Dynamo-Trainer Uwe Neuhaus vermisst bei seinen Jungs die nötige Lockerheit und geht nun andere Wege. "Funsport" steht auf dem Programm und soll die Köpfe frei machen.  (Archivbild) © Imago

Neuen Spaß entfachen

Nach dem tristen Spiel gegen Düsseldorf steht bei Dynamo Dresden heute Funsport auf dem Programm

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Dresden.Pässe ins Nirgendwo, zündende Ideen als Mangelware, einfache Ballverluste. Irgendwie war am Sonntag bei Dynamo Dresden in der Partie gegen Fortuna Düsseldorf (1:1) die österliche Suche nach dem gewohnten Spielwitz erfolglos geblieben. Zu sehr lastete offenbar noch die 0:1-Pleite gegen Braunschweig auf den Schultern der Schwarz-Gelben, die damit wohl ihre Aufstiegsträume begraben mussten. Nun geht eine an sich richtig starke Saison auf die Zielgerade, doch die Spieler haben trotz fünf noch ausstehender Partien schon jetzt leere Köpfe, weil sie wissen, dass sie ihr ganz großes Ziel – um den Aufstieg in die 1. Bundesliga mitzuspielen – wohl nicht mehr erreichen. Den für einen Aufsteiger trotz allem mehr als respektablen Rang fünf zu verteidigen, ist nun wohl die neue Vorgabe.

Dafür das nötige Feuer zu entfachen, dürfte nicht so leicht ein. Cheftrainer Uwe Neuhaus will es trotzdem angehen und für neuen Spaß in seiner Mannschaft sorgen. Nachdem gestern leichtes Training auf dem Plan stand, geht es heute mal nicht um Fußball. Die Dynamos machen einen Funsport-Ausflug in die Nähe von Dresden. Konkreteres ließen sich die Verantwortlichen gestern nicht entlocken. Maßgabe solle sein, den Kopf wieder freizukriegen.

Die Dynamos waren aber zuletzt nicht nur ausgebrannt, sondern infektgeplagt. Ein Virus machte die Runde, sieben Spieler waren zwei Tage vor der Partie gegen Düsseldorf krank. „Ich lag schon richtig flach, da war mit Kopf- und Gliederschmerzen alles dabei“, berichtet Andreas „Lumpi“ Lambertz, stellt aber klar: „Das darf keine Ausrede sein.“ Schließlich hätten sich zumindest fünf Akteure kurz vor der Begegnung gegen die Fortuna fit gemeldet und standen daraufhin im Kader. Und „Lumpi“, der mit hoher Laufbereitschaft vorbildlich war, hatte die „Seuche“ vorm Spiel gegen seine Ex-Kollegen aus dem Rheinland offenbar schon weitestgehend abgeschüttelt. Klar, ein besonderes Spiel sei es für ihn gewesen, wenn auch nicht ganz so speziell wie das Aufeinandertreffen in der Hinrunde in Düsseldorf. Für die abstiegsgefährdeten Fortunen wären drei Punkte viel wichtiger gewesen, weiß er. Einfach herschenken wollte und konnte er sie dennoch nicht.

Neben Lambertz gehörte diesmal auch der ansonsten ruhige Torwart Marvin Schwäbe, mit mehreren Glanzparaden wohl bester Dynamo auf dem Platz, zu den Antreibern der mitunter lethargisch wirkenden Dresdner Elf. „Das ist nicht immer einfach, wenn man das von hinten sieht. Man würde die Sache selbst gern von hinten anschieben. Da muss man vielleicht auch mal ein bisschen lauter werden, dass die Spieler wieder wach werden“, erklärt er.

Einer, der diese Saison offenbar auch in schwächeren Spielen ein Erfolgsgarant ist und mit seinem Tor zum 1:1-Ausgleich (77.) für den äußerst glücklichen Punktgewinn sorgte, redet Tacheles: „Das war richtig schlecht. So traurig das ist – das Tor macht das auch nicht schöner“, sagt Stefan Kutschke. Auch wenn es sein Sechzehntes in dieser Saison war und er sich in der Zweitliga-Schützenliste zum ärgsten Verfolger von Stuttgarts Simon Terodde (19) gemausert hat. „Ich persönlich hab für mich was im Kopf“, sagt er, ohne sein Ziel kundzutun, zu der Marke, die er in dieser Spielzeit noch erreichen will. Es solle einfach so weitergehen. Kutschke hat also noch Ziele und fordert von seinen Mitspielern, weiter mitzuziehen. „Es gibt ja jedes Wochenende Geld zu verdienen, wir wollen Sport machen, es geht um Punkte, um eine gute Platzierung.“ Morgen schon ist Abschlusstraining, am Freitag geht es zu Greuther Fürth. Dann hoffentlich wieder mit frischem Elan.

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