29. August 2018 / 12:30 Uhr

Nichtantritt in Chemnitz? Berliner AK äußert Bedenken zu Auswärtsspiel

Nichtantritt in Chemnitz? Berliner AK äußert Bedenken zu Auswärtsspiel

dpa und Lennart Wunderlich
Aus Angst vor Krawallen in Chemnitz könnte der Berliner AK das Auswärtsspiel boykottieren.
Aus Angst vor Krawallen in Chemnitz könnte der Berliner AK das Auswärtsspiel boykottieren. © imago/osnapix
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Regionalliga Nordost: Aufgrund der aktuellen Lage in Chemnitz zieht der Berliner AK einen Nichtantritt in Chemnitz in Betracht.

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Der Berliner AK soll am 15. September zum Auswärtsspiel beim Chemnitzer FC antreten - Stand jetzt. Denn in einer Pressemitteilung zieht BAK-Präsident Mehmet Ali Han einen Nichtantritt für diese Paarung in Betracht, sollte "die Sicherheit unserer Spieler, Betreuer, Fans etc. nicht gewährleistet werden".

Die fremdenfeindlichen Übergriffe in Chemnitz habe der deutsch-türkische Verein mit Bestürzung, Sorge und Trauer zur Kenntnis genommen. Hintergrund sind die aktuellen Geschehnisse in der sächsischen Großstadt. Am Sonntag starb dort ein 35-Jähriger nach einer Messerstecherei beim Stadtfest. Daraufhin kam es zu rechtsextremen Demonstrationen und Ausschreitungen.

​Chemnitzer FC reagiert auf Mitteilung

"Im Internet und den sozialen Medien werden weitere rechte Aufmärsche angekündigt. Es ist daher mit weiteren Straftaten zu rechnen", wird der Vereins-Präsident in der Mitteilung zitiert. Zu den Aufmärschen am vergangenen Wochenende sollen auch Fangruppierungen des Chemnitzer FC aufgerufen haben. Angesichts des bevorstehenden Auswärtsspiels am 15. September beim CFC seien die Berliner daher "alarmiert und in größter Sorge".

Der Chemnitzer FC reagierte bereits auf die Ankündigung der Berliner. „Ich habe mit Mehmet Ali Han am Mittwochmorgen telefoniert und ihn sowie den Vorstand und das Trainerteam des BAK im Vorfeld des Spiels zu einem Mittagessen nach Chemnitz eingeladen. Bei dem Termin wollen wir die Berliner davon überzeugen, dass sie sich um ihre Sicherheit am 15. September keine Gedanken machen müssen“, erklärte CFC-Sportvorstand Thomas Sobotzik.

​Kontroverse Diskussion im Netz

Auch auf Facebook reagierten viele User auf die Mitteilung. Diese wird kontrovers diskutiert. Während ein User schreibt: "Man sollte Politik und Fußball trennen. Ihr seid jederzeit herzlich willkommen bei uns in Chemnitz", nennt ein anderer Präsident Ali Han einen "politischen Brandstifter". Weitere Personen wiederum nehmen die Worte des Vereinsvorstandes positiv auf: "Unter den Umständen darf auf keinen Fall in Chemnitz angetreten werden."

Der Chemnitzer FC konnte bisher alle Ligaspiele gewinnen und steht souverän auf dem ersten Platz. Die Berliner holten aus den ersten fünf Partien zehn Punkte und belegen damit hinter Wacker Nordhausen und dem SV Babelsberg 03 Platz 4.

In Bildern: Babelsberg 03 gewinnt gegen den Berliner AK mit 5:0

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