13. Juni 2018 / 06:28 Uhr

Letzter Akt für Khedira, Neuer & Co.? Das ist die Nationalmannschaft der Zukunft

Letzter Akt für Khedira, Neuer & Co.? Das ist die Nationalmannschaft der Zukunft

Eric Zimmer und Heiko Ostendorp
Bricht für gestandene Stars wie Sami Khedira und Manuel Neuer die letzte WM an? Die neue Generation um Spieler wie Kai Havertz und Emre Can steht in den Startlöchern.
Bricht für gestandene Stars wie Sami Khedira und Manuel Neuer die letzte WM an? Die neue Generation um Spieler wie Kai Havertz und Emre Can steht in den Startlöchern. © 2017 Getty Images
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Deutschland schielt auf den fünften WM-Titel. Nach dem Turnier in Russland könnte der Nationalmannschaft ein großer Umbruch bevorstehen. Der SPORTBUZZER nennt Rücktrittskandidaten und Spieler, die die Zukunft des DFB-Teams sein könnten.

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Jetzt wird es ernst, es geht endlich los. Am Dienstagnachmittag landete die Sondermaschine LH2018 der Lufthansa mit kostbarem Gepäck in Moskau. An Bord saß Joachim Löw – wie immer auf Platz 1A – mit seinen Assistenten und den 23 Spielern, die die Mission Titelverteidigung angehen werden. Zurückgehen soll es erst am 16. Juli, also am Tag nach dem WM-Finale.

Aber wann auch immer der Rückflug aus Russland startet – es wird die letzte Dienstreise in dieser Konstellation sein. „Was nach der WM mit der sogenannten goldenen Generation wird, weiß ich nicht“, sagt der Bundestrainer. „Ich glaube aber schon, dass sich einige Spieler damit auseinandersetzen, dass es vielleicht ihre letzte WM ist. Und es ist denkbar, dass es danach einen Umbruch gibt.“

Auch Kroos ein Rücktrittskandidat nach der WM?

Nach dem Titelgewinn vor vier Jahren ging zunächst der Kapitän von Bord. Philipp Lahm trat mit gerade mal 30 Jahren aus der Nationalmannschaft zurück. Es folgten Miroslav Klose (36), Per Mertesacker (29) und zwei Jahre später Bastian Schweinsteiger (31). Wie es nach dem Turnier in Russland aussehen wird, hängt vermutlich auch mit dem Abschneiden des DFB-Teams ab. Kandidaten für einen Rücktritt sind Manuel Neuer (32), Jérôme Boateng (29), Mario Gomez (32), Sami Khedira (31) und Toni Kroos – wobei dieser erst 28 ist.

Mehr vom DFB-Team

Ob sich der zweifache Familienvater schon Gedanken gemacht hat, wie es nach der WM weitergeht? Kroos auf SPORTBUZZER-Nachfrage: „Habe ich noch nicht groß. Dafür ist die Vorfreude auf die jetzige WM zu groß. Nach solchen Großereignissen kann man das sicher besser machen.“ Der Titelsammler lässt sich also zumindest einen Spielraum offen – genau wie Boateng, der sagt: „Ich konzentriere mich jetzt voll auf die WM. Was in vier Jahren ist und ob ich es dann noch mal schaffe, wird man sehen.“

Auf wen kann Löw auch nach der WM nicht verzichten? Und welche neuen Stützen etablieren sich im DFB-Team? Hier abstimmen!

Egal, wie viele Spieler nach dem Turnier tatsächlich aufhören, einen Umbruch wird es so oder so geben. Und so oder so wird Löw diesen einleiten. Denn egal, wie die Mission Titelverteidigung ausgeht, bleibt er der Mann für die kommenden Aufgaben. Noch vor der Bekanntgabe seines vorläufigen Kaders verlängerte er seinen Vertrag bis 2022. „Das nächste WM-Turnier ist eine große Motivation. Den Umbruch mit neuen, jungen Spielern einzuleiten ist eine tolle Herausforderung“, sagt der Bundestrainer. „Wir haben viele gute junge Spieler.“

Das Gerüst des neuen DFB-Teams werden künftig die Spieler bilden, die jetzt schon dabei sind – allen voran Löws Musterschüler Joshua Kimmich (23), über den er sagt: „Er ist das größte Talent, was ich in den letzten zehn Jahren gesehen habe.“ Aber auch Julian Draxler (24), Julian Brandt (22), Leon Goretzka (23), Matthias Ginter (24), Niklas Süle (22) oder Timo Werner (22) werden zu den Stützen Richtung Katar gehören und künftig noch mehr Verantwortung übernehmen müssen und wollen.

Mehr zum DFB-Team

Draxler, der das B-Team des DFB schon beim Confed Cup als Kapitän anführte, sagt im Gespräch mit dem SPORTBUZZER selbstbewusst: „Ich bin seit Jahren bei der Nationalelf dabei, kenne die Abläufe und bin als Spieler gereift. Man kann die Zeit nicht aufhalten, der Umbruch wird kommen. Dann müssen Spieler in neue Rollen einnehmen und da möchte ich dazu gehören, das ist mein Ziel.“

Can, Tah, Sané & Co. bald wieder dabei?

Neben den neuen Führungsspielern wird Löw auf junge Spieler setzen, die in der Vergangenheit schon zum Kader gehörten, wie Emre Can (24), Jonathan Tah (22), Leroy Sané (22) oder Serge Gnabry (22). Weitere Kandidaten, die sich Hoffnung machen dürfen, der neuen Nationalmannschaft anzugehören, sind die Leverkusener Toptalente Benjamin Henrichs (21) und Kai Havertz (18) genauso wie Bremens Maximilian Eggestein (21) und die Dortmunder Maximilian Philipp (24) und Mo Dahoud (22). Vor dem Umbruch steht aber die Jagd nach dem fünften Stern im Vordergrund – es wird für einige der letzte Akt.

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