Mitarbeiter der Stadtverwaltung begutachten mit Firmenchef Uwe Lüders den neuen Kunstrasen im Volksstadion. Mitarbeiter der Stadtverwaltung begutachten mit Firmenchef Uwe Lüders den neuen Kunstrasen im Volksstadion. © Peter Binder
Mitarbeiter der Stadtverwaltung begutachten mit Firmenchef Uwe Lüders den neuen Kunstrasen im Volksstadion.

Neuer Kunstrasen für den Ostplatz

Der Ostplatz im Greifswalder Volksstadion ist mit einem neuen Kunstrasen ausgestattet. Die Hansestadt investierte 300 000 Euro. Im nächsten Jahr soll auch die Flutlichtanlage des Spielfeldes erneuert werden.

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Greifswald. Gute Nachricht für die Fußballer in Greifswald: Die Hansestadt hat 300 000 Euro in das Volksstadion investiert und damit den Kunstrasen auf dem 6600 Quadratmeter großen Ostplatz erneuert. Er ist einer von fünf Stadionplätzen. „Der alte Kunstrasen war nach 15 Jahren verschlissen“, sagt Bausenatorin Jeannette von Busse und fügt hinzu: „Mit dem neuen Belag finden die Spieler nun wesentlich bessere Bedingungen vor.“

Das kann Uwe Lüders, Geschäftsführer der bauausführenden Landschafts- und Freiraumplanung GmbH Neubrandenburg, nur unterstreichen. „Der neue Kunstrasen ist das Beste, was es derzeit auf dem Markt gibt“, sagt er. Die Kombination aus einer geraden und einer gekräuselten Faser führe zu hervorragenden Spieleigenschaften und sorge dafür, dass das Füllmaterial - eine Mischung aus Quarzsand und Granulat - gut gehalten werde. „Denn Ziel bei der Herstellung eines Kunstrasens ist es ja immer, dass man sich dem Ideal, also dem Naturrasen, möglichst annähert“, verdeutlicht Lüders.

Flutlichtanlage wird modernisiert

Die Fußballer jedenfalls, versichert Objektleiter Jörg Mohr nach den ersten Trainingseinheiten in dieser Woche, seien mit der Qualität des Spielfeldes sehr zufrieden. Allerdings könne der Platz noch nicht so intensiv genutzt werden wie gewünscht. „Die Freitagabendspiele müssen, weil das Licht nicht ausreicht, zurzeit noch auf unserem zweitbesten Platz stattfinden, dem Jugendplatz“, sagt Mohr.

Hintergrund: Für Punktspiele ab Landesliga aufwärts ist Flutlicht Pflicht. Doch damit kann der Ostplatz nicht punkten. Das soll sich aber 2018 ändern, dann will die Stadt für rund 150000 Euro neue, lichtstarke Masten installieren.

Mittelplatz soll verbessert werden

Im nächsten Jahr soll auch der Mittelplatz in unmittelbarer Nachbarschaft zum Ostplatz verbessert werden. „Dieser frühere Betonsockel wurde vor Jahren mit Kunststoff beschichtet“, erinnert Klaus Schulz, Abteilungsleiter für Gebäudemanagement im Immobilienverwaltungsamt. Offensichtlich eine Fehlinvestition, denn: „Der Kunststoff ist immer glatt. Schon ein bisschen Morgentau lässt keine Nutzung zu“, sagt Jörg Mohr. Lediglich bei trockenem Sommerwetter könne das etwa 3000 Quadratmeter große Areal bespielt werden. 2018 soll sich das ändern.

Die Stadt habe die Möglichkeit, einen gebrauchten Kunstrasen zu bekommen. Der reiche zwar nur für den halben Platz - aber besser als gar keine Nutzung. Wann die Stadt das nötige Kleingeld für eine Grunderneuerung des Mittelfeldes aufbringen könne, stehe noch nicht fest. Doch mit der neuesten Investition, so Jörg Mohr, seien die Aktiven schon sehr zufrieden: „Der Hauptplatz mit seinem Naturrasen und der Bewässerungsanlage ist einer der besten im ganzen Land“, sagt der Objektleiter. Auch der 2013 mit neuem Kunstrasen versehene Jugendplatz lasse keine Wünsche offen. Und das westliche Spielfeld, wiederum ein Naturrasen, werde ebenfalls regelmäßig von den höherklassigen Nachwuchsmannschaften genutzt.

Neue Linierung der Laufbahn

Trotzdem sei im Volksstadion nicht alles topp: Die Leichtathleten etwa bemängelten seit langem die Laufbahn. „Wir hoffen, dass wir sie innerhalb der nächsten fünf Jahre komplett erneuern können“, so Mirko Hille vom Immobilienverwaltungsamt. 2018 sei erst einmal eine neue Linierung geplant. Auch das Stadiongebäude, 1927 errichtet, ist in die Jahre gekommen. Zwar investierte die Hansestadt 2013 in die Sanitäranlagen und reparierte auch notdürftig das Dach. Langfristig dürften sich die Sportler damit wohl aber nicht zufrieden geben. „Gerade das Dach wäre dringend“, sagt Objektleiter Mohr aus seiner Sicht. Winfried Kremer, Leiter des Greifswalder Immobilienverwaltungsamtes, findet dafür klare Worte: „Dazu muss sich die Politik positionieren.“

Aktuelle Stunde zum Thema Sportförderung Die Christdemokraten in der Greifswalder Bürgerschaft beantragen eine Aktuelle Stunde zur Sportförderung. Sie steht am 11. Dezember auf der Tagesordnung der Parlamentssitzung. Laut CDU-Fraktionschef Axel Hochschild gebe es beim Sport „mehrere Baustellen“. Dazu zähle er beispielsweise die Pachtverträge an der Südmole oder auch die Parkplatzprobleme der Kanuten. „Wir werden mit den Vereinen reden, um nochmal genau zu erfahren, wo der Schuh drückt“, so Hochschild. Doch Fakt sei schon jetzt: „Für den Sport in Greifswald muss mehr getan werden.“ Zudem hoffe er für die Zukunft auf ein besseres Miteinander aller Vereine „Futterneid ist immer schlecht.“ Wenn an einem Ort investiert werde, sollten sich alle freuen können.

Region/Mecklenburg Vorpommern ezimport Kreis Vorpommern-Greifswald

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