08. Januar 2019 / 17:30 Uhr

„Nazis raus“: Bundesliga-Klubs solidarisieren sich mit ZDF-Reporterin Nicole Diekmann

„Nazis raus“: Bundesliga-Klubs solidarisieren sich mit ZDF-Reporterin Nicole Diekmann

Stella-Sophie Wojtczak
„Nazis raus aus den Stadien“: Viele Bundesligisten teilen – wie hier Fans des FC St. Pauli im Millerntor-Stadion – ihre klare Meinung in den sozialen Netzwerken mit.
„Nazis raus aus den Stadien“: Viele Bundesligisten teilen – wie hier Fans des FC St. Pauli im Millerntor-Stadion – ihre klare Meinung in den sozialen Netzwerken mit. © imago/Oliver Ruhnke
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Der Tweet der ZDF-Journalistin Nicole Diekmann hat auch im Fußball für große Aufmerksamkeit gesorgt. Viele Vereine – von der Bundesliga bis zur 3. Liga – haben mit dem Hashtag #nazisraus ihre Solidarität bekundet und klar Stellung bezogen.

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Es war ein heftiger Shitstorm, den ZDF-Journalistin Nicole Diekmann mit nur zwei Worten ausgelöst hat: „Nazis raus“, schrieb die 39-Jährige am Neujahrstag bei Twitter. Es folgten massenweise Hasskommentare. Für ihre Worte erntete sie üble Beschimpfungen bis hin zu Mord- und Vergewaltigungsdrohungen.

Solidarität mit Diekmann aus der Bundesliga

Doch viele Kolleginnen und Kollegen sowie Twitter-User aus allen Bereichen zeigten sich solidarisch mit Diekmann, stärkten sie mit Meinungsbeiträgen oder posteten simpel das Hashtag #nazisraus. Dieses führte am 7. Januar zeitweise die Trending Topics bei dem sozialen Netzwerk an.

Auch in der Sportwelt fand der Wirbel um den Shitstorm Beachtung. Eine Vielzahl von Vereinen hat bei Twitter ebenfalls seine Solidarität bekundet. Unter dem Hashtag #nazisraus twitterten sie ihre eigenen Botschaften und unterstützen so die Worte Diekmanns. Als erster Klub zeigte sich der Zweitligist FC St. Pauli via Twitter solidarisch, einige weitere Vereine folgten. Auch der Deutsche Fußball-Bund reagierte.

Wenn die Wut überkocht: Die größten Ausraster der Fußballgeschichte

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Oliver Kahn: In nur einem Spiel leistete sich Oliver Kahn 1999 gleich zwei Ausraster. Beim 2:2 gegen den BVB fiel er nicht nur aufgrund seines Kung-fu-Tritts in Richtung von Stephane Chapuisat negativ auf, sondern auch mit einem Biss gegen Heiko Herrlich. Zwar gab der heutige Leverkusen-Trainer später zu, den FCB-Keeper auf Empfehlung von Jürgen Kohler provoziert zu haben, doch mit Kahns Ohr-Knabberei war wirklich nicht zu rechnen. ©
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Es überrascht kaum, dass das Hashtag der ZDF-Reporterin Dieckmann in der Bundesliga eine große Solidaritätswelle ausgelöst hat. Fans von einigen Profiklubs hatten im vergangenen Jahr bereits die Kampagne „Nazis raus aus den Stadien“ unterstützt. Daher nutzten auch jetzt viele Vereine die Möglichkeit, klar Stellung zu beziehen. So äußerten sich die Klubs und der DFB!

Der SPORTBUZZER hat die Reaktionen zusammengefasst:

Auch der 1. FC Köln äußerte sich via Twitter zu dem Thema. Der Tabellenzweite der 2. Bundesliga teilte jedoch nicht das Hashtag, sondern verwies auf seine Unterstützung für die Kampagne „Nazis raus aus den Stadien“ des SV Babelsberg 03.

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