11. Oktober 2018 / 13:45 Uhr

Jetzt spricht Eintrachts neuer Trainer: Schubert "kann nicht Li-La-Laune-Bären spielen"

Jetzt spricht Eintrachts neuer Trainer: Schubert "kann nicht Li-La-Laune-Bären spielen"

Alex Leppert
Eintracht Braunschweigs neuer Trainer André Schubert sieht teilweise großes Potenzial bei seinen Spielern.
Eintracht Braunschweigs neuer Trainer André Schubert sieht teilweise großes Potenzial bei seinen Spielern. © Oliver Krato/dpa
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André Schubert ist neuer Trainer von Eintracht Braunschweig. Er soll die Löwen aus dem Tabellenkeller der 3. Liga führen. Der erste Eindruck von der Mannschaft sei ein sehr guter. "Es sind ein paar Spieler dabei, die sogar ein richtig, richtig großes Potenzial haben", sagt er.

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Der Neue ist da: André Schubert soll den abstiegsgefährdeten Drittligisten wieder in sicheres Fahrwasser führen. Laut Präsident Sebastian Ebel war es nur dank Sponsoren-Unterstützung möglich, ihn überhaupt zu holen. Als Co-Trainer neu dazu kommt vorerst Nachwuchscoach Sascha Eickel (43), den Schubert schon lange kennt.

Eine wirtschaftliche Frage

Ein neuer Sportlicher Leiter soll ebenfalls kommen – allerdings nicht unbedingt in den nächsten Tagen. „Das ist ja auch eine wirtschaftliche Frage“, sagt Ebel. Und was sagt Schubert? Der äußerte sich bei seiner Vorstellung zu diversen Themen.

Mehr über die Eintracht

Der neue Eintracht-Coach über...

...Psychologie: „Leistungssport spielt sich zu ganz großen Teilen im Kopf ab. Talent allein bringt keine Punkte. Was Punkte bringt, ist eine Top-Leistung und in der Lage zu sein, auch mal mit Frust umzugehen.“

...Führungsspieler: „Wir haben keine Saisonvorbereitung. Da will ich nicht zu viel auf den Kopf stellen. Ich habe mit dem Mannschaftsrat gesprochen und einen sehr guten Eindruck gewonnen. Ich muss die Spieler aber erst mal richtig kennenlernen.“

Vertrag gilt nicht für Regionalliga

...Spielweise: „Ich habe eine gewisse Spielidee, aber ich fange nicht an etwas zu verändern, sondern ich fange an, der Mannschaft zu vermitteln, wie ich Fußball verstehe. Ich bin Verfechter eines konstruktiven Fußballspiels und nicht so der Trainer des langen Balles/zweiter Ball, sondern bevorzuge eher ein mutiges Offensivspiel.“

...seinen Vertrag bis 2021: „Er gilt nicht für die Regionalliga, das kann ich sagen.“

...kurzfristige Verstärkungen: „Das ist etwas schwierig, war aber auch nicht der Ansatz. Die Mannschaft hat sicher das Potenzial für andere Tabellenregionen.

Das ist der Spielplan von Eintracht Braunschweig:

19. Spieltag (15. Dezember, 14 Uhr): Energie Cottbus - Eintracht Braunschweig Zur Galerie
19. Spieltag (15. Dezember, 14 Uhr): Energie Cottbus - Eintracht Braunschweig ©
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...die Erwartungen: „Ich habe in allen Gespräche gespürt, dass die Vergangenheit eine große Rolle spielt und die Erwartungshaltung sich daraus ableitet. Natürlich haben Fans, die mit dem Herzen bei dem Verein sind, Angst vor einem Abstieg. Was hilft, ist, dass wir unsere Kräfte bündeln. Deshalb kann ich alle nur bitten: Steht hinter der Mannschaft wie eine Eins, feuert sie an, raunt nicht bei den ersten Fehlpässen.“

...das, was ihm Mut macht: „Wenn ich nicht Möglichkeiten sähe, Dinge besser zu machen, wäre ich wohl nicht hier. Die Mannschaft kann, wenn man sich Phasen in den Spielen anschaut, richtig guten Fußball spielen. Und in den Spielen konnte ich nicht erkennen, dass die Mannschaft nicht grundsätzlich will. Es sind ein paar Spieler dabei, die sogar ein richtig, richtig großes Potenzial haben.“

"Fußball ohne Spaß funktioniert nicht."

...die Stimmung: „Ich merke, dass es eine kritische Situation ist, dessen bin ich mir bewusst. Ich kann jetzt hier nicht sitzen und den Li-La-Laune-Bären spielen, damit wir alle lustig sind und lachen. Aber wir müssen die nächsten Tage positiv angehen. Wir müssen eine gute Stimmung entwickeln, ein bisschen abschütteln, was in den letzten Wochen passiert ist. Fußball ohne Spaß funktioniert nicht.“

...seine zwei Jahre ohne Job: „Ich habe das gemacht, was alle Trainer machen: Spiele anschauen. Hinterher habe ich die Spiele dann immer noch mal analysiert. Ich bin momentan auch in einer Elite-Cheftrainer-Fortbildung des DFB, unter anderem mit Niko Kovac und Manuel Baum.“

...sein „Abstieg“ in die 3. Liga: „Ich bin ja nun nicht Pep Guardiola, der sich den Champions-League-Teilnehmer aussuchen kann. Aber bei den ganzen Nachrichten, die ich auf allen Kanälen bekommen habe, hat keiner gesagt: Wie kannst du denn das machen? Wenn man vor Ort ist, nimmt man das vielleicht gar nicht mehr so wahr. Aber Eintracht Braunschweig wird als sehr, sehr positiv wahrgenommen. Und ist auch kein typischer Drittligist.“

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