in 34 Partien. Passt als Spielertyp zu den wiedergefundenen deutschen Tugenden im DFB-Team. Kampf, Leidenschaft, Wille - das zeichnet Füllkrug aus. Problem: Sein Wechsel zu einem Topklub in diesem Sommer klappte nicht. Aber dafür ist das Spiel in Hannover auf ihn zugeschnitten.  © imago/Christian Schroedter
Davie Selke: Der 1,92 Meter große Selke ist technisch stark und kann sich im Strafraum auch aufgrund seiner Größe durchsetzen. Er ist erst 23 Jahre alt, erzielte in 81 Bundesligaspielen aber schon 23 Treffer. In der vergangenen Saison traf er zehn Mal für Hertha BSC. Sein bisher wohl größter Erfolg: der EM-Titel 2017 mit der U21.  © Getty
Sandro Wagner: Der Bayern-Stürmer war bereits Teil der deutschen Nationalmannschaft, verkündete allerdings nach der Nicht-Berücksichtigung für die WM in Russland seinen Rücktritt. Löw bestätigte nun noch einmal, dass es für Wagner kein Zurück gibt. Die richtige Entscheidung?   © 2018 Getty Images
Mark Uth: 14 Tore in 31 Partien, die vergangene Saison verlief für Uth wie im Traum. Seine Treffsicherheit weckte Interesse bei anderen Vereinen und so wechselte er in der Sommerpause von der TSG Hoffenheim zu Schalke 04. Viele rechneten nun mit seiner Nominierung für die Spiele gegen Frankreich und Peru. Doch Uth startete mit Schalke schlecht in die neue Saison und konnte sich nicht wirklich zeigen. © imago/RHR-Foto
Max Kruse: Ein Spieler mit eingebautem Knipser-Gen. Kruse ist inzwischen Kapitän von Werder Bremen. 220 Mal lief er in der Bundesliga auf, 63 Mal traf er dabei ins Tor. Kruse bestritt insgesamt 14 Länderspiele für Deutschland, doch im März 2016 strich ihn Löw aus dem Kader Nationalelf. Der DFB veröffentlichte dazu eine Erklärung: Kruse sein „nach Einschätzung des Bundestrainers seiner Vorbildrolle als Nationalspieler nicht nachgekommen“ und habe sich „unprofessionell verhalten.“ Kruse hatte damals 75 000 Euro in einem Taxi verloren und war mit einer Journalistin in einer Disco in Streit geraten. Seitdem wurde er nie wieder von Löw eingeladen.  © Getty
Daniel Ginczek: Kam noch nie in der deutschen Nationalmannschaft zum Einsatz, obwohl er sicher das Format dazu hat. Doch Ginczek ist zu häufig verletzt. Zumindest sein Start in die neue Saison ist verheißungsvoll. Für den VfL Wolfsburg erzielte er in den ersten beiden Ligaspielen bereits ein Tor. © Getty
Nils Petersen: Spielt in den Überlegungen von Löw eine wichtige Rolle. Vor der WM in Russland gehörte er zum DFB-Kader, wurde aber vor Start des Turniers aussortiert. Nun ließ ihn Löw ließ gegen Peru für 20 Minuten ran und war positiv überrascht.  © Getty
Thomas Müller: Gehört zum festen DFB-Personal. Stand gegen Frankreich in der Startelf und rochierte in der Offensive mit Reus und Werner. Spielte in der Vergangenheit mal auf den Außen, mal im offensiven Mittelfeld und dann wieder als Mittelstürmer. Zweimal bei der WM bester deutscher Torschütze, doch bei EM-Turnieren ging er bisher leer aus. Und nun, 2018, auch erstmals bei einer WM.  © Getty
Marco Reus: Löw testete Reus inzwischen einige Male als Sturmspitze, bisher allerdings mit mäßigem Erfolg. Sein letztes Tor für das DFB-Team erzielte er bei der WM gegen Schweden, da aber als Mittelfeldspieler. Als Stürmer blieb er bisher blass.   © Getty
Timo Werner: Fester Bestandteil der Nationalmannschaft. Brilliert durch seine Schnelligkeit, doch die kommt auf den Außen besser zur Geltung. Vor dem Tor lässt er zu oft Großchancen aus – so auch am Sonntag gegen Peru.  © Getty
André Schürrle: Der 27-Jährige wagte im Sommer den Schritt aus Dortmund zurück in die Premier League. Beim FC Fulham gelang ihm ein vielversprechender Auftakt mit zwei Toren in den ersten Spielen. Explizites Ziel des Weltmeisters: In London will er sich wieder in Löws Fokus spielen. Ob das gelingt? © Getty

Schlechte Chancenverwertung auffällig

Vor allem im Spiel gegen Peru war es auffällig, wie viele Chancen die deutschen Offensivspieler liegen ließen. Mal scheiterte Marco Reus, ein anderes Mal Timo Werner oder Thomas Müller. Müller analysierte nach der Partie: „Kaltschnäuzigkeit würde uns gut tun. Wie man die zurück erlangt? Das ist die große Frage.“ Mittelfeldspieler Ilkay Gündogan ergänzte: „Der Knoten muss platzen, das Selbstverständnis vor dem Tor muss zurückkommen. Es ist uns schon noch anzumerken, dass wir als Mannschaft noch ein bisschen verunsichert sind.“ Auf eine möglicherweise fehlende Klasse im Torabschluss wurde nicht eingegangen.

Bundestrainer Joachim Löw sieht in Stürmer Nils Petersen, der gegen Peru in der 70. Minute eingewechselt wurde, eine echte Alternative: „Er hat mir bei seinem Kurzeinsatz sehr gut gefallen. Er hatte Torszenen, war präsent. Ich denke, dass er noch einen Schritt bei uns machen kann.“ Doch wer kommt sonst noch für den Posten in der Sturmspitze infrage?


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Deutschland () Nations League Deutschland Niclas Füllkrug (Hannover 96) Mark Uth (FC Schalke 04) Daniel Ginczek (VfL Wolfsburg) Marco Reus (Borussia Dortmund) Timo Werner (RB Leipzig) Davie Selke (Hertha BSC) Sandro Wagner (FC Bayern München) Max Kruse (SV Werder Bremen) Thomas Müller (FC Bayern München) Nils Petersen (SC Freiburg) ...
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