01. November 2018 / 11:33 Uhr

Neuer Trend bei RB Leipzig setzt sich fort – Demme träumt vom Pokalsieg  

Neuer Trend bei RB Leipzig setzt sich fort – Demme träumt vom Pokalsieg  

Anne Grimm
Timo Werner und seine Mitspieler hatten reichlich Grund zum Jubeln.
Timo Werner und seine Mitspieler hatten reichlich Grund zum Jubeln. © imago/Xinhua
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Ein ungeplanter Matchwinner, ungewohnte Pokalfreuden und unschöne Blessuren: Ersatz-Kapitän Diego Demme glaubt nach dem Einzug ins Achtelfinale an den Pokalsieg. Die erste Berlinreise der Saison steigt für RB Leipzig bereits in drei Tagen in der Bundesliga.

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Leipzig. Ralf Rangnick gestand nach dem umjubelten Einzug von RB Leipzig ins Achtelfinale des DFB-Pokals am späten Mittwochabend: „Ich glaube nicht, dass ich Timo Werner schon zur Halbzeit gebracht hätte. Geplant war, dass er so ab der 65. Minute kommt.“ Glück im Unglück also, das Jean-Kevin Augustin mit Adduktorenproblemen nach der Pause in der Kabine bleiben musste – denn die beiden Tore des Nationalstürmers zum Sieg gegen die TSG Hoffenheim fielen bereits in der 48. und 56. Minute.

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RB Leipzig - TSG 1899 Hoffenheim (2:0) Zur Galerie
RB Leipzig - TSG 1899 Hoffenheim (2:0) ©
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Nachdem Werner drei Tage zuvor in der Bundesliga gegen Schalke unzufrieden ausgewechselt wurde, avancierte er diesmal zum Matchwinner. Passt ins aktuelle Stimmungsbild und der neunten Partie ohne Niederlage bei RB Leipzig – es läuft einfach. „Timo hat jetzt schon drei Doppelpacks in der Saison. Einfache Treffer gibt’s wohl nicht. Heute hat er gezeigt, welche Torjägerqualitäten er besitzt. Er war sicher der Matchwinner. Aber jemanden aus der Mannschaft heraus zu heben, fällt mir schwer“, sagte der RB-Trainer.

Fünftes Spiel in Serie ohne Gegentor

Ersatzkeeper Marius Müller sah das anders, rief Stefan Ilsanker in den Stadionkatakomben zu: „Auch wenn ein anderer die zwei Tore gemacht hat, für mich warst du Man of the Match.“ Der österreichische Nationalspieler sorgte in der Dreierkette mit Dayot Upamecano und Ibrahima Konate für enorme Stabilität. Ersatz-Kapitän Diego Demme bescheinigte eine „Weltklasseleistung“, Keeper Peter Gulacsi schloss das Trio nach dem Erfolg in seine Arme. „Das wird langsam zu einem Trend in Leipzig in den letzten acht Spielen haben wir nur drei Gegentore gekriegt“, sagte Ilsanker nach dem fünften zu Null-Sieg in Serie.

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Marcel Halstenberg (RB Leipzig): Wir haben sie mit der Zeit geknackt. Beim 1:0 sind wir rechts gut durchgekommen, ich nehme ihn gut mit und kriege ihn noch vor der Linie. Timo steht natürlich genau da, wo ein Stürmer stehen muss. Zur Galerie
Marcel Halstenberg (RB Leipzig): "Wir haben sie mit der Zeit geknackt. Beim 1:0 sind wir rechts gut durchgekommen, ich nehme ihn gut mit und kriege ihn noch vor der Linie. Timo steht natürlich genau da, wo ein Stürmer stehen muss." ©

Der künftige RB-Coach Julian Nagelsmann wirkte genervt, gegen seinen neuen Arbeitgeber innerhalb von nur fünf Wochen zum zweiten Mal als Verlierer vom Feld gegangen zu sein und monierte, das seine Mannschaft neben Fehlern in den schlechten 20 Minuten zu Beginn der zweiten Halbzeit nicht alles in die Waagschale geworfen hatte. Auf die Frage, ob er mal einen kleinen Augenblick darüber nachgedacht hat, dass das hier nächstes Jahr sein Arbeitsplatz ist, gab er zu: „Es ist ganz menschlich, wenn man in Leipzig landet, dass man einen kurzen Gedanken daran verschwendet.“

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Drei angeschlagene RB-Profis nach dem Pokalkampf

Bei RB Leipzig geht es jetzt vor allem darum, die körperlichen Wunden in der englischen Woche zu lecken. Drei Akteure trugen im Pokalkampf Blessuren davon: Für Stürmer Augustin wird es mit Adduktorenproblemen bis zum nächsten Bundesligaspiel gegen Hertha BSC eine knappe Angelegenheit. Kevin Kampl humpelte mit einem Verband am Fuß in die Kabine – er hat wie Demme eine Prellung erlitten. „So wie ich unsere medizinische Abteilung und das Heilfleisch unserer Spieler kenne, gehe ich bei Kevin und Diego davon aus, dass sie bis Samstag wieder können“, prophezeite Rangnick.

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(1) Peter Gulacsi: Macht seinen ersten Saison-Fehler, muss den Schuss von Günter besser abwehren. Sonst chancen - und fehlerlos. Note 3. Zur Galerie
(1) Peter Gulacsi: Macht seinen ersten Saison-Fehler, muss den Schuss von Günter besser abwehren. Sonst chancen - und fehlerlos. Note 3. ©

Die ungewohnten Glücksgefühle im DFB-Pokal verleiteten den sonst eher nüchternen Demme zu einer fast schon euphorischen Aussage: „Man hat gesehen, was Frankfurt letztes Jahr im DFB-Pokal erreicht hat. Warum sollen wir das nicht schaffen?“ Das Finale steigt im Mai bekanntlich in Berlin – doch zunächst geht die Reise am Samstag ins Olympiastadion. Bei Hertha BSC feierten die Leipziger in den vergangenen zwei Jahren zwei spektakuläre 4:1- und 6:2-Siege.

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