11. Dezember 2017 / 09:16 Uhr

Neugersdorfs Coach Weidner sucht seinen Nachfolger

Neugersdorfs Coach Weidner sucht seinen Nachfolger

Jürgen Schwarz
FCO-Coach und Sportchef Manfred Weidner
FCO-Coach und Sportchef Manfred Weidner © Worbser Sportfotografie
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Regionalliga Nordost: Budissa Bautzen will vor Neugersdorf in die Weihnachtspause gehen

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Dresden. Das Derby zwischen Budissa Bautzen und dem FC Oberlausitz Neugersdorf am Freitagabend (3:0) war das sechste Regionalliga-Duell zwischen beiden Teams. Zum ersten Mal verließen die Spreestädter den Platz als Sieger. Zuvor hatte man sich dreimal remis getrennt, zweimal hatte der FCO gewonnen. Der letzte Pflichtspielsieg der Bautzener zu Hause gegen Neugersdorf lag schon mehr als elf Jahre zurück.

Die drei Torschützen Kevin Bönisch, Jonas Krautschick und Tony Schmidt, allesamt Neuzugänge, schien der „Fußballgott“ ausgewählt zu haben. Bönisch markierte in seinem 18. Punktspiel für Budissa sein erstes Tor. „Ich freue mich für Kevin, dass er sich endlich belohnt hat.“ Budissas Trainer Torsten Gütschow hatte immer zum 23-Jährigen, der bis 2015 für Dynamo Dresden II spielte und dann zum FSV Zwickau gewechselt war, gehalten. „Er hat unglaublich viel für die Mannschaft geleistet, musste als Sturmspitze oft für zwei ackern. Wie wichtig er ist, haben wir gesehen, als er wenige Tage zuvor in Berlin auf der Bank saß.“

Gütschow beklagt Ansetzungen

Budissa hatte drei Tage zuvor die Nachholpartie bei Viktoria Berlin bestritten (0:3) und Gütschow dort einige Stammkräfte geschont. „Wir sind ein Amateurverein, die meisten Jungs gehen arbeiten. Solche Ansetzungen sind eine Frechheit vom Verband. Wir können nicht drei Spiele in sieben Tagen mit voller Power bestreiten. Da mir das Derby wichtiger war, habe ich Kevin und auch Tony Schmidt nur eine Halbzeit spielen lassen.“

Mit dieser Maßnahme lag Gütschow goldrichtig, denn auch Schmidt gehörte zu den Torschützen. „Kopfballtore sind eher selten bei mir“, strahlte Budissas erfolgreichster Torschütze nach seinem fünften Saisontreffer zum 3:0-Endstand – auf Vorarbeit von Bönisch. Zuvor hatte Jonas Krautschick mit dem 2:0 für die Vorentscheidung gesorgt. Der Youngster war im Sommer aus Neugersdorf gekommen und war natürlich hochmotiviert, „zumal wir das Hinspiel 0:3 verloren hatten, obwohl wir dort keineswegs die schlechtere Mannschaft waren“.

Weidner enttäuscht von seinem Team

FCO-Sportchef Manfred Weidner ließ keine Zweifel aufkommen, dass seine Mannschaft am Freitagabend zurecht ohne Punkte nach Hause gefahren war, „auch wenn wir in der ersten Halbzeit Vorteile verzeichneten und nach dem 0:1 durch Gerstmann eine große Chance zum Ausgleich hatten“. Vor allem die Einstellung seiner Schützlinge ärgerte den 55-Jährigen: „Wir haben gerade zu Beginn der zweiten Halbzeit viel vermissen lassen. Es hätte eher Druck von uns kommen müssen. Das ist uns leider nicht gelungen. Ich bin enttäuscht.“

Ob Weidner auch in der Rückrunde als Interimscoach auf dem Neugersdorfer Trainerstuhl sitzen wird, wollte er nicht verraten: „Wir haben Zeit und müssen nichts überstürzen. Vielleicht kommt ein neuer Trainer auch erst zur kommenden Saison“, sagt Weidner. Aus finanzieller Sicht würde das sogar Sinn machen, schließlich bezieht der vor wenigen Wochen beurlaubte Vragel da Silva noch bis Saisonende sein Gehalt und damit ist der finanzielle Spielraum des Vereins eingeschränkt.

Noch ein Punktspiel steht für beide Teams an. Budissa gastiert am Freitagabend in Neustrelitz, der FC Oberlausitz erwartet am Sonnabend den VfB Auerbach. „Wir wollen in der Tabelle vor Neugersdorf überwintern“, gibt Gütschow das Ziel vor. „Und wir müssen uns viel besser präsentieren, dann stellt sich auch der Erfolg wieder ein“, meint Manfred Weidner.

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