04. September 2018 / 14:09 Uhr

Vor dem Auftakt der Nations League: Neuer und Müller geben die neue DFB-Richtung vor

Vor dem Auftakt der Nations League: Neuer und Müller geben die neue DFB-Richtung vor

Redaktion Sportbuzzer
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Können Manuel Neuer, Thomas Müller dem Weltmeister das Wasser reichen? An der nötigen Motivation mangelt es den DFB-Schlüsselspielern auf jeden Fall nicht.
Können Manuel Neuer, Thomas Müller dem Weltmeister das Wasser reichen? An der nötigen Motivation mangelt es den DFB-Schlüsselspielern auf jeden Fall nicht. © imago/Contrast
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Die deutsche Nationalmannschaft setzt den Neustart nach dem frühen WM-Aus fort. Als erstes misst sich das DFB-Team mit Weltmeister Frankreich in der Nations League. Kapitän Manuel Neuer, Thomas Müller und Julian Brandt strahlten auf der Pressekonferenz große Vorfreude aus. 

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Die WM ist vorbei, die Nations League kann kommen. Schon am Donnerstag erwartet das DFB-Team in München den neuen Weltmeister aus Frankreich. Drei Tage später kommt Peru zum Testspiel nach Sinsheim. Manuel Neuer, Thomas Müller und Julian Brandt freuen sich auf die kommenden Spiele.

„Gegen Frankreich können wir zeigen, was wir drauf haben. In erster Linie wollen wir mit Spaß und Freude Fußball spielen“, sagte Kapitän Neuer im Rahmen der DFB-Pressekonferenz am Dienstagmittag. Auch Jungstar Brandt sieht der Aufgabe positiv entgegen: „Ein schöneres Spiel kann man sich zum Anfang nicht vorstellen, da sind alle heiß drauf.“

Der DFB-Kader für die Länderspiele gegen Frankreich und Peru

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Kapitän Neuer erlebt "hungrigen" Löw

Mit dem Spiel gegen Frankreich (Donnerstag, 20:45 Uhr im ZDF) beginnt auch die Nations League und damit ein neuer Wettbewerb um einen internationalen Titel. In einer Dreiergruppe mit der Équipe Tricolore und den Niederlanden spielt die DFB-Auswahl bis November um den Gruppensieg, der die Teilnahme am Finalturnier im kommenden Juni bedeuten würde. Der Gruppenletzte steigt hingegen in die Division B ab.

Die Augen richten sich in den beiden kommenden Länderspielen natürlich auch auf Bundestrainer Joachim Löw. Neuer erlebte den 58-Jährigen nach dem WM-Aus „niedergeschlagen“, sagt aber auch: „Er ist sehr zielstrebig und will einen klaren Plan verfolgen. Er hat uns gezeigt, dass er mit uns auf die Erfolgsspur kommen will. Man merkt, dass er sehr hungrig ist.“

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Am Donnerstag gegen Frankreich will Brandt auch für Löw spielen: "Wir wollen dem Trainer das Gefühl geben, dass er weiter auf uns bauen kann", so der 22-Jährige, der ergänzend hinzufügt: "Wir wollen als Team agieren und uns von der bestmöglichen Seite zeigen." Auch Thomas Müller sieht in diesem Duell gegen den Weltmeister "eine super Chance, um eine gute Leistung zu zeigen". Aus Sicht des erfahrenen Nationalspielers sei die Motivation nach so einer großen Enttäuschung immer groß. "Man möchte sich und anderen beweisen, dass man es besser kann", lautet seine Devise.

Zudem äußerte sich Müller auch zum Abschied von Mesut Özil, verwies in seinem Statement bezüglich der dadurch nötigen anderen Ausrichtung allerdings auf Jogi Löw: "Grundsätzlich ist das eine Frage, die man dem Trainer stellen muss, weil er den Spielertypen Mesut Özil nicht mehr dabei hat. Er ist ein Ballverteiler, der seine Mitspieler gerne einsetzt und auch mal tiefer geht, um sich die Bälle abzuholen.“

Müller: Spielweise ein wenig modifizieren

Der Leverkusener Brandt wäre ein Kandidat, der den Özil-Posten einnehmen und eine zentrale Rolle spielen könnte. Brandt hat in der DFB-Auswahl die „10“ auf dem Trikot von Özil übernommen. Wird der 22-Jährige, der bei der WM als Joker ein Lichtblick war, der neue Spielmacher? „Wir haben viele Spieler, die auf verschiedensten Positionen spielen können. Wir (Müller und Brandt, Anmerkung d. Red.) bieten uns auf der Position auf jeden Fall dem Bundestrainer an“, so der Werkself-Kicker, der in die Rolle hineinwachsen will: „Ich will die Nummer zehn so gut präsentieren, wie es geht.“ Mit einem Schmunzeln fügt er an: "Ich glaube, ich habe breite Schultern und passe da rein."

Ankunft der Nationalmannschaft in München vor den Länderspielen gegen Frankreich und Peru

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Bleibt also die Frage, ob das künftige Spielsystem passen wird oder nicht. Es deutet vieles darauf hin, dass die Löw-Elf mit einem neuen Fokus - und zwar weg vom reinen Ballbesitz - in die Zukunft starten wird. Müller bestätigt das: "Grundsätzlich ist es auch vom Gegner abhängig, aber wir wollen unsere Spielweise schon ein wenig modifizieren. Wir haben sehr viel Qualität am Ball und deshalb sollten wir diesen schon häufig in unseren Reihen haben. Aber wir sollten es nicht so sehr ausschmücken, dass wir letztlich keinen Erfolg damit haben.“

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