Symbolbild © Imago/Ralph Peters

Naunhof feiert Auswärtssieg in Delitzsch

Landesklasse: Clade-Elf dreht Spiel und nimmt Punkte mit

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Eins muss man den Naunhofern Fußballern lassen, dort wo sie auftreten (egal ob auswärts oder zu Hause) sorgen sie in ihren Spielen der Landesklasse Nord immer wieder für Unterhaltung. Statistisch unterlegt wird diese Aussage allein von der Torquote, die bei ihren Auftritten erzielt wird. 76 Tore fielen in den 15 bereits absolvierten Spielen und das sind immerhin fünf Tore im Durchschnitt pro Begegnung, die in Delitzsch wurde mit 4:3 gewonnen. Natürlich ist das noch kein Beleg für erfolgreichen Fußball, für einen hohen Unterhaltungswert allemal.

Es dauerte keine zehn Minuten, da wurden die nur 29 Zuschauer zum ersten Mal „unterhalten“. Florian Burkert musste das erste SVN-Tor machen, sein Heber ging am ESV-Tor vorbei. Im Gegenzug vergaben die Gastgeber die frühe Führung. Ein Fehlabspiel des an diesem Tage indisponiertem Manuel Gräwel nutzten die Delitzscher nicht. Auch nicht drei Minuten später, als ein Delitzscher Angreifer frei vor Naunhofs Keeper Martin Gräwel auftauchte, der überragend reagierte. Jetzt waren wieder die Gäste dran: David Minio steckte das Spielgerät für Charaf Afan durch, der aus Nahdistanz scheiterte. Besser machte er es in der 19. Minute. Minio spielte steil auf Burkert, der enteilte über die rechte Seite seinem Gegenspieler, passte ins Zentrum und Afan vollendete die Lehrbuchkombination, am langen Pfosten stehend überlegt.

Zwischen diesen Tormöglichkeiten gab es bei den Clade-Kickern Phasen, in denen es nicht rund lief. Zu viele verlorene Zweikämpfe, eine zu hohe Fehlpassquote und wie auch in den letzten Spielen die ungenaue Spieleröffnung. Fast vorauszusehen war der Doppelschlag der Heimelf. In der 30. vertändelte Benny Große den Ball im Strafraum, Bachmann nutzte das Geschenk zum Ausgleich. Zwei Minuten später netzte Knappe zum Führungstreffer ein, Naunhofs Sechser Große (mit seiner körperlichen Präsenz ansonsten eine Bank im Naunhofer Defensivverbund) stand in der Nähe, konnte aber nicht mehr eingreifen.

Bachmann vergibt freistehend​

Schlimmer hätte es wenig später kommen können. Nach einem Ballverlust im Mittelfeld der Gäste hätte Bachmann sein zweites Tor machen und auf 3:1 stellen können, vergab aber freistehend von der Strafraumkante. Das sollte die letzte gefährliche Aktion in der ersten Spielhälfte sein, große Aufreger gab es nicht mehr. Einen gab es mit dem ersten Angriff der Naunhofer nach dem Seitenwechsel. Erol Gugna schickte den pfeilschnellen Burkert auf der rechten Außenbahn mit Steilpass zur Grundlinie, dessen Eingabe legte Afan auf Kanitz ab und der jetzt im Mittelfeld agierende Nico Kanitz lupfte den Ball aus kurzer Entfernung in die Maschen.

Mit der Einwechslung von René Beckert zum zweiten Durchgang und des Positionswechsels im Mittelfeld (Kanitz-Große) kam größere Sicherheit in Naunhofs Spiel. Und vor allem Gugna profitierte davon. Nach einem Zuspiel von Routinier Kanitz auf der linken Seite zog er nach innen und ließ mit einem knallharten Schuss aus 18 Metern dem ESV-Schlussmann keine Abwehrchance (65.). Doch die kampfstarken und oft an der Grenze des erlaubten agierenden Platzherren hielten dagegen.

So lenkte Gräwel in der 70. einen Freistoß aus 20 Metern um den linken Pfosten. Den Sack zu hätte Burkert fünf Minuten später machen können. Sein Heber fand aber nicht den Weg ins Gästegehäuse. Sequenzen später eine erneute Ausgleichsmöglichkeit für die Heimelf. Sie hatte sich auf der linken Seite freigespielt aber aus zwölf Metern schoss Rast übers Gebälk. Kurz vor Schluss tauchte Kanitz vorm Gästetor auf, verpasste aber die Entscheidung.

Afan schiebt zur Entscheidung ein​

Die gelang Afan in der Schlussminute, nachdem er ein Zuspiel von Gugna aufnahm, den herausstürzenden Delitzscher Torwächter noch umspielte und die Kugel ins leere Tor schob. Nur noch Ergebniskosmetik dann in der Nachspielzeit: Rast nutzte ein Missverständnis in Naunhofs Hintermannschaft zum Endstand. „Die bessere Offensive hat heute das Spiel gewonnen“, lautete die knappe Analyse von Naunhofs Trainer Andreas Schmidt.

Zu gewinnen gibt es für die Clade-Elf in der ersten Halbserie auch nichts mehr, da sie alle 15 Partien gespielt hat. Mit Sicherheit wird sich das Tabellenbild nach den ausgetragenen Nachholspielen noch verändern, doch der beste Aufsteiger werden die Männer aus dem Cladewald bleiben. Und als der fahren sie kommenden Samstag zum Rückrundenstart nach Döbeln (Hinspiel 1:1) mit der Hoffnung, drei Punkte im Rückreisegepäck mitzunehmen.

Von lvz

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