Steigt am Saison-Ende beim Regionallligisten aus: Lupo-Coach Francisco Coppi gibt sein Amt nach 14 Jahren auf. © Imago

Neue Zeitrechnung bei Lupo: Coach Francisco Coppi hört auf

Zu seiner aktiven Zeit war er eines der größten heimischen Fußball-Talente, schaffte mal den Sprung zum VfL, war von Eintracht Braunschweig umworben. Doch so richtig Renommee verschaffte sich Francisco Coppi (47) als Trainer von Lupo/Martini Wolfsburg. Jetzt fasste er den Entschluss: „Im Sommer höre ich auf.“ Nach dreizehneinhalb Jahren, in denen er den Klub von der Bezirksoberliga in die Regionalliga geführt hatte, fiel der Entschluss zu Weihnachten.

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Dabei, so gesteht der Vollblut-Coach, „hat mich meine Familie noch zu überreden versucht, ein weiteres Jahr dranzuhängen. Aber wenn ich so schaue: Ich werde 48, meine Tochter Franzisca zieht im Februar aus - es ist Zeit, den Schlussstrich zu ziehen.“

Seine Frau Ilka und seine Kinder (Sohn Mario ist 19) hätten immer voll hinter ihm gestanden. „Sonst hätte ich das nicht all die Jahre machen können. Zumal der Aufwand immer größer wurde. Meine Familie hat mir in all den Jahren den Rücken frei gehalten, es ist an der Zeit, etwas zurückzugeben.“

Zumindest fünfmal Training in der Woche sind dann passé. Als Manager macht Coppi weiter, wird auch in die Trainersuche eingebunden sein. Ein A-Schein-Inhaber muss es sein. Detlev Dammeier, Ex-Profi des VfL, langjähriger Freund von Coppi und Lupo, ist ein möglicher Kandidat. Coppi betont aber: „Dass es einer sein muss, der zu Lupo passt, ist klar.“ Wer passt zu Lupo? Das Urgestein erklärt: „Teamarbeit und das Menschliche stehen bei uns im Vordergrund.“ Dammeier, der in der Nähe von Bielefeld wohnt, ist wahrscheinlich zu teuer. Bei Uwe Erkenbrecher, Ex-Profi-Coach und welterfahren, spricht vieles dafür, dass er beim MTV Gifhorn bleibt. Top-Kandidat ist Klaus Fricke (Bezirksligist FC Schunter), der die erforderliche Qualifikation und höherklassige Erfahrung hat.

Detlev-Dammeier2

Sein letztes Ziel als Coach: „Mit Lupo die Klasse zu halten. Aus der Regionalliga wieder abzusteigen, das wäre kein schönes Ende.“ Zumal er mit Lupo nur die Richtung aufwärts eingeschlagen hatte. Mit einem Duell gegen Hillerse hatte alles angefangen. In einem entscheidenden Spiel in der Bezirksoberliga um den Aufstieg traf Nico Pulito zum 2:1. Lupo war zurück in der Landesliga. Coppi: „Das war damals eine schwere Zeit. Wir waren Absteiger, es war nicht so, dass die Spieler zu uns gekommen sind, weil wir so toll waren. Aufbauarbeit war angesagt.“ Dann wurde Lupo langsam, aber sicher zu einer bekannten Adresse im Wolfsburger Fußball und inzwischen zu einer Top-Adresse in der Region, zur besten Amateur-Mannschaft im weiteren Umkreis. Coppi: „Bei Lupo Trainer zu werden, war die beste Entscheidung meiner Karriere!“

Region/Wolfsburg-Gifhorn Regionalliga Nord Region Norddeutschland (Herren) U.S.I. Lupo Martini (A-Junioren) Kreis Wolfsburg

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