FAN-BEITRAG Das begleitete Schiedsrichter Team während des Films. © John Luca Grave

Neue Schiri-Doku: „Alles Walzer“ sagen Lübecks Referees

225 Lübecker Schiedsrichter zeigen ihre Kreativität bei der selbstproduzierten TV-Reportage.

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Die Schiedsrichter-Zunft in Lübeck ist schon eine spezielle Familie: Größer als vergleichbare Gruppen in den anderen Fußballkreisen in Schleswig-Holstein, auch enger miteinander verbunden, in der Aus- und Fortbildung vorbildlich. Und feiern können sie. Im Notfall auch sich selbst.

Ihre große Gemeinschaft, aber auch ihre Kreativität, haben die 225 Lübecker Referees nun einmal mehr unter Beweis gestellt. Im gediegenen Volkstheater Geisler traf man sich zur Präsentation der selbstproduzierten TV-Reportage „Spielverderber an der Basis - Teil zwei“. Der erste Teil, der im Herbst 2014 ins Netz gestellt worden war, verzeichnete bei Youtube starke 120 000 Aufrufe. Dokumentiert werden darin Tagesablauf, Ausbildung und Tätigkeit des jungen Lübecker Schiris Alexander Roppelt, damals 17 Jahre alt.

Zu den 160 Gästen im Geisler-Theater zählte auch SHFV-Präsident Hans-Ludwig Meyer, der die Lübecker Unparteiischen in einem Grußwort beispielhaft für ganz Norddeutschland nannte. Und Fifa-Referee Tobias Stieler war da. Auch er hatte ein „Geschenk“ dabei. Der angehende Psychologe aus Hamburg referierte locker, sympathisch und höchst informativ über seine Arbeit auf dem Fußballplatz – anhand von eigenen Fehlentscheidungen.

Danach hieß es „Film ab!“ für die Fortsetzung der Schiri-Doku. Im Mittelpunkt wieder Roppelt, jetzt aber im Team mit Marcel Colmorgen und Lasse Ohde. Im Mittelpunkt steht der Auftritt des Trios bei der hochklassig, international besetzten U19-Champions-Trophy in Düsseldorf, wo sie das höchst turbulente Duell zwischen dem 1. FC Köln und Besiktas Istanbul souverän meisterten und starke Kritiken ernteten. Gezeigt wird auch die besondere Vorbereitung auf die große Aufgabe im Spezialtrainingslager in Graz bei Fifa-Schiri Alexander Harkam. „Alles Walzer“ haben sie dort auch gelernt, den gegenseitigen Aufmunterungsruf der österreichischen Referees. Der Film wird am 16. Juli bei Youtube freigeschaltet, einen Trailer gibt es dort bereits.

Die engen Verbindungen nach Düsseldorf, Graz oder zu Spitzenschiris wie Stieler und Harkam verdanken die Lübecker Unparteiischen ihrem „KSO“, dem Kreisschiedsrichterobmann Boris Hoffmann, der mit Spaß – aber auch Bedacht, wenn erforderlich – durch den Geisler-Abend führte.

Region/Lübeck

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