04. Februar 2019 / 15:46 Uhr

Neustadt-Trainer Markus Hinz: "Ohne Fußball kann ich einfach nicht"

Neustadt-Trainer Markus Hinz: "Ohne Fußball kann ich einfach nicht"

Marius Böttcher
Markus Hinz hatte nach dem Testspielsieg in Bornim gut lachen.
Markus Hinz hatte nach dem Testspielsieg in Bornim gut lachen. © Marius Böttcher
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Landesliga Nord: Der 38-Jährige, der auch schon bei Victoria Breddin aktiv war, spricht über seine neue Aufgabe bei den Schwarz-Roten.

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Nach dem überraschenden Rücktritt von Stefan Taube als Trainer der Landesliga-Kicker des SV Schwarz-Rot Neustadt hat der Verein mit Markus Hinz einen Nachfolger gewinnen können. Nach dem ersten Testspielerfolg bei der SG Bornim stand der 38-Jährige Rede und Antwort. Hinz spricht über das Aufeinandertreffen mit seinem Vorgänger, die Verbundenheit zu Victoria Breddin und die Ziele mit dem aktuellen Tabellenelften.

Herr Hinz, wenn man mit einem 5:2-Sieg beim Vizeherbstmeister der Landesklasse West in die Testspielphase startet, darf man doch sicher von einem erfolgreichen Auftakt in die Wintervorbereitung sprechen, oder?

Markus Hinz: Also erstmal müssen wir uns bei der SG Bornim bedanken, dass eine Austragung auf ihrem Kunstrasenplatz möglich war. Mit dem Auftritt meiner Mannschaft bin ich zufrieden, das war ein guter Aufgalopp, auch wenn mir nur zwölf Spieler zur Verfügung standen. In den letzten 20 Minuten ließ die Kondition nach, was aber normal ist. Bis zum Punktspielstart wollen wir das natürlich verbessern.

Nach anderthalb Jahren hat Stefan Taube seinen Rücktritt bei Schwarz-Rot Neustadt bekanntgegeben. Wie entstand anschließend der Kontakt zwischen Ihnen und dem Verein?

Bis Anfang November war ich selbst noch als Co-Trainer beim TuS Wahrburg in der Landesklasse Sachsen-Anhalt tätig. Aufgrund unterschiedlicher Zukunftsgedanken trennten sich jedoch die Wege. Anschließend hatte ich am Wochenende Zeit und habe mir Spiele in der näheren Umgebung angeschaut, insgesamt dreimal war ich auch in Neustadt. Letztlich hab ich den ersten Schritt gemacht und meine Bewerbung beim Verein eingereicht.

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Ganz unbekannt sind Sie in der hiesigen Region ja nicht.

Das stimmt. Ich war einige Jahre bei Victoria Breddin, sowohl als Spieler als auch als Trainer. Es gibt noch immer gute Kontakte dahin, das sind alles herzliche Menschen, denen ich verbunden bin. Jetzt bleibt aber kaum mehr Zeit dafür.

Als aktiver Spieler war für Sie die Kreisliga das höchste der Gefühle. Ist es für Sie dadurch als Trainer in der Landesliga schwieriger?

Nein, keineswegs. Das hat keine große Bedeutung, in welcher Klasse man selbst gespielt hat. Wichtig ist doch, dass man genug Fußballsachverständnis mitbringt und den Fokus auf die Mannschaft legt. Zudem besitze ich ja bereits die Trainer-B-Lizenz und wenn es mit dem Engagement in Neustadt nicht geklappt hätte, wäre die A-Lizenz der nächste Schritt gewesen. Ich hatte mich für diese Weiterbildung sogar schon angemeldet, ohne Fußball kann ich einfach nicht.

Vor zwei Wochen baten Sie zum Trainingsauftakt, konnten mittlerweile erste Eindrücke sammeln. Wie nehmen Sie ihre Mannschaft wahr und worin liegt ihr Hauptaugenmerk in der Vorbereitung?

Ich habe eine Mannschaft übernommen, die mit wahnsinnig talentierten Spielern gespickt ist. Allerdings habe ich schon in meinen Beobachtungen in der Hinrunde gesehen, dass im konditionellen Bereich klare Defizite herrschen. Wir müssen uns in den Bereichen Schnelligkeit und Ausdauer steigern, wenn wir in den entscheidenden Situationen und auch noch in der 90. Minute voll da sein wollen. Ansonsten sind die Jungs fußballerisch allesamt gut ausgebildet, wir werden nicht mehr als zwei Systeme einstudieren. Sowas hängt ja auch immer vom Kader ab, den man dann am Spieltag wirklich zur Verfügung hat. In der Landesliga muss man aber auch nicht unnötig taktieren oder sich auf jeden Gegner einstellen. Wir wollen unser Spiel durchbringen.

Mit Sascha Tiller und Christoph Bernhardt haben zwei Spieler den Verein im Winter verlassen, Torwart Wagner Goedert kehrt nicht mehr aus Brasilien zurück. Muss man darauf nochmal reagieren?

Mit Kai Schirmer haben wir von TuS Wildberg einen Torwart verpflichten können, was ich auch als äußerst nützlich sehe, da Johannes Wilke noch immer angeschlagen ist. Kai hat in Bornim über 60 Minuten einen engagierten Auftritt hingelegt und sich bis dato auch im Training bewiesen. Am Sonnabend war auch noch ein brasilianischer Probespieler dabei, der auch in den Einheiten einen guten Eindruck macht. Ob dieser in der Rückrunde für uns spielen wird, steht zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht fest.

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Gibt es etwas, dass Sie von ihren Schützlingen einfordern?

Ich habe der Mannschaft gleich am ersten Tag mitgeteilt, dass alle bei Null starten und niemand eine Lobby genießt. Jeder muss sich im Training beweisen um dann am Wochenende auch auf dem Platz zu stehen. Wer nicht regelmäßig trainiert, der wird es schwer haben. Ich hoffe, dass die Truppe auf den gemeinsamen Zug aufspringt und ordentlich mitzieht.

Um welches Ziel mit Blick auf das Saisonende zu verwirklichen?

Aktuell liegen wir mit 18 Punkten auf Platz elf. Es gilt, schleunigst Punkte zu sammeln, um dort unten rauszukommen. Grundsätzlich bin ich aber der Meinung, dass mit dieser Mannschaft ein guter einstelliger Tabellenplatz möglich ist. Alle Mannschaften liegen sehr dicht beieinander.

Dieser Ansicht war auch Stefan Taube. Hatten Sie Kontakt zu ihrem Vorgänger oder haben Sie sich vielleicht sogar gegenseitig ausgetauscht?

Er hat sich beim Trainingsauftakt nochmal persönlich von der Mannschaft verabschiedet, da haben wir uns kurz kennengelernt und auch ein paar Worte gewechselt, die jedoch nicht intensiviert wurden. Es war ein sehr vernünftiges Aufeinandertreffen, wir haben uns gegenseitig viel Glück und Erfolg für den weiteren Weg gewünscht.

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