13. März 2018 / 20:48 Uhr

Neuer Trainer beim HSV: Das waren die Inhalte des ersten Titz-Trainings

Neuer Trainer beim HSV: Das waren die Inhalte des ersten Titz-Trainings

Jürgen Rönnau
Christian Titz ist neuer Trainer des Hamburger SV.
Christian Titz ist neuer Trainer des Hamburger SV. © imago
Anzeige

Christian Titz soll das Unmögliche möglich machen. Der erste Arbeitstag beginnt mit 33 Spielern. Die Karten werden neu gemischt.

Buzzer deine Meinung!
  • Fail
    -
    Fail
  • Läuft
    -
    Läuft
  • Krass
    -
    Krass
  • WTF
    -
    WTF
  • Kopf Hoch
    -
    Kopf Hoch
  • Peinlich
    -
    Peinlich
Anzeige

Dienstag, kurz nach 10 Uhr am Volkspark in Hamburg-Stellingen. Christian Titz steigt lächelnd die Treppe hinab, die runter führt aus dem Kabinentrakt des Stadions auf das weitläufige Übungsgelände des Hamburger SV. Titz ist der neue Trainer, die letzte Hoffnung des HSV auf Rettung vor dem Untergang. 60 Fans sind gekommen, applaudieren, rufen Sätze wie: „Sie schaffen das, Herr Titz!“

Mehr zu Christian Titz

Herr Titz ist nicht allein gekommen an diesem ersten Arbeitstag bei den Profis, er hat fünf Spieler aus dem Regionalligateam mitgebracht, das er bis vorgestern verantwortlich gecoacht, es an der Tabellenspitze fest etabliert hat. Young-Jae Seo (22) ist dabei, ebenso Arianit Ferati (20), Moritz-Broni Kwarteng (19) und Mohamed Gouaida (24). Und der Bargteheider Matti Steinmann (23), der 2009 von Preußen Reinfeld zum HSV wechselte, schon nach Chemnitz und Mainz ausgeliehen war, und jetzt doch noch auf den nächsten Karriereschritt beim HSV hofft.

29 Feldspieler und vier Torhüter

29 Feldspieler und vier Torhüter hat Titz versammelt, als er seine erste Einheit um 10.12 Uhr beginnt. „Wir wissen, dass die Gruppengröße nicht optimal war, aber gegen Ende der Woche werden wir den Kader reduzieren. Durch die U21/U19-Spieler wird der Konkurrenzkampf auf dem Platz angetrieben“, sagt er später - und es klingt auch wie eine Drohung an die etablierten Profis. Zumal er ergänzt: „Wir haben gute Spieler im Kader. Nun setzen wir neue Trainingsreize und werden beobachten, wie die Spieler reagieren. Alle haben nun die gleiche Chance, alles ist auf Null, auch die Torhüter-Position.“

Zur Galerie
Anzeige

Titz und sein Trainerteam, das er komplett aus der U21 mit hochgezogen hat, während die gesamte fünfköpfige Hollerbach-Crew von vorgestern auf gestern arbeitslos wurde, nutz die ganze Tiefe und Breite des Übungsraumes. Auf drei Trainingsplätzen wird abwechselnd geübt, offensives Spiel im 4-1-4-1-System, ein Flipchart ist immer dabei. Titz erklärt und korrigiert,weist an und motiviert, nimmt den seit über tausend Minuten torlosen Torjäger Bobby Wood väterlich in den Arm. „Wahnsinn“, twittert „Bild“; „Hier wird ordentlich gearbeitet“, twittert der HSV. So unterschiedlich kann man das sehen...

113 Minuten Titz-Schicht

Nach 113 Minuten ist die erste Titz-Schicht vorbei, für den 46-Jährigen steht nun ein besonderer Job auf dem Programm,bevor es um 15 Uhr erneut auf den Platz geht: Pressekonferenz, die erste als Profitrainer. Bisher waren die Medienrunden in der Regionalliga eher Beiprogramm für die VIPs, kurzes Statement – fertig. Jetzt sind keine VIPs da, nur Journalisten. Fast 20 Mikrofone sind vor dem HSV-Hoffnungsträger aufgebaut. Titz macht das nicht nervös, souverän absolviert er seinen Auftritt. „Wir leben im Hier und Jetzt, das ist entscheidend“, sagt er. „Das Vergangene spielt keine Rolle mehr.“ Er spricht von „mehr Ballbesitz“, davon „in den Räumen Fußball spielen“ zu wollen „um Torchancen zu generieren“. Von „kompakter Defensividee“, davon „gegen den Ball zu spielen“ - und von „schneller Ballrückeroberung nach Ballverlusten“.

Das klingt allerdings nicht nach neuer Spielidee, Bernd Holllerbach hätte das wohl nicht viel anders formuliert. Vielleicht aber kann Titz die Theorie ja besser vermitteln. Überprüft werden kann das schon am Samstag im Heimspiel gegen Hertha. Titz: „Erst nach diesem Spiel beschäftigen wir uns mit den anderen Aufgaben.“ Dazu kann er dann die Länderspielpause nutzen. Erst am 31. März geht es in Stuttgart wieder um Bundesligapunkte.

50 ehemalige Spieler des Hamburger SV – und was aus ihnen wurde

Zur Galerie
Die aktuellen TOP-THEMEN

Mega-Sale: SPORTBUZZER-SHOP

Mehr Fußball aus der Region

Mehr Fußball vom Sportbuzzer

Anzeige
Sport aus Lübeck
Sport aus aller Welt