13. Februar 2018 / 19:12 Uhr

Neue Gefahr aus der Mitte: Fossum und Anton machen das Spiel von Hannover 96 unberechenbar

Neue Gefahr aus der Mitte: Fossum und Anton machen das Spiel von Hannover 96 unberechenbar

Christian Purbs
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Seltene Glücksgefühle:
 Die beiden Mittelfeldspieler Waldemar Anton (links)
 und Iver Fossum erzielten in den Spielen gegen den HSV und Freiburg ihr jeweils erstes Saisontor.
Seltene Glücksgefühle: Die beiden Mittelfeldspieler Waldemar Anton (links) und Iver Fossum erzielten in den Spielen gegen den HSV und Freiburg ihr jeweils erstes Saisontor. © Lobback/imago/Fotomontage
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Mit Iver Fossum und Waldemar Anton haben in dieser Saison erstmals auch Spieler aus dem zentralen Mittelfeld Tore für 96 erzielt. Das hilft und macht das Spiel unberechenbarer.

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Diese Tore haben Hannover 96 lange gefehlt. Wie wichtig sie sind, zeigte sich in den beiden vergangenen Spielen. Lange Zeit musste sich der Aufsteiger beim Toreschießen auf seine Stürmer verlassen, mit Salif Sané und Julian Korb trafen in den ersten 20 Spielen lediglich zwei Profis aus der Defensivabteilung je einmal für die Roten. 

Gänzlich leer gingen bis dahin die Spieler aus dem zentralen Mittelfeld aus. Doch das hat sich geändert. Gegen den HSV erzielte Iver Fossum den Führungstreffer für den Fußball-Bundesligisten, im Heimspiel traf Waldemar Anton zum 1:0, für beide Profis war es das erste Tor in dieser Saison.

Die neuen Marktwerte der Spieler von Hannover 96 - und wie sie sich seit August 2018 verändert haben. (Stand: 22. Oktober 2018, Quelle: transfermarkt.de)

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​96 ist variabler

Das ist jedoch nicht die einzige Gemeinsamkeit der beiden 21-jährigen 96-Profis. Sowohl Fossum als auch Anton erzielten ihre Treffer aus der Distanz, bei beiden Toren schlug der Ball im linken unteren Toreck des Gegners ein.

Trainer André Breitenreiter wird es herzlich egal sein, ob seine Mittelfeldspieler ihre Tore aus 20 Metern oder per Fallrückzieher erzielen. Und wenn sie den Ball aus einem Meter mit dem Bauch über die Linie schubsen, ist das auch prima. Hauptsache, sie treffen. Denn wenn die Offensivabteilung nicht mehr auf sich allein gestellt ist und von mehreren Spielern Torgefahr ausgeht, wird das 96-Spiel unberechenbarer.

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​"Es ist ein unglaubliches Gefühl für mich"

Bereits zum Rückrundenende beim 4:4 gegen Leverkusen hatte der Trainer Fossum dafür gelobt, dass sich der Norweger vor dem gegnerischen Tor immer mehr zutraut und auch selbst den Abschluss sucht, anstatt den Ball und damit auch die Verantwortung zum Nebenmann zu schieben. „Er hat gezeigt, welche Qualitäten er hat. Ich bin mit seiner Entwicklung sehr zufrieden“, lobte Breitenreiter den Kapitän der norwegischen U21-Nationalmannschaft kurz vor Weihnachten.

„Ich habe schon ein paar Tore geschossen, aber das war eines meiner schönsten. Es ist ein unglaubliches Gefühl für mich, weil es mein erstes Tor in der Bundesliga war“, sagte Fossum nach dem Spiel in Hamburg.

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​Anton kann auf der "Sechs" offensiver agieren

Da war Waldemar Anton schon einen Schritt weiter. Bereits in seinem vierten Spiel als Profi trug sich der damals 19-Jährige in die Torschützenliste der Bundesliga ein, als er in der Abstiegssaison beim 2:0-Heimsieg gegen Borussia Mönchengladbach zum 1:0 traf. Auch in der 2. Liga erzielte er zwei Tore.

Als Ersatz für den verletzten Pirmin Schwegler spielte Anton gegen Freiburg statt in der Innenverteidigung wieder einmal als „Sechser“, zuletzt hatte ihn Breitenreiter Mitte Oktober beim 1:2 gegen Frankfurt auf dieser Position eingesetzt. Als Innenverteidiger blieben Anton nur die Standards, um für Torgefahr zu sorgen. Aus dem Mittelfeld kann er sich hingegen öfter auch in die Offensivaktionen einschalten. Das zahlte sich gegen Freiburg aus.

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„Er hat das seit längerer Zeit mal wieder gespielt und hat das sensationell gemacht“, sagte Breitenreiter. „Jetzt macht er auch noch Tore, jetzt wird’s langsam beängstigend. Er macht eine tolle Entwicklung“, lobte Manager Horst Heldt den Defensivspieler, der sich über sein Premierentor riesig freute. „Das bedeutet mir sehr viel, auf dieses Tor habe ich lange gewartet“, sagte Anton.

Fossum und Anton haben vorgelegt und Pirmin Schwegler und Marvin Bakalorz gezeigt, wie es geht. Für Schwegler, der mit einem Hexenschuss gegen Freiburg passen musste, aber heute oder morgen wieder ins Mannschaftstraining einsteigen soll, und Bakalorz gilt deshalb: Es reicht, wenn die Null hinten steht.

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