10. Februar 2019 / 15:24 Uhr

"Nicht von zwei Spielern abhängig": Renato Steffen über die Wolfsburger Offensivqualität

"Nicht von zwei Spielern abhängig": Renato Steffen über die Wolfsburger Offensivqualität

Tim Lüddecke
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Renato Steffen bejubelt sein Tor gegen den SC Freiburg.
Renato Steffen bejubelt sein Tor gegen den SC Freiburg.
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Renato Steffen traf beim 3:3 in Freiburg nach einer Durststrecke wieder für den VfL Wolfsburg. Beflügelt wurde der Schweizer von Besuch aus der Heimat – und auch etwas von der personellen Wolfsburger Situation. Denn die sei trotz der Verletzten gut.

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15 Spiele hatte es gedauert, bis Renato Steffen seinen dritten Saisontreffer für den VfL Wolfsburg erzielte. Die Art und Weise entschädigte dann allerdings etwas für diese Durststrecke.

Mit einem Schlenzer verwertete der Schweizer die formidable Hacken-Vorarbeit von Wout Weghorst, traf zum zwischenzeitlichen 3:2 beim 3:3 in Freiburg. Beim anschließenden Jubel bildete er mit seinem Daumen und dem Zeigefinger ein L.

Steffens besonderer Torjubel

„Das war für meinen Sohn Lian“, erklärte Steffen, der nun auch gerne wieder öfter jubeln würde. „Dieses Mal hat es endlich geklappt. Ich habe lange für dieses Tor gebraucht, aber ich werde probieren, daran weiter anzuknüpfen.“ Die Co-Produktion mit Weghorst sei vorher einstudiert worden. „Wir haben das trainiert, wie wir ihn anspielen, er hat ihn dann sehr gut durchgesteckt.“

Bilder der Auswärtspartie des VfL Wolfsburg beim SC Freiburg

Wolfsburgs Trainer Bruno Labbadia (l) und sein Freiburger Pendant Christian Streich sind vor der Partie bester Laune. Zur Galerie
Wolfsburgs Trainer Bruno Labbadia (l) und sein Freiburger Pendant Christian Streich sind vor der Partie bester Laune. ©
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Elfmeter? "Manche pfeifen das, manche nicht"

Schon in der Nachspielzeit der ersten Hälfte hätte diese Kombination zu einem Treffer führen können, als Steffen einen Konter einfädelte, Weghorst auf dem linken Flügel steil schickte – und im Strafraum per Querpass zurück bedient wurde. Der Wolfsburger ging nach einem Kontakt mit Freiburgs Christian Günter allerdings zu Boden.

Ein Elfmeter? „Der Ball von Wout war nicht so gut, ein bisschen in den Rücken gespielt. Aber der Kontakt war da, wenn er mich nicht berührt, kann ich trotzdem noch den Schritt machen und den Ball reinschieben“, so Steffen, „es ist eine Fifty-fifty-Entscheidung. Manche Schiris pfeifen das, manche nicht. Er hat es nicht gemacht, wir haben die Szene abgehakt und sind besser aus der Pause gekommen.“

Renato Steffen: Seine Karriere in Bildern

 Vom FC Solothurn (1. Liga in der Schweiz - vierthöchste Spielklasse) ging es für Renato Steffen zum FC Thun. Seine Empfehlung waren acht Tore in 28 Spielen. Dort startete er zuerst in der U21 (fünf Spiele, ein Tor). Bei seinem Debüt in der Schweizer Super League am 2. September 2012 legte er gleich ein Tor auf, nachdem er sechs Minuten vor Spielende eingewechselt wurde. Neun Torbeteiligungen machten die Young Boys Bern auf den Flügelterrier aufmerksam.  Zur Galerie
 Vom FC Solothurn (1. Liga in der Schweiz - vierthöchste Spielklasse) ging es für Renato Steffen zum FC Thun. Seine Empfehlung waren acht Tore in 28 Spielen. Dort startete er zuerst in der U21 (fünf Spiele, ein Tor). Bei seinem Debüt in der Schweizer Super League am 2. September 2012 legte er gleich ein Tor auf, nachdem er sechs Minuten vor Spielende eingewechselt wurde. Neun Torbeteiligungen machten die Young Boys Bern auf den Flügelterrier aufmerksam.  ©

Mit einem immer stärker gewordenen Steffen – der auch von der Nähe zu seiner Heimat gepusht wurde. „Es ist nicht weit, von Basel sind wir 45 Minuten entfernt, wo meine Familie herkommt, ist es etwa eine Stunde“, so der 27-Jährige, „es waren sehr viele da, Familie und Verwandtschaft, vielleicht hat es mich ein bisschen beflügelt. Ich bin ein Typ, der sehr familiär ist und es braucht, die Unterstützung zu spüren.“

"Wir dürfen nicht warten, bis die anderen zurückkommen"

Im 4-3-3 durfte er diesmal wieder auf dem rechten Flügel ran, nachdem er in den vergangenen beiden Spielen als zweiter Stürmer um Weghorst herum aufgeboten wurde. Die bessere Position für ihn? „Es ist schwierig zu sagen, ich spiele beides gut. Gegen Leipzig war es schwierig, sich gegen solche Kanten durchzusetzen. Von außen kann ich ein bisschen besser mit Speed in die freien Räume laufen.“

Jedenfalls hätte die Mannschaft bewiesen, dass sie trotz der Ausfälle von Daniel Ginczek und Admir Mehmedi offensiv funktionieren kann. „Man darf unser Spiel nicht nur von zwei Spielern abhängig machen“, betont Steffen, „ich bin froh, dass wir drei verschiedene Schützen haben. Wir dürfen jetzt nicht warten, bis die anderen zurückkommen, sondern müssen weiter Tore schießen. Und wenn sie wieder kommen, haben wir noch mehr Torgefahr.“

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